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Gemeinsam geplant und gebaut – Wohnen in einer Doppelhaushälfte

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Die Doppelhaushälfte bietet als Haustyp eine gute Alternative zum freistehenden Einfamilienhaus

Individuell gemeinsam gestalten: Doppelhäuser lassen viele, kreative Spielräume für Ihre persönlichen Vorstellungen. Wenn Sie eine Doppelhaushälfte in Erwägung ziehen, können Sie mit Freunden, Eltern oder Kindern Wand an Wand wohnen. Neben den geteilten Kosten und einer besseren Energiebilanz, sind auch weitere Vorteile nennenswert. Neben den Vorteilen, gibt es natürlich auch den einen oder anderen Nachteil wenn es bei der Bauplanung um ein Doppelhaus geht.

In den letzten Jahren gewinnen Doppelhaushälften immer mehr an großer Beliebtheit. Details wie Erker, Gauben, Dächer, Wintergärten und die Verwendung von Glas können eine Doppelhaushälfte individuell neu charakterisieren. Auch die Gestaltung der Fassade mit Putz, Holz oder Klinker zum Beispiel können Ihrem Doppelhaus noch mehr Originalität bieten. Sie können also Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, da heute nicht mehr zwingend Haushälften identisch aussehen müssen. Außerdem können Versätze in den Gebäudetrennwänden und teilweise verschiedene Architekturmerkmale ein interessantes, individuelles Gesamtobjekt schaffen. Dementsprechend können ganz unterschiedliche Ansprüche in zwei Haushälften je nach Haustyp miteinander verbunden werden.

Beispiele für das Wohnen in einer Doppelhaushälfte:

  • Zwei Familien oder eine Familie mit den Großeltern können jeweils in einer Doppelhaushälfte wohnen. Gemeinsam Zeit verbringen mit Kinder, sich aber auch im eigenen Bereich verkriechen ist immer möglich. Auch Reihenhäuser bieten sich für mehrere Personengruppen an.
  • Auch kann Wohnen und Arbeiten miteinander verbunden werden. Privates und geschäftliches wird immer noch getrennt und der Arbeitsweg ist entsprechend kürzer.
  • Eine Doppelhaushälfte für altersgerechtes Wohnen mit Betreuungspersonal bietet sich außerdem an.
  • Ziehen Sie es vielleicht auch in Erwägung mit guten Freunden zusammenzuziehen. Oder mit früheren WG-Mitbewohnern, die inzwischen tolle Freunde geworden sind.

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Vorteile eines Doppelhauses

Ein zentrales Hauptargument, das für die Bau eine Doppelhauses spricht, ist der Kostenfaktor. Der Platzbedarf ist nämlich eindeutig geringer im Vergleich zum herkömmlichen Einfamilienhaus. Denn die Wand, die mit der anderen Doppelhaushälfte verbunden ist, ist keine Außenwand und benötigt dementsprechend keinen Mindestabstand zur jeweiligen Grundstücksgrenze. Also kann die Quadratmeteranzahl auch geringer ausfallen und Sie bezahlen weniger als beim Einfamilienhaus beispielsweise.

Bei der Kostenkalkulation für den Hausbaus fällt zusätzlich die Grunderwerbssteuer an, wobei natürlich beim kleineren Grundstück diese Kosten niedriger sind.

Gut zu wissen: Je nach Bundesland beträgt der Steuersatz zwischen 3,5 Prozent und 6,6 Prozent des Kaufpreises.

Durch die geteilte Wand sparen Sie Heizkosten, da bei einem Doppelhaus keine Wärme nach außen verloren gehen kann. Außerdem muss bei dieser Bauart im Vergleich zum freistehenden Gebäude eine Wand weniger gedämmt werden, was wiederum die Baukosten senkt.

Nachteile eines Doppelhauses

Nicht immer kann man sich seine Doppelhaus-Nachbarn aussuchen, was natürlich auch Probleme bereiten kann, wenn man sich nicht versteht. Wohnen in einer Doppelhaushälfte kann nämlich auch bedeuten, sich auf eine verhältnismäßig enge Nachbarschaft mit den Bewohnern der anderen Haushälfte einzulassen. Kommt es mit Ihren Nachbarn zu heftigeren Auseinandersetzungen, kann das Wohnen Wand an Wand sehr schwer oder gar unmöglich werden. Sie müssen sich bei relevanten Themen einig werden, wie beispielsweise Instandsetzungsarbeiten. Sofern Sie sich nicht mit Ihren Nachbarn verstehen, können Absprachen über kleinere sowie größere Veränderungen endlose, unangenehme Diskussionen werden.

Wer ist die Zielgruppe?

Die Idee in eine Doppelhaushälfte zu ziehen oder zu bauen, ist eine Alternative zum Einfamilienhaus. Geeignet sind alle Bewohner, die sich über das freundliche und nachbarschaftliche Zusammenleben einig sind. Menschen, die nicht vor direkter Nachbarschaft zurückschrecken, sind dementsprechend eine Zielgruppe. Achten Sie darauf, dass beim Bau beziehungsweise beim Einzug eines Doppelhauses eine gute Schalldämmung berücksichtigt wird. Das gemeinsame Grundstück sollte außerdem so aufgeteilt sein, dass beide Doppelhaushälften bezüglich Sonnenlicht und Zufahrt keinerlei Nachteile haben.

Der geeignete Doppelhaus-Bewohner

  • denkt an die geringen Baukosten
  • wünscht sich einen großen Garten
  • konnte mit bisherigen Nachbarn gut leben
  • schätzt grundsätzlich ein (engeres) Zusammenleben mit mehreren Menschen
  • ist kompromissfähig.

Wer sich für den Bau eines Doppelhauses entscheidet, sollte entsprechende Vorüberlegungen und Planungen im Hinterkopf behalten. Erkundigen Sie sich vorab rechtzeitig bei der Baubehörde, ob ein Doppelhaus auf dem gewünschten Grundstück überhaupt erlaubt ist. Wichtig ist, dass beide Haushälften in einem Zug gebaut werden. Verständigen Sie sich bei Ihrem Baupartner auf einen gemeinsamen Baubeginn, das spart zusätzliche Kosten. Denken Sie auch an gemeinsame Hausanschlüsse, wie beispielsweise die Elektroinstallation, die vertraglich geschlossen werden müssen. Auch wenn Sie sich gut mit Ihren Nachbarn verstehen, sollten Sie auf klar getrennte Flächen achten, damit Ihr Bereich auch Ihr Bereich bleibt.

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