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Weihnachtsbeleuchtung: Ideen, Tipps & Rechtslage

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Ein Balkon mit Weihnachtsbeleuchtung.

In der dunklen Jahreszeit gehört festliche Beleuchtung genauso zu Weihnachten wie Tannenbäume, Zimtsterne und Spekulatius. Von Lichterketten über LED-Figuren bis hin zu Lichtvorhängen stehen gerade bei der Weihnachtsbeleuchtung zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung um Licht ins Dunkel zu bringen. Doch worauf sollte man bei der Weihnachtsbeleuchtung achten? Und wie lässt sich bei der stetigen Beleuchtung vielleicht sogar noch etwas Strom sparen?

Wie kann man mit Beleuchtung für festliche Stimmung sorgen?

Weihnachten ist ein klassisches Lichterfest: Egal, ob am Weihnachtsbaum, im Fenster oder auf dem Balkon – Überall erhellen in der Vorweihnachtszeit kleine Lichter den doch sehr dunklen Monat Dezember. Mit der richtigen Beleuchtung lässt sich auch im eigenen Zuhause eine besondere, weihnachtliche Atmosphäre erschaffen.

Wer das eigene Heim mit Lichterketten und Co. schmücken will, steht jedoch vor einer riesigen Auswahl an Beleuchtung für den Innen- und Außenbereich. Hier sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt: Was Farben, Formen oder Art der Beleuchtung angeht, ist inzwischen fast alles möglich. Entscheidend ist natürlich der eigene Geschmack. Während manche es lieber stimmungsvoll und dezent mögen, kann es bei anderen gar nicht genug leuchten.  

Zu den geläufigsten Lichtelementen in der Weihnachtszeit gehören: 

  • Lichterketten: Mit dem Klassiker lässt sich gut für festliche Stimmung sorgen. Lichterketten sind in sämtlichen Längen und Farben verfügbar. Sie können in den verschiedensten Bereichen wie zum Beispiel am Weihnachtsbaum, zur Außenbeleuchtung oder in Fenstern, eingesetzt werden. Gerade LED-Lichterketten werden immer beliebter
  • Als Alternative zur klassischen Lichterkette stehen auch Lichternetze oder -vorhänge sowie Lichtsterne zur Verfügung
  • Leuchtfiguren: Leuchtende Dekofiguren gibt es beinahe in allen Motiven, die man mit Weihnachten in Verbindung bringt: Beispielsweise als Rentier oder Weihnachtsmann.
  • Kerzen: Egal, ob mit klassischen Spitzkerzen, Teelichtern oder LED-Kerzen, das flackernde Licht von Kerzen sorgt für eine gemütliche, wohlig warme Atmosphäre. Allerdings sollte bei echten Kerzen besonders auf Brandschutz geachtet werden
  • Schwibbogen: Die kleinen Lichterbögen bilden häufig weihnachtliche Szenen oder Landschaften ab und machen sich besonders gut in Fenstern 

Bestenfalls passen die verschiedenen Lichtelemente gut zusammen und sorgen für ein stimmungsvolles Gesamtbild. Hier sollte beispielsweise auf die farbliche Abstimmung und die Art des Lichtes geachtet werden, um zu vermeiden, dass die Deko-Beleuchtung zu überladen wirkt. 

Zwischen Innen- und Außenbeleuchtung unterscheiden

Ein entscheidender Aspekt beim Erwerb von Weihnachtsbeleuchtung ist die Unterscheidung von Leuchtelementen, die auch für den Außenbereich geeignet sind und solchen, die lediglich im Inneren genutzt werden sollten.

Aufgrund von Kälte und Witterung muss die Außenbeleuchtung besondere Widerstandsfähigkeit aufweisen. Dementsprechend müssen die Produkte außen wetterfest und wasserdicht sein. Hier ist unter anderem auf die folgenden Hinweise zu achten, um zu gewährleisten, dass die Produkte auch im Garten oder am Haus angebracht werden können: 

  • Kürzel IP-44: Elektrische Geräte nach dieser Schutzart sind gegen Spritzwasser und dem Eindringen anderer Objekt geschützt. Ein normaler Regenschauer kann diesen Objekten in der Regel nichts anhaben. Um komplett wasserdicht zu sein ist allerdings mindestens die Schutzart IP-65 erforderlich
  • GS-Siegel: Das Siegel steht für „Geprüfte Sicherheit“ und versichert dem Verbraucher, dass das jeweilige Produkt die Anforderungen nach § 21 des Produktsicherheitsgesetzes erfüllt
  • Tropfen in einem Viereck: Geschützt vor schräg fallendem Tropfwasser
  • Tropfen in einem Dreieck: Geschützt vor Spritz- und Sprühwasser

Achten Sie beim Anbringen von Außenbeleuchtung außerdem darauf, diese ausreichend zu schützen. Außensteckdosen sollten vor Feuchtigkeit geschützt werden, Kabel können durch sogenannte Kabel-Box einen zusätzlichen Schutz vor Wasser erhalten. Weihnachtsdekoration im Garten, auf dem Balkon oder am Haus sollte gut befestigt werden, um auch Wind und Sturm standhalten zu können. 

Doch auch für den Innenbereich sollte bei Lichterketten und Co. auf Sicherheit gesetzt werden. Hier kann ebenfalls Brandgefahr bestehen, wenn Kabel oder Lämpchen von schlechter Qualität sind. Das GS-Siegel gewährleistet in der Regel die Sicherheit des Produktes. Beim Kauf sollte man also auch bei Produkten für den Innenbereich auf die entsprechende Kennzeichnung achten. 

Ab wann darf man Außenbeleuchtung zu Weihnachten anbringen?

Weihnachten kommt häufig früher als man denkt – So stehen in Supermärkten Schoko-Nikoläuse mitunter schon ab August zum Verkauf bereit. Im Sommer denkt vermutlich noch niemand daran, sein Zuhause weihnachtlich zu schmücken, doch ab wann darf man Außenbeleuchtung und Weihnachtsdekoration überhaupt anbringen? 

Hier gibt es natürlich keine allgemeingültigen Vorgaben, allerdings sollte auf Verhältnismäßigkeit und Rücksichtnahme den anderen Nachbarn gegenüber geachtet werden – Zu Herbstbeginn muss Weihnachtsdeko in der Regel noch nicht sein und gerade, was die Weihnachtsbeleuchtung angeht, ist Vorsicht geboten.

Ein beliebter Anhaltspunkt, um mit dem schmücken zu beginnen, ist häufig der erste Advent, da dieser den Beginn der Weihnachtszeit einläutet. Alternativ kann man sich auch am Kirchenjahr orientieren und den Weihnachtsschmuck zum Ende von diesem herausholen – Am Totensonntag, dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent. 

Auch für das Entfernen der Weihnachtsbeleuchtung und -dekoration gibt es keine fixen Termine. Ähnlich wie bei Weihnachtsbäumen bedeutet der Feiertag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar in vielen Haushalten auch das Ende für die Deko. Laut Kirchenkalender endet die Weihnachtszeit am 2. Februar mit dem Tag Mariä Lichtmess. Spätestens dann sollte der Weihnachtsschmuck entfernt werden.  

Was gilt rechtlich bei der Weihnachtsbeleuchtung?

Neben der passenden Zeit für das Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung, sollten noch einige andere Punkte beachtet werden, um zum einen niemanden zu stören und zum anderen für die nötige Sicherheit zu sorgen. Strenge gesetzliche Regelungen gibt es zu dem Thema nicht. Allerdings wird dabei vorausgesetzt, auch auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen, sodass diese beispielsweise nicht die ganze Nacht über von blinkenden Lichtern wachgehalten werden. Dementsprechend sind folgende Punkte bei der Weihnachtsbeleuchtung zu beachten: 

Weihnachtsbeleuchtung und Deko im Mietshaus

Wie man sein eigenes Zuhause schmückt, ist jedem natürlich vollkommen selbst überlassen. Auch Mieter dürfen ihre Wohnung und ihren privaten Raum nach Herzenslust mit Lichterketten oder anderer Beleuchtung erhellen. Dabei müssen sie keine Vorgaben des Vermieters erfüllen. Gemeinschaftlich genutzte Räume in Mehrfamilienhäusern, wie beispielsweise der Hausflur, dürfen nicht einfach dekoriert oder mit Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet werden, ohne das vorher mit dem Vermieter und den anderen Hausbewohnern abzusprechen. Gleiches gilt unter anderem auch für die Fassade oder das Hausdach. 

Sicherheitsmaßnahmen einhalten

Zwar können Vermieter ihre Mieter in deren privaten Räumen nicht einschränken, was Beleuchtung und Deko angeht, sie dürfen ihre Mieter allerdings dazu verpflichten, besonders auf den Brandschutz im Haus zu achten. Das bedeutet nur Produkte zu verwenden, die auf Sicherheit geprüft wurden und über ein entsprechendes Siegel verfügen.

Grundsätzlich sollte beim Anbringen von Dekoobjekten oder Lichtelementen im Äußeren darauf geachtet werden, dass diese besonders gut gesichert sind. Wenn dem nicht so ist, können Objekte bei Wind oder Sturm herabstürzen und im schlimmsten Fall andere Menschen verletzen. 

Licht und Nachtruhe

Egal ob Eigentümer oder Mieter: Generell dürfen Fenster oder Balkone nach eigenem Ermessen geschmückt werden. Wie bereits erwähnt, sollte dabei natürlich auf Verhältnismäßigkeit geachtet werden. Mitunter kann das helle Licht der Lichterketten von anderen aber als störend empfunden werden. Verstärkt wird dieser Faktor noch durch Blinken. 

Gerade was die Nachtruhe angeht, ist an dieser Stelle besondere Vorsicht geboten, denn auch hier gelten die üblichen Ruhezeiten, um zu vermeiden, dass Nachbarn sich in ihrem Recht auf eigenen Frieden beeinträchtigt fühlen. Um Beschwerden zu vermeiden, sollte gerade Außenbeleuchtung daher zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens abgeschaltet werden. 

Mitunter gibt es in Gemeinde- oder Städtesatzungen Vorgaben bezüglich der Helligkeit und der Lautstärke von Deko-Elementen im Außenbereich. 

Wie kann man bei der Beleuchtung Strom sparen?

Das zusätzliche Licht verbraucht natürlich auch zusätzlichen Strom. Wer sein Haus also die ganze Weihnachtszeit über beleuchtet, muss zum Teil von einer deutlich höheren Stromrechnung ausgehen. Damit diese im Rahmen bleibt, ist es sinnvoll beim Erwerb von neuen Produkten besonders auf Stromverbrauch und Energieeffizienz zu achten. Neben den Sicherheitssiegeln sollte man daher stets einen Blick auf die Energieeffizienzklassen der jeweiligen Produkte werfen. 

Grundsätzlich ist es auch empfehlenswert Produkte zu verwenden, die mit LEDs betrieben werden. Die LED-Technik benötigt generell weniger Strom als das bei herkömmlichen Glühlampen der Fall ist – bei gleicher Helligkeit verbrauchen sie im Vergleich lediglich ein Drittel des Stroms. Zusätzlich haben LED-Lichterketten den Vorteil deutlich langlebiger zu sein. 

LED-Lichterketten eignen sich gut für die Weihnachtsbeleuchtung.
Mit LED-Lichterketten lässt sich Strom sparen

Alternativ können auch Energiesparlampen verwendet werden, um den Energiebedarf etwas niedriger zu halten, denn auch diese benötigen nur rund 20 Prozent des Stroms, den eine klassische Glühbirne im normalen Betrieb verbraucht  und hält deutlich länger. 

Zwar muss bei Energiesparlampen und LED-Weihnachtsbeleuchtung mit etwas höheren Preisen gerechnet werden. Auf lange Sicht gleichen sich diese aber durch die niedrigeren Betriebskosten und die Langlebigkeit aus. 

Gerade im Außenbereich kann es zusätzlich sinnvoll sein LED-Lichterketten, LED-Lampen oder LED-Dekofiguren zu verwenden, die über ein Solarmodul verfügen. Eine solarbetriebene LED-Beleuchtung sammelt tagsüber Sonnenenergie und versorgt die Leuchtmittel am Abend mit Energie. 

Weihnachtsbeleuchtung sinnvoll betreiben

Generell sollte Weihnachtsbeleuchtung nicht dauerhaft eingeschaltet bleiben – tagsüber bedeutet das beispielsweise lediglich Stromverschwendung. 

Entweder sie schalten das Licht daher manuell ein und aus oder aber sie verwenden eine Zeitschaltuhr, um den Betrieb zu regulieren. Gemäß den Einstellungen kann so beispielsweise dafür gesorgt werden, dass sich die Lichterketten am Haus erst bei Einbruch der Dämmerung einschalten. Bei Zeitschaltuhren stehen sowohl analoge als auch digitale Modelle zur Verfügung. Dank letzteren ist es auch möglich, die Weihnachtsbeleuchtung in ein Smart Home-Konzept einzubinden. Der jeweilige Timer lässt sich dann ganz bequem per App steuern. 

Bilder:
casagrandelor / stock.adobe.com
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