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Energieausweis: Infos zu Pflichten, Kosten und Ausweisarten

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Ein Energieausweis und ein Laptop liegen auf einem Tisch

Letzte Aktualisierung am

Energieausweise liefern Daten zur Energieeffizienz und den anfallenden Energiekosten eines Gebäudes. Sie geben damit den Miet- oder Kaufinteressenten eine Vergleichsmöglichkeit zwischen Immobilien und erleichtern eine Einschätzung der zukünftigen Nebenkosten. Besonders im Hinblick auf zukünftige Klimaschutzmaßnahmen und die mögliche Einführung einer CO2-Steuer sollten Mieter und Käufer einen genauen Blick auf den Energieausweis werfen.

Ist der Energieausweis Pflicht?

Ja. Seit dem Eintritt der Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Mai 2014 muss der Energieausweis zum Zeitpunkt der Wohnungsbesichtung den Interessenten vorgelegt werden. Spätestens beim Abschluss des Vertrags muss der Mieter oder Käufer den Energieausweis erhalten. Die wichtigsten energetischen Kennwerte müssen schon in der Immobilienanzeige angegeben werden.

Wer erstellt einen Energieausweis?

Bedarfsausweise können unter anderem Architekten und Bauingenieuren erstellen, aber auch viele andere Berufe wie zum Beispiel Handwerker mit der Weiterbildung zum Energieberater. Die komplette Liste findet man in § 21 EnEV.

Welche Arten von Energieausweisen gibt es? 

Bei den Energieausweisen gibt es zwei Arten: Den Verbrauchsausweis und den Bedarfsausweis.

Der Vebrauchsausweis enthält nur den Energieverbrauch der letzten drei Jahre und bewertet anhand dieser Daten die energetische Effizienz des Hauses. Diese Art der Bewertung macht die Erstellung des Verbrauchsausweises leichter und günstiger. Die Abhängigkeit vom Verhalten der Bewohner macht ihn aber leider ungenau.

Der Bedarfsausweis ist dagegen wesentlich genauer. Hier wird nicht einfach der Verbrauch der letzten Jahre zur Bewertung benutzt, sondern die gesamte Gebäudetechnik einbezogen. Dazu gehören zum Beispiel die Leistung der Heizung und die Dämmung. Auch eine Wärmebildkamera wird dabei benutzt.

Wann läuft ein Energieausweis ab?

Ein Energieausweis ist zehn Jahre lang für ein Gebäude gültig.

Was ist ein guter Energieverbrauchskennwert?

Je niedriger der Wert, desto besser. Bei jedem Energieausweis finden Sie immer auch diese Grafik namens „Vergleichswerte Endenergie“. Der Durchschnitt der Wohngebäude liegt bei ungefähr 160 kWh/(m2a) und damit in Klasse E. Wenn Sie Heiz- und Stromkosten sparen wollen, sollten Sie also auf einen besseren Wert achten und den Bereich G und H komplett meiden.

Wie viel kostet ein Energieausweis?

Das hängt von der Art des Ausweises ab. Ein Verbrauchsausweis kostet in der Regel 50 bis 100 € für Ein- und Zweifamilienhäuser und maximal 300 € für Mehrfamilienhäuser. Ein Bedarfsausweis kostet ab 300 € für Ein- und Zweifamilienhäuser und richtet sich bei Mehrfamilienhäusern nach der Anzahl der Wohneinheiten.

Welche Konsequenzen drohen bei fehlendem Energieausweis?

Ein fehlender Energieausweis wird als Ordnungswidrigkeit behandelt und kann Bußgelder bis zu 15.000 Euro als Konsequenz haben.

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Bilderquellen: s-motive/stock.adobe.com

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