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Steuerbonus auf Handwerkerleistungen

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Auf Handwerkerleistungen gibt es unter gewissen Umständen einen Steuerbonus

Letzte Aktualisierung am

Der Putz bröckelt langsam von der Decke, der Eimer unter dem Dach läuft schon über und die Kacheln im Bad kann man einfach nicht mehr sehen – eine Renovierung wird fällig! Einen Handwerker zu engagieren kann aber schnell ziemlich teuer werden. Was die meisten nicht wissen: Unter gewissen Voraussetzungen lassen sich einige Kosten sogar von der Steuer absetzen. So können Sie bis zu 1.200 Euro jährlich sparen. Geregelt ist der Steuerbonus in § 35a des Einkommenssteuergesetz.

Um den Steuerbonus zu nutzen, müssen jedoch einige Faktoren erfüllt sein:

  • Nur haushaltsnahe Instandsetzungen absetzbar: Sollte bei Ihnen die Renovierung, Restaurierung oder Verschönerung Ihres Wohnraums, Ihres Grundstücks oder Ihrer Einrichtung, sowie die Reparatur Ihrer elektronischen Geräte anstehen, fällt dies unter die steuerliche Förderung nach dem Einkommensteuergesetz § 35a. Auch die Kosten für den Schornsteinfeger lassen sich absetzen. Von der Förderung ausgeschlossen ist die Schaffung neuer Wohn- und Nutzflächen. Zusätzlich kann der Steuerbonus nur in Kraft treten, wenn der Handwerker die Arbeit im privaten Wohnraum verrichtet. Sie darf nicht im Handwerkerbetrieb ausgeführt werden.
  • Sie sind eine Privatperson und lassen Ihren selbst genutzten Wohnraum oder Ihr Grundstück renovieren: Besonders wichtig für die steuerliche Erleichterung ist, dass Sie den Auftrag an den Handwerker als Privatperson vergeben. Der Ort der Renovierung sollte Ihre eigene Wohnung, Ihr Eigenheim oder Grundstück sein. Es muss sich also um selbst genutzten Wohnraum handeln. Auch Zweitwohnungen, Ferienhäuser oder -wohnungen fallen unter diesen Aspekt.

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  • Offizielle und vollständige Rechnung: Achten Sie bei der Rechnung des Handwerkers auf Vollständigkeit und darauf, dass alles möglichst präzise beschrieben ist. Beispielsweise sollten Arbeitsort und genaue Beschreibung der Arbeitsleistung aufgeführt sein. Zusätzlich sollte die Rechnung alle nötigen Komponenten enthalten, um anerkannt zu werden.
  • Nur bei Überweisungen: Um von der steuerlichen Erleichterung zu profitieren, muss, wie bereits erwähnt, eine offizielle und vollständige Rechnung vorhanden sein. Diese dürfen Sie nicht bar bezahlen, sondern per Überweisung tätigen.
  • Lediglich Arbeitsleistung: Unter den Steuerbonus fallen nur die reinen Arbeitskosten, Fahrt- und Gerätekosten sowie die vom Handwerker verwendeten Verbrauchsmaterialien und die Entsorgung des Abfalls. Nicht aber die verwendeten Materialien wie beispielsweise Farbe, Tapete oder Teppich.
  • Grenze für Steuerbonus: Bis zu 1.200 Euro jährlich können Sie zurückerhalten. Abziehen von der Steuer lassen sich rund 20% des an den Handwerker gezahlten Lohnes. Der Steuerbonus lässt sich auch nur für das Jahr der Leistung einfordern. Sie können ihn nicht im Folgejahr beanspruchen.

Von dem Steuerbonus profitieren können Sie nur, wenn Sie die offizielle Rechnung Ihrer Steuererklärung für das Jahr der Arbeitsleistung beilegen.

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