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Brunnenbau: Was gilt beim Gartenbrunnen rechtlich?

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Ein Quellstein im Garten.

Um Trink- und Brauchwasser direkt aus dem Garten zu beziehen, kann es sich lohnen einen Brunnen im eigenen Garten anzulegen. Wer aber einen Brunnen bohren will, muss dabei auf das Grundwasser zugreifen. Was sollte man also beim Brunnenbau rechtlich beachten?

Ist eine Genehmigung für den Brunnenbau nötig?

Bevor Sie mit dem Brunnenbau beginnen können, sollten Sie sich in jedem Fall über die rechtlichen Bestimmungen informieren. Wie die meisten Bauvorhaben in Deutschland gelten auch beim Brunnenbau gewisse Vorgaben. Die Rahmenbedingungen dazu basieren zwar auf dem Wasserhaushaltsgesetz, die Bestimmungen sind allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Grundsätzlich sollten Sie aber davon ausgehen, dass zumindest eine Meldepflicht für den Brunnenbau besteht. 

Sinnvoll ist es also sich bei der zuständigen Stadtverwaltung über die jeweiligen Bestimmungen zum Brunnenbau zu informieren. Da es sich um einen Eingriff in das Grundwasser handelt, benötigen Sie in den meisten Fällen eine Baugenehmigung, um den Brunnen im eigenen Garten anzulegen. Häufig sind im Zusammenhang mit einer Genehmigungspflicht für den Brunnenbau auch Gutachten nötig. So wird getestet, ob auf dem Grundstück Altlasten vorhanden sind, die das Grundwasser verunreinigen könnten. Sollten Sie Ihren Brunnen ohne Genehmigung bauen, können hohe Bußgelder drohen, dementsprechend ist es sinnvoll sich zuvor bei der Stadt über die geltenden Bestimmungen zu informieren. Meldepflichten betreffen in der Regel sowohl den Neubau eines Brunnens als auch die Restauration eines alten Brunnens. 

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Brauch- oder Trinkwasserbrunnen?

Ebenfalls entscheidend für die Genehmigung ist die Frage, wozu Sie das Wasser aus dem Brunnen verwenden wollen. Soll das Wasser nur für die Bewässerung des Gartens verwendet werden, müssen häufig keine weiteren Auflagen erfüllt werden. Soll der Brunnen allerdings als Trinkwasserbrunnen genutzt werden, greifen zusätzlich besondere Bestimmungen und auch das Gesundheitsamt muss mit einbezogen werden. Auch hier variieren die Bestimmungen je nach Bundesland. Mitunter sind beglaubigte Gutachten und Wasseranalysen nötig. Auch eine Begehung der Anlage von offizieller Seite aus ist möglich. Sie benötigen also ein beglaubigtes Gutachten für den Brunnenbau. Bei Trink- und Brauchwasserbrunnen werden in der Regel auch Abwassergebühren fällig. 

Zusätzlich entscheidend bei einem Trinkwasserbrunnen ist eine strikte Abgrenzung der Wasserkreisläufe. Das Trinkwasser muss vom Brauchwasserkreislauf getrennt bleiben. 

Auf einen Blick: Rechtliches Vorgehen beim Brunnenbau

Bevor Sie mit dem Brunnenbau beginnen, sollten Sie die richtige Vorgehensweise wählen, um später nicht in rechtliche Komplikationen zu gelangen. 

  • Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune oder dem zuständigen Amt
  • Erhalten Sie Informationen zu Meldepflicht, Genehmigungsverfahren und Auflagen
  • Füllen Sie erforderliche Anträge und Formulare aus und reichen diese ein
  • Geben Sie ggf. ein Gutachten oder eine Wasseranalyse in Auftrag

Zusätzlich können Sie bei der Kommune oder dem zuständigen Amt noch Informationen über das Grundwasservorkommen erhalten. Insgesamt ist es ratsam einen professionellen Betrieb mit dem Brunnenbau zu beauftragen, um eine fachgerecht Ausführung zu gewährleisten.

Bilderquellen: RS.Foto/stock.adobe.com

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