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Wohnung & Räume kühlen im Sommer

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Wie man Räume kühlen und kühl halten kann.

Anders als im Winter ist es im Sommer deutlich schwerer die Temperatur im eigenen Zuhause zu regulieren, denn während man im Winter die optimale Raumtemperatur über die Heizung regeln kann, haben die meisten Häuser in Deutschland keine Klimaanlage. 

Da die Sommer aber immer heißer werden und sich die mitunter extremen Temperaturen negativ auf unsere allgemeine Verfassung und unsere Effektivität auswirken, wird es in Zukunft auch immer wichtiger, Räume zu kühlen. Was können Sie also tun, um auch im Sommer für das optimale Raumklima zu sorgen?

Wohnung kühl halten

Der beste Weg, um Räume zu kühlen, ist zunächst einmal dafür zu sorgen, dass die Hitze möglichst draußen bleibt. Dazu ist eine gute Wärmeisolierung unerlässlich. Denn anders als man vielleicht zunächst glaubt, dient diese nicht nur dazu, die Wärme im Winter drinnen zu halten: die Dämmstoffe machen es der Hitze im Sommer auch schwerer nach innen zu gelangen. Wer ein Haus bauen möchte, sollte also von Anfang an ein gutes Dämmkonzept einplanen. Wer den Bestand renovieren oder eine Altbausanierung durchführen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen und die Dämmung gleich mit verbessern. 

Info: Mitunter ist eine nachträgliche Dämmung ohnehin nötig. Nach der Energieeinsparverordnung besteht bei Altbauten, die schlecht gedämmt sind, eine Dämmpflicht, wenn zum Beispiel mehr als zehn Prozent der Fassade saniert werden. 

Außerdem sollten Sie für einen Sonnenschutz an Ihren Fenstern sorgen, damit die Räume sich durch die Sonneneinstrahlung nicht aufheizen. Außen können dabei Markisen oder Sonnensegel helfen, während im Innenbereich Roll-, Klappläden, Jalousien oder Rollos zum Einsatz kommen. Die Fenster sollten dann bestmöglich den ganzen Tag über verdunkelt bleiben, um keine direkte Sonneneinstrahlung zuzulassen. So lässt sich die Wohnung bereits ein bisschen kühler halten. 

Räume kühlen für die optimale Raumtemperatur

Während einer extremen Hitzeperiode ist es aber trotz guter Dämmung und Sonnenschutz vor den Fenstern nicht immer möglich, die Wärme draußen zu halten. Hier müssen andere Methoden helfen, um die Wohnung kühl zu halten:

Klimaanlage einbauen

Der Einbau einer Klimaanlage ist zwar mit Kosten verbunden, aber gleichzeitig auch die effektivste Methode, um Räume zu kühlen. Hier lässt sich die Temperatur ganz nach den eigenen Vorstellungen regulieren, denn Klimaanlagen entziehen der Luft im Inneren Wärme und leiten diese wieder nach außen ab. Das heißt also, ganz egal, wie sehr sich die Wohnung bereits aufgeheizt hat, mit einer Klimaanlage lässt sie sich schnell und effizient wieder auf eine angenehme Raumtemperatur runterkühlen. 

Während eine Klimaanlage in wärmeren Ländern in den meisten Gebäuden oftmals bereits verbaut ist, gehört die Klimaanlage in deutschen Häusern und Wohnungen noch nicht zur Standardausstattung. Allerdings steigt auch hierzulande besonders in den warmen Sommermonaten die Nachfrage nach Klimaanlagen und Klimageräten. In Hinblick auf die jährlich steigenden Temperaturen ist eine Klimaanlage auch eine Investition für die Zukunft. 

Tipp: Sollten Sie über den Einbau einer Klimaanlage nachdenken, macht es Sinn sich frühzeitig darum zu kümmern, bevor im Hochsommer nicht nur alle Geräte vergriffen sondern auch alle Handwerker ausgebucht sind. Unsere Empfehlung ist daher den April oder den Mai dafür zu nutzen, eine Klimaanlage einbauen zu lassen. 

Ventilatoren

Um das Raumklima im eigenen Zuhause zu kühlen, können auch Ventilatoren helfen. Sie verschaffen den Räumen zwar keine direkte Kühlung, sorgen aber dafür, dass die Luft zirkuliert. Der bessere Luftaustausch und der durch den Ventilator verursachte Luftstoß erzeugen das Gefühl eines kühleren Raumklimas. So werden die Temperaturen im Inneren zwar nicht gesenkt, es hilft unserem Körper aber besser mit der Lufttemperatur klarzukommen und sorgt für ein besseres Temperaturempfinden. 

Tipp: Auch bei Ventilatoren sollten Sie sich frühzeitig, bestenfalls vor der ersten großen Hitzewelle, um die Anschaffung kümmern. Spätestens, wenn die Temperaturen die 30-Grad-Marke überschreiten, sind diese häufig ausverkauft. 

Richtiges Lüften

Gerade im Sommer ist beim Lüften das richtige Verhalten gefragt. Tagsüber sollten Fenster und Türen besser geschlossen bleiben, damit die Außentemperatur nicht sofort nach innen dringt und die Räume aufheizt. Lüften macht dann vor allem am Abend oder frühen Morgen Sinn, wenn die Luft am kühlsten ist. 

Beachten Sie dabei, dass es umso wichtiger ist für einen effektiven Luftaustausch zu sorgen, wenn Sie bei Hitze seltener Lüften können. Am besten also alle Fenster komplett öffnen und für eine gute Luftzirkulation sorgen. Das lässt nicht nur die kühle Morgen- oder Abendluft herein, sondern hilft auch das Raumklima in Hinblick auf Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Schließlich hat auch diese starken Einfluss auf die körpereigene Temperaturregulation. 

Geräte ausschalten

Viele Geräte in unserem Zuhause wie zum Beispiel Computer, der Backofen oder auch Spielekonsolen erzeugen selbst viel Wärme. Auch Akkus geben oft viel Wärme an die Luft ab. Schalten Sie also möglichst alle elektronischen Geräte ab oder stecken diese aus, sobald sie nicht mehr benötigt werden, um Räume kühl zu halten. Vor allem tagsüber, wenn Sie ohnehin nicht zuhause sind und die Geräte nicht brauchen, sollten diese immer ausgeschaltet und nicht im Standby-Modus sein. Das vermeidet nicht nur die Wärmeabgabe dieser Geräte, sondern spart auch Energie ein. 

Fazit: Effektive Kühlung nur mit Hilfsmitteln

Insgesamt lässt sich festhalten, dass es gerade in extremen Wärmeperioden kaum möglich ist, Räume ohne eigenes Zutun oder technische Hilfsmittel kühl zu halten. Während man die Wärmebildung im Inneren durch richtiges Lüften, das Ausschalten wärmeerzeugender Geräte und das Aufstellen eines Ventilators minimieren kann, ist eine Klimaanlage die effektivste Methode, um im Sommer für ein angenehm kühles Raumklima zu sorgen. Denken Sie außerdem frühzeitig daran, Maßnahmen einzuplanen, bevor die Hitzeperiode sie unverhofft  trifft. 

Bildquelle: LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

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