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Parkett verlegen, Parkettarten, Kosten – wir informieren!

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Parkett verlegen - bereits Heimwerker können hier selbst Hand anlegen.

Parkett verlegen – bereits Heimwerker  können hier selbst Hand anlegen. Kommt es zur Wahl des passenden Bodenbelags für die eigenen vier Wände, zählt der Parkettboden, neben Laminat, immer wieder zu den Favoriten. Es sieht gut aus und ist oft noch langlebiger als ein Teppichboden.

Welche Arten von Parkett gibt es und wie pflegt man es?

Generell unterscheidet man zwischen Massivparkett und Mehrschichtparkett. Massivparkett besteht aus Massivholzstücken und wird normalerweise roh verlegt. Stabparkett oder Nagelparkett lässt sich leicht und unkompliziert in jedem Wohnbereich einrichten. Es setzt sich aus unterschiedlichen Holzstäben zusammen. Die jeweiligen Maße sind genormt und die Verlegung des Stabparketts kommt mit einer Nut und einer Feder zu Stande. Diese verbindet wiederum die Parkettstäbe und hält sie zusammen. Neben dem Stabparkett  sind auch die Massivholzdielen, die qualitativ sehr hochwertig sind, beliebt. Für die Verlegung verwendet man ausschließlich ganze Holzstücke. Massivparkett hat eine sehr lange und nachhaltige Nutzungszeit, hier sollte an der Qualität des Holzes in keinem Fall gespart werden.

Weitere bekannte Massivparkettarten sind Hochkantlamellenparkett, das sehr robust und für hohe Belastbarkeit bekannt ist und Mosaikparkett, das unter anderem perfekt für die Verlegung auf Warmwasser-Fußbodenheizung geeignet ist. Lamparkett eignet sich besonders für Renovierungsfälle und weist eine geringe Stärke auf. Zu den sehr edlen Massivparkettarten gehört auch das sogenannte Tafelparkett. Die einzelne Tafel wird von Hand angefertigt und bekommt sein eigenes individuelles Motiv. Das Fertigparkett bietet zahlreiche Vorteile. Es ist ein Mehrschichtparkett und damit die Alternative zum Massivparkett.

Das Mehrschichtparkett besteht, wie der Name schon sagt, aus mehreren Schichten. Die einzelnen Schichten des sogenannten 3-Schicht-Parketts verkleben Fachmänner miteinander. Das Parkett dehnt sich beim Mehrschichtparkett weniger aus und zieht sich weniger schnell zusammen. Das 2-Schicht-Parkett  bietet mit ihrer Parkettform eine starke Nutzschicht. Die obere Schicht ist aus Massivholz, für die untere verwendet man meist eine Mehrschichtplatte oder Massivholz.

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In sechs Schritten Parkett selbst verlegen

Schritt 1: Vorbereitung

  • Akklimatisierung des Parketts
  • Verpacktes Parkett 48 Stunden waagerecht lagern
  • optimale Raumtemperatur: zwischen 18 und 26 Grad
  • Matten oder Platten als Unterlage empfehlenswert, um Geräusche beim Drübergehen zu dämpfen (Trittschalldämmung)
  • dampfdichte Folie, wie PE-Folie unter Trittschalldämmung 20 Zentimeter überlappend auf Boden auslegen
  • Ränder verkleben und an die Wände etwa fünf Zentimeter hochziehen
  • Ohne Überlappung wird die Trittschalldämmung jeweils an den Kanten aneinander ausgelegt

Schritt 2: Parkettreihe verlegen

  • Nuten der Längsseiten mit Stichsäge entfernen
  • Verlegerichtung des Parketts planen
  • erste Parkettdiele bündig mit Nutseiten legen (in einer Ecke des Raumes beginnen)
  • an Stirn- und Längsseite des Parketts die Abstandskeile zwischen Parkett und Wand schieben
  • Achtung: Dielen sollten ungefähr ein Zentimeter von der Wand entfernt sein!
  • Nächste Diele an freie Stirnseite anlegen und mit Hammer und Schlagholz festklopfen
  • Achtung: Bei bestimmten Parkettarten wird Leim an der Verbindung von Nut und Feder benötigt!

Schritt 3: Zuschneiden von Parkett-Rändern

  • Mittels Fuchsschwanzsäge das letzte Stück Parkett zerschneiden
  • die richtige Länge abmessen: Diele umdrehen und mit der Nut an die vorletzte anlegen
  • Diele bis zur Wand vorschieben
  • Abstandskeil zwischen Diele und Wand setzen
  • Länge anzeichnen mit Winkel und Bleistift
  • Diele sollte mit der Rückseite nach oben zeigen beim Zuschneiden
  • Randstück und Abstandskeile zwischen Diele und Wand einsetzen
  • Parkettdiele mit Zugeisen festziehen

Schritt 4: Parkett nebeneinander verlegen

  • mit dem Reststück der ersten Reihe zweite Reihe beginnen
  • Dielen immer mit Hammer und Schlagholz an Stirn- und Längsseiten klopfen

Schritt 5: Heizungsrohre und Türstock berücksichtigen

  • Heizungsrohre berücksichtigen, in dem diese Stellen mit Stichsäge ausgeschnitten werden
  • Ausschnitt sollte sich an der Stirnseite befinden
  • Parkettverlegung bei Heizung beginnen und Länge der ersten Diele passend zuschneiden
  • Beim Ausschneiden circa einen Zentimeter Abstand zwischen Rohr und Parkettdiele lassen, ein Teil der Schnittstelle wird durch die Rosette verdeckt
  • Ausmessung der Türzarge
  • Zuschnitt etwa einen Zentimeter breiten Dehnungsfuge einzeichnen
  • Dehnungsfuge um Türstock mit Dichtmasse verschließen

Schritt 6: Endstück

  • Endstück abmessen, wie bei vorherigen Reihen
  • Dielen zuschneiden und einsetzen
  • an der Stirn- und Längsseiten mit dem Zugeisen festziehen und Abstandskeile einsetzen
  • abwarten der mit Leim verlegten Dielen, die auf dem Produkt angegebenen Trockenzeiten
  • ohne Leim: direkt Übergangsschienen und Sockelleisten anbringen
  • Fußleisten und Übergangsschienen montieren

Gerade bei den unterschiedlichen Parkettarten sind gewisse Kenntnisse notwendig, um Fehler zu vermeiden. Sämtliche Arbeiten sollten im besten Fall professionell vorbereitet und sorgfältig durchgeführt werden. Nur so entsteht ein optimales Ergebnis. Bei fachgerechter Hilfe wird Ihr Parkett vollflächig verklebt, sodass Ihr Boden auch für lange Zeit im guten Zustand erhalten bleibt und sich nicht so schnell an der einen oder anderen Stelle löst.

Was kostet es Parkett verlegen zu lassen?

Je nach Parkett, Zimmer oder Untergrund variiert der Preis für einen Parkettleger pro Quadratmeter. Insgesamt liegen die Kosten ein Parkett verlegen zu lassen, häufig bei 60 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Die Kosten setzen sich aus dem Material, den Dämmunterlagen und aus den Arbeitskosten zusammen. Ein Parkett schleifen zu lassen, kostet in etwa 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter.

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5 Kommentare

  1. MiaPia 6. September 2018

    Oha, ganz schön teuer wenn man das machen lassen will. Da kann man schon mal ans grübeln kommen und überlegen ob man das lieber selber macht. Aber das ist ja auch viel Arbeit. Wahrscheinlich kostet das Parkett verlegen deswegen so viel. Wie sucht mann denn bei Euch einen guten Parkettleger für den raum Aachen?

    Antworten
  2. Redaktion Blauarbeit 6. September 2018

    Hallo MiaPia,
    Parkett verlegen ist tatsächlich nicht immer so leicht wie man denkt. Es muss aber auch nicht teuer sein wenn man Preise vergleicht. Für den Raum Aachen können Sie einfach hier den Auftrag inklusive Postleitzahl eingeben und bekommen dann Angebote von qualifizierten Bodenlegern aus der Region: https://www.blauarbeit.de/handwerker/bodenleger.html#JobPlace:New
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Antworten
  3. Lara 12. September 2018

    Danke für die guten Informationen zum Parkettboden verlegen. Bekannte wollen Fischgrätenparkett verlegen und fragten mich ob ich helfen kann. Das Kniffligste werden wieder die Aussparungen an den Türrahmen und Heizkörperrohren werden.

    Antworten
    1. Redaktion Blauarbeit 12. September 2018

      Hey Lara! Danke für deine Rückmeldung. Ja tatsächlich gestaltet sich das Parkett verlegen an bestimmten Stellen schwieriger. Wir drücken die Daumen, dass alles reibungslos klappt. Schöne Grüße und gutes Gelingen,
      das Team von Blauarbeit.

      Antworten
  4. Julius 27. November 2018

    Ich habe seit vielen Jahren einen Parkettboden. Wie Sie richtig sagen, sind diese sehr langlebig. Natürlich sollten diese auch gepflegt werden, bspw. bleiben Flüssigkeitsflecken merklich sichtbar und wenn Kratzer reinkommen sollten, sind diese auffällig. Aus diesem Grund und bei geringer langfristiger Pflege, ist wahrscheinlich eine Sanierung des Parkettbodens in Betracht zu ziehen.

    Antworten

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