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Tiny Houses – das kleine große Glück

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Alternativ wohnen in einem Tiny-House

Letzte Aktualisierung am 14. Februar 2020 von Johanna Menke

Peter Lustig hat es bereits 1981 vorgemacht und damals war es vielleicht für den einen oder anderen schon ein kleiner Kindheitstraum, wie er, in einem super kleinen Bauwagen zu leben. Hier geht es um Lebensqualität und nicht um die häufig eher unnötig große Quadratmeterzahl eines Hauses. Davon war der Löwenzahn-Moderator auch überzeugt und zeigte uns, wie entspannt und schön das Leben im eigenen Bauwagen sein kann. Damals sowie teilweise auch heute noch war viel Platz noch ein wichtiges Statussymbol. Heute bewegen sich besonders junge Menschen im Bereich des Minimalismus und leben weniger materialistisch.

Sogenannte Tiny Houses kann man mit einem Bauwagen oder auch Wohnwagen vergleichen. In Deutschland werden diese Häuser auch gerne Mikro-, Mini- oder Single-Haus genannt. Ein Tiny House ist aber mehr als nur eine kleine Single-Wohnung. Wo liegen die Vorteile aber auch die Nachteile von Tiny Houses? Wer könnte sich für diese gemütlichen, mobilen Häuser eignen und wer sollte sich vielleicht von der Idee verabschieden?

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Vorteile von Tiny Houses Nachteile von Tiny Houses
Kostengünstige Bau- und Unterhaltskosten Wohnraum sehr klein, allerhöchstens zwei Personen
Ökologische und emissionsarme Option für den Nachhaltigkeitsindikator Gäste-Besuch nur bedingt möglich
Kreativität ausleben für eine nicht zu vollgepackte Inneneinrichtung Einrichtung generell gering und eher in der Höhe möglich – große Schränke eher bedingt umsetzbar
Freiheiten in Designoptionen für die äußere, sowie innere Gestaltung Ständige vorzeitige Planungen der Heiz- und Wasserversorgung nötig – Beachten Sie Kochlösung und Sanitäreinrichtung
Verschiedene Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung, Wärmedämmung und Heizung Längeres Genehmigungsverfahren von Bauantrag bis Aufstellung – Absprachen mit erfahrenen Architekten
Ergänzung des Wohnraumes auch später noch realisierbar, beispielsweise bei Terrassenbauten Nur beschränkte Baumaterialien einsetzbar (z. B. Holz, Stein)
generell beliebige Erweiterungsfähigkeit

Wer könnte in so einem Tiny House leben?

Abenteuerlustig, minimalistisch und umweltbewusste Menschen mit eher niedrigerem Budget eignen sich wunderbar für ein Tiny House. Wer mit den Nachteilen, die ein Tiny House mit sich bringt, leben kann, könnte diese Bauart für sich in Betracht ziehen. Man könnte davon ausgehen, dass die junge Mittelschicht durch Tiny Houses angesprochen wird, weil hier die meisten ganz bewusst einen alternativen, auf Minimalismus und Verzicht basierenden Lebensstil wählen.

Nicht jeder ist für ein Tiny House gemacht. Menschen, die viel Wert auf genug Platz legen, sollten anstelle eines Tiny Houses eher ein Haus oder eine große Mietwohnung in Betracht ziehen. Großfamilien und Menschen, die materiell gut aufgestellt sind, wären wahrscheinlich weniger geeignet für diese Bauart. 

Draußen statt drinnen leben

Wer dem Trend von Tiny Houses in Deutschland also folgen möchte, sollte sich auf jeden Fall lange vorher mit den örtlichen Behörden für alle nötigen Genehmigungen und mit einem passenden Architekten für mögliche Ausführungen in Verbindung setzen. Achten Sie bei der Wahl des Architekten darauf, dass dieser bereits praktische Erfahrung mit Minihäusern vorzeigen kann.

Die kleinen Häuser verbinden umweltbewusstes, ökologisches Wohnen mit der Gelegenheit, die Natur in vollen Zügen zu genießen. Das Leben in Tiny Houses spielt sich nicht drinnen ab, sondern vor allem, beziehungsweise hauptsächlich draußen. Tiny Houses eignen sich daher besonders für wärmere Regionen, es sei denn es werden entsprechende Heizkörper angebracht.

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3 Kommentare

  1. Michail Schlinder 15. Mai 2018

    Sehr schön,… haben mich auch schon immer interessiert. Aber was kostet denn so ein kleines Häuschen?

    Antworten
    1. Redaktion Blauarbeit 15. Mai 2018

      Hallo Michail Schlinder, danke für Ihre Nachfrage. Die Preise für ein Tiny House variieren stark untereinander. In vielen Fällen liegen die Preise bei etwa 20.000 Euro, in Ausnahmefällen kann auch schon für 5.000 Euro ein Tiny House erbaut werden. Es gelten dieselben Baurechte wie beim Einfamilienhaus. Dennoch ist es natürlich auch eine kostengünstigere Angelegenheit, als wenn Sie sich überlegen ein größeres Haus zu bauen. Wenn Sie ein Tiny House in Betracht ziehen, sollten Sie sich mit einem geeigneten Architekten in Verbindung setzen, um genauere Informationen zum Thema zu erhalten. Wir wünschen viel Erfolg!

      Antworten
  2. Michail Schlinder 8. Juni 2018

    Vielen Dank für die guten Infos! Dachte man kann mit den kleinen Hütten Geld sparen. Ist aber dennoch recht teuer anscheinend.
    Mal schauen.

    Antworten

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