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Lebensmittelmotten bekämpfen – In nur 4 Schritten

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Lebensmittelmotten loswerden - so geht's!

Es krabbelt, es fliegt und das gesamte Küchenregal ist voll davon – Lebensmittelmotten fühlen sich vor allem im Mehl, in Getreide oder in Hülsenfrüchten besonders wohl. Wie kann man die lästigen Tierchen in den eigenen vier Wänden vernichten? Welche Maßnahmen sind nötig, um die Lebensmittelmotten auch dauerhaft loszuwerden? 

1. Schritt: Erkennen Sie Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten sind quasi die Oberkategorie von unterschiedlichen Mottenarten wie die Mehl-, die Dörrobst- oder die Kornmotte. Bevor Sie die Motten, die in Ihrer Küche herumschwirren vernichten, ist es von Vorteil sich zunächst mit den Mottenarten zur entsprechenden Bekämpfung auseinander zu setzen. 

Erkennungszeichen der Mehlmotten

  • Vorderflügel blaugrau bis rötlichgrau mit hellen und dunklen, gezackten Linien
  • Hinterflügel hellgrau
  • Korpus-Länge circa acht bis zehn Millimeter
  • Flügelspannweite circa 20 Millimeter
  • Raupen sind weiß mit leichten Einfärbungen ins rötliche oder grünliche; brauner Kopf; werden bis zu 20 Millimeter lang

Erkennungszeichen der Dörrobstmotte

  • Vorderflügel rostbraun bis kupferrot mit hellen Querbinden
  • Hinterflügel hellgrau bis grau
  • Korpus-Länge zwischen sechs und zehn Millimeter
  • Flügelspannweite zwischen 15 und 20 Millimeter 
  • Raupen weißlich mit grünlicher oder rötlicher Einfärbung, glänzend mit braunem Kopf

Erkennungszeichen der Kornmotte

  • Vorderflügel schwarzbraun mit gelblichen Flecken; dunkel abgesetzter Fransensaum am Rand
  • Hinterflügel grau 
  • Korpus-Länge circa sechs Millimeter 
  • Flügelspannweite circa 20 Millimeter 
  • Raupen gelblichweiß; werden zwischen neun bis zwölf Millimeter lang; leicht glänzender, hellbrauner Kopf

Lebensmittelmotten finden Sie hauptsächlich in der Küche oder in Abstellräumen, wo sich ihre Nahrung befindet. Wenn Sie glauben, dass sich auch in Ihrer Wohnung diese Lebewesen tummeln, sollten Sie in dem Fall Ihre gesamte Kücheneinrichtung auseinandernehmen und Küchenschränke und Regale genau prüfen. Diese Vorräte sollten Sie ganz besonders auf verklebte Körner, fadenartige Gespinste sowie kleine Motteneier untersuchen: 

  • Mehl und Getreide
  • Hülsenfrüchte
  • Müsli, Cornflakes, Haferflocken
  • Kekse, Schokolade, Chips
  • jede Art von Nüssen
  • Speisestärke
  • Gewürze
  • Reis, Nudeln, Kartoffeln
  • Soßenbinder
  • Tierfutter
  • sogar Trockendekoration, wie Blumen oder Kränze

Das ist nur eine kleinere Auswahl von Vorräten, wo sich die Lebensmittelmotten verkriechen. Beachten Sie, dass die Eier kleiner als einen halben Millimeter und deshalb schwer erkennbar sind. Auch die Larve frisst sich teilweise durch noch komplett verschlossene Verpackungsmaterialien, achten Sie also auch auf noch nicht geöffnete Lebensmittel. 

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2. Schritt: 1. Maßnahme gegen Lebensmittelmotten

Nachdem Sie die Lebewesen in Ihren Räumlichkeiten erkannt haben, geht es nun im nächsten Schritt darum, so viele Motten wie möglich aus der Wohnung zu vernichten und eine entsprechende Grundreinigung an den wichtigen Stellen durchzuführen. 

  1. Staubsaugen: große Schwärme können Sie ganz einfach wegsaugen; vergessen Sie nicht, den Staubsaugerbeutel direkt im Anschluss zu entsorgen
  2. Untersuchung einzelner Lebensmittel: jede einzelne Verpackung, Dosen, Behälter müssen Sie genauestens auf Eier, Gespinste, Verunreinigungen und Motten untersuchen
  3. Lebensmittel, die befallen sind, dicht verschließen und sofort in den Müll nach draußen (!) werfen
  4. Luftdicht verpacken: Lebensmittel, die nicht befallen sind, am besten in Tupperdosen oder verschließbare Gläser deponieren
  5. Schränke und Regale gründlich säubern mit Essigreiniger 
  6. Ritzen und Bohrlöcher der Schränke mit einem Fön heiß trocknen, auch hinter dem Schrank sauber machen

3. Schritt: Die endgültige Vernichtung

Schauen Sie nochmal gründlich nach, ob Sie auch wirklich alle Motteneier und Larven losgeworden sind oder vielleicht noch was übersehen haben. Hier können Sie nun im dritten Schritt Chemikalien zur Bekämpfung von Lebensmittelmotten in Anspruch nehmen, aber bedenken Sie, dass diese auch beinahe immer ein Nervengift enthalten. Verzichten Sie auf diese Gifte, um Ihre eigene Gesundheit nicht zu gefährden. 

Man nehme Schlupfwespen

Schlupfwespen? Noch mehr Kleinlebewesen in den eigenen vier Wänden? Nein, danke! 

Lassen Sie sich nicht abschrecken. Schlupfwespen sind zunächst nicht einmal 0,4 Millimeter groß und für das Auge fast unsichtbar. Außerdem fliegen sie nicht in Ihrer Wohnung umher, sondern bleiben an dem Ort, wo Sie diese aussetzen. Wenn die Schlupfwespen am Ende alle Motten vernichtet haben, verfallen sie zu Staub und können einfach weggesaugt oder aufgewischt werden. 

Wirkung von Schlupfwespen

Wenn Sie sich für diese Variante entscheiden, erhalten Sie zunächst auf Kärtchen gelieferte Schlupfwespeneier. Je nach Hersteller erhalten Sie entweder ein paar Hunderte oder mindestens 1000 bis 3000 Eier. Empfehlenswert ist es, mindestens 1000 Eier pro Kärtchen zu kaufen, weil die Wirkung eventuell sonst nicht ausreichen könnte. Diese Kärtchen legen Sie dann schließlich an die betroffenen Stellen, wie Küchenschränke und Regale, wo es die Motten hin verschlagen hat. Pro Schrank brauchen Sie mindestens ein Kärtchen. Nach etwa 1-3 Tagen schlüpfen die Schlupfwespen aus ihren Eiern und vernaschen die restlichen Lebensmittelmotten in Ihrer Wohnung. 

Die Schlupfwespe legt nun ihre eigenen Eier in die Motteneier mit Hilfe ihres Legestachels. So können schließlich auch keine Lebensmittelmotten aus den Motteneiern mehr schlüpfen. Stattdessen wachsen neue Schlupfwespen heran, die wiederum auf Motten-Suche sind, um diese zu vernichten bis schließlich alle verschwunden sind. Nach einiger Zeit sind die betroffenen Stellen dann von Lebensmittelmotten befreit, weil Schlupfwespen einen Aktionsradius von ungefähr 50 Zentimetern haben. 

Eier und Larven von Lebensmittelmotten können es trotzdem schaffen, zu überleben und sich wieder verbreiten und schon geht das Problem von vorne los. Deshalb muss dieser Vorgang mindestens in einem Abstand von je drei Wochen dreimal wiederholt werden. 

4. Schritt: Vorbeugung

Nun haben Sie eigentlich (fast) das Problem für die Bekämpfung von Lebensmittelmotten gelöst. Allerdings sollten Sie den vierten und letzten Schritt nicht ganz außer Acht lassen. Ziehen Sie es in Erwägung, Ihre Lebensmittel in Vorratsdosen aus Plastik, wie Tupperdosen oder Vorratsgläser zu verschließen. So können mit ziemlicher Sicherheit Lebensmittelmotten in Ihrem Essen vermieden werden, wenn Sie vielleicht aus dem Supermarkt wieder welche anschleppen würden. Denken Sie auch daran, Tierfutter umzufüllen sowie Trockenblumen und Kränze luftdicht zu verschließen. 

Grundsätzlich ist die Bekämpfung von Lebensmittelmotten nicht schwer. Alles was Sie brauchen ist ein wenig Geduld, da sich die Prozedur auf ungefähr neun bis zwölf Wochen belaufen kann, bis schließlich alle Motten vernichtet sind.

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Bilderquellen: JuergenL/stock.adobe.com

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