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Parkett-Verlegerichtung clever geplant

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Was die Verlegerichtung des Parketts ausmacht

Die Parkett Verlegerichtung wird von optischen und technischen Bedingungen beeinflusst. Im Vordergrund steht meistens die Raumwirkung, die auch vom Lichteinfall abhängt. Auch die Profis haben verschiedene Meinungen zu der Frage, ob die Verlegerichtung parallel oder quer zum Tageslicht besser ist.
Durch die Ausrichtung des Fertigparketts wirkt ein Raum schmaler und länger oder breiter und kürzer. Das ist ein wichtiger Aspekt bei der Planung. Bei einem ohnehin schon langen Raum verstärkt sich der Eindruck noch, wenn die Dielen in Längsrichtung verlaufen. Beim Verlegen in Querrichtung wirkt das Zimmer hingegen breiter und damit auch gleichmäßiger. Mit der durchdachten Parkett Verlegerichtung ist es also möglich, die Tiefenwirkung zu verbessern.
Mit einem Simulationsprogramm lässt sich die Raumwirkung schon im Voraus testen. Solche Softwareprogramme findet man im Baubereich und teilweise auch in den DIY-Foren im Internet.

Der Einfluss des Lichteinfalls

Bei der Querausrichtung der Parkettdielen betont der Lichteinfall die Oberflächenstruktur, sodass die natürliche Optik des Holzfußbodens unterstrichen wird. Der Raum wirkt dadurch bodenständig und gemütlich. Wenn das Parkett in Richtung des Lichteinfalls liegt, fällt die Textur nicht mehr so stark auf. Stattdessen wirkt der Parkettboden dezent und rückt in den Hintergrund. Die professionellen Bodenleger helfen gerne bei der Entscheidung für die ideale Parkett Verlegerichtung. Wer sich selber um das Verlegen des Parketts kümmern möchte, sollte wissen, dass eventuelle Fehler bei der Ausrichtung parallel zum Licht weniger auffallen. Auch die Schleifspuren, die mit der Zeit auf der Nutzschicht auftreten, sind bei der Längsausrichtung nicht so gut sichtbar.

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Bauliche Voraussetzungen und technische Einflüsse

Die Überlegungen zur Parkett Verlegerichtung sollten auch die vorliegenden Gegebenheiten berücksichtigen, um Probleme beim Verlegen und später zu vermeiden. Bei den baulichen Umgebungsbedingungen ist die gegenseitige Wirkung von Verlaufsrichtung, Wandpaneelen und eventuell vorhandenen Stützbalken im Raum zu beachten. Wenn sich die Richtungen kreuzen, entsteht ein unruhiger Gesamteindruck, der die gemütliche Stimmung in der Wohnung beeinträchtigen kann. Darum ist es wichtig, die Umgebung zu prüfen und die Richtung von Parkett oder Laminat dementsprechend anzupassen.

Im Rahmen der technischen Gegebenheiten geht es außerdem um die Fixierung der Dielen und um die Größe der Zimmer. Bei sehr großen Räumen mit genageltem Verbandboden wird beispielsweise die Längsrichtung empfohlen. Damit lässt sich das Aufquellen des Holzparketts minimieren. Auch die Dehnungsfugen sollten bei der Planung mit einbezogen werden. Sie bestimmen zwar nicht die Verlegerichtung, wirken sich aber auf die Feinarbeiten beim Parkett verlegen aus. Da sich der Holzboden durch schwankende Temperaturen und wechselnde Luftfeuchtigkeiten leicht bewegt, sind die Dehnungsfugen unverzichtbar, um ein Brechen zu verhindern. Aus diesem Grund darf Parkett nicht über die Türöffnung hinaus verlegt werden, sondern für jedes Zimmer einzeln.

Andere Optionen

Wer sich für keine Parkett Verlegerichtung entscheiden kann, für den gibt es das traditionelle Fischgrätparkett. Auch ein Musterparkett mit Kassetten- oder Würfelmuster löst das Problem. Wenn das klassische Schiffsbodenparkett also in beiden möglichen Richtungen gewisse Mängel zeigt, ist ein anderer Parkettboden gefragt. Natürlich sind auch Fliesen in Holzoptik möglich. Das diagonale Verlegen von Parkett ist eher selten und bietet sich nur für Zimmer mit schrägen Wänden an, denn zumindest eine Wand sollte als Vorgabe für die Verlegerichtung auf dem Boden dienen.

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2 Kommentare

  1. PusatÖ 17. Oktober 2018

    …das ist gleichermaßen interessant wie aufschlussreich. Ja, im Vorfeld besser informieren, das werde ich künftig tun, denn einige negative Auswirkungen der falschen Verlegerichtung erkenne ich nun in eurem Text wieder – ebenso in unserer Wohnung. Für das nächste Mal was gelernt 🙂

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  2. Toni Krause 18. Juni 2019

    Meine Eltern haben dieses Jahr eine Parkettverlegung geplant. Davor hatten sie seit 20 Jahren immer Teppich gehabt. Danke für den Tipp, dass ein langer Raum beim Verlegen in Querrichtung gleichmäßiger wirkt.

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