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Holzhaus bauen – die große Vielfalt an Möglichkeiten

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Naturverbunden und kreativ - das Holzhaus

Egal ob ein massives Blockhaus – auch bekannt als Wohnblockhaus – oder das Schwedenhaus – das Holzhaus gewinnt seit ein paar Jahren immer mehr an großer Beliebtheit. Holz ist modern und gilt als traditionsreich. Außerdem sorgt das Holzhaus für ein angenehmes Raumklima und für einen guten Wärmeschutz.

Schon seit Jahrhunderten werden Holzhäuser bereits gebaut, aber die Verarbeitung und Technik sowie die Optik hat sich stetig weiterentwickelt. Das besondere an Holzhäusern ist der Baustoff: dieser ist fast ausnahmslos einsetzbar. Ob das kleine Holzhaus für zwei oder drei Personen oder das moderne große Wohnhaus für die Großfamilie – beinahe jede Art von Holzhaus ist möglich.

Welche Eigenschaften hat ein Holzhaus?

Wenn man es genau nimmt, ist ein Holzhaus schon dann ein Holzhaus, wenn sein Tragwerk aus Holz besteht, auch wenn die Wände aus Stein oder Ziegel errichtet wurden. Auch wenn sich das Holzhaus stetig entwickelt, sind heute insbesondere zwei Grundprinzipien nach wie vor aktuell:

  1. Blockbohlenbauweise
    Für die Konstruktion der Wände und Decken werden hier die Stämme, Bretter oder Balken zusammengefügt
  2. Stabtragwerk
    Hier übernehmen die senkrechten Hölzer die Last von denen, die horizontal in Decke und Dach der Häuser angebracht sind. Fachwerkhäuser sind ein typisches Beispiel für diese Bauart.

Vorteile von Holzhäusern

Bauherren haben die Möglichkeit zwischen einer Vielzahl verschiedener Konstruktions- und Gestaltungstypen für ihr Holzhaus zu wählen. Es muss nicht zwingend die klassische Blockhütte sein. Zumeist befindet sich hier aber eine tragende Konstruktion inklusive Wärmedämmung dahinter.

Wenn Ihnen beim Holzhaus die Verträglichkeit der Bauweise wichtiger ist als die Holzoptik, können Sie in dem Fall moderne Tafel- oder Rahmenkonstruktionen in Betracht ziehen. Hier können nämlich die Wandflächen auch auf Wunsch verputzt werden.

Mit einem Holzhaus haben Sie außerdem die Chance, einen ökologisch vertretbaren Baustoff zu nutzen. Lange Anfahrtswege für den Baustoff sind gar nicht notwendig, da meist der Baustoff aus der Region herkommt. Das senkt natürlich zusätzliche Baukosten.

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Ein weiterer Vorteil der Bauart ist, dass Sie mehr Nutzfläche gewinnen. Das liegt an der Wandstärke einer Holzrahmenwand, die deutlich unter der einer in Massivbauweise liegt, sie sparen etwa zehn Prozent. Zudem bietet ein heutiges Holzhaus einen guten Schall- und Wärmeschutz. Mittlerweile sind auch verschiedene Fertigbausysteme für Holzhäuser erhältlich. Große Bauteile können in kürzester Zeit auf der Baustelle zusammengesteckt und verbunden werden. So entsteht beim Holzhaus auch keine Baufeuchte, die bei Massivhäusern wiederum ein Problem darstellen können. Das Holzhaus wird überwiegend in Trockenbauweise errichtet, was von Anfang an für ein gutes Raumklima sorgt.

Nachteile von Holzhäusern

Ein Problem von Holzhäusern kann die mangelnde Dichtheit der Luft und mitunter der fehlende Starkregen-Schutz mit sich bringen. Hier ist eine gute Vorbereitung das A und O! Denn bei schlecht organisierter Bauplanung oder gar nicht korrekter Materialverarbeitung kann es im Haus deshalb empfindlich ziehen oder im schlimmsten Fall sogar feucht werden. Hier ist die fachliche Kompetenz gefragt, wenn es um die sicher ausgeführte Luftdichtheitsschicht mit der richtigen Wärmedämmung geht.

Außerdem sollten Sie sich im Klaren sein, wie Ihre Fassadengestaltung ausfallen soll. Wenn Sie Ihre Wände unbehandelt lassen, entstehen folglich nach einer gewissen Zeit unschöne, graue Stellen. Wenn Sie dies verhindern möchten, sollten Sie sich einen Pinsel schnappen und das Holz lackieren. Damit Ihre Außenwand auch nachhaltig so beständig und gepflegt bleibt, müssen Sie dies alle zwei bis drei Jahre wiederholen. Das zieht natürlich noch weitere Kosten mit sich.

Varianten unterschiedlicher Holzhäuser

Beim Holzhaus handelt es sich meistens um kleinere Gebäude, die nicht unbedingt mehr als zwei Stockwerke. Bauträger bauen mehrheitlich aber in der Regel massiv und aus Stein. So oder so, es sind generell alle Haustypen für ein Holzhaus möglich:

Welches Bauholz kommt infrage?

Es gibt unendlich viele Holzsorten, welcher hier für den Bau eines Holzhauses geeignet ist und vor allem auch zugelassen ist, hängt davon ab, wo genau das Holz eingesetzt wird. Für das Tragwerk sind laut DIN 1052 diese Holzarten ideal:

  • Nadelhölzer: Tanne, Kiefer, Fichte, Lärche, Douglasie, Western Hemlock, Yellow Cedar, Southern Pine
  • Laubhölzer. Buche, Eiche, Merbau, Teak, Keruing, Bongossi, Greenheart, Angélique
  • Für Innenausbau: Hölzer wie Kastanie, Hölzer von Obstbäumen
  • Für Fußboden und Treppen werden meist hartes Holz verwendet

Achten Sie darauf oder ziehen Sie einen Experten zu Rate, wenn es um die Frage nach der richtigen Holzart geht. Denn auch von diesen aufgezählten Baumarten ist nicht jedes Holz verwendbar. Astlöcher, Schwindrisse und Abstände von Jahresringen beispielsweise dürfen auch nur eine bestimmte Maximalgröße aufweisen. Feuchtigkeit darf den Grenzwert von etwa 20 Prozent nicht überschreiten. Ein strengerer Standard KVH (Konstruktionsvollholz) erlaubt sogar nur 18 Prozent Feuchtigkeit.

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