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Dach reinigen ohne Hilfe oder die Profis holen?

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Ein Mann reinigt ein rotes Ziegeldach mit einem Hochdruckreiniger

Letzte Aktualisierung am 12. August 2020 von Max Lehmann

Egal ob Betondachsteine oder Dachziegel – unabhängig von der Art der Dachpfannen sammelt sich im Laufe der Jahre Schmutz auf dem Dach. Dachziegel nehmen Feuchtigkeit zwar besser auf und sind damit weniger anfällig für Algen und Moos, aber werden trotzdem mit der Zeit schmutzig. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, sollten Sie das Dach regelmäßig von einem Fachbetrieb warten und wenn nötig auch reinigen lassen. Doch eine Dachreinigung ist nicht immer zu empfehlen.

Wann muss man das Dach reinigen?

Schmutz, Algen, Flechten und Moose finden viele Hausbesitzer unschön. Oft werden durch Algen und Moose aber auch Schäden am Dach befürchtet. Tatsächlich beeinträchtigen sie die Schutzfunktion und Haltbarkeit des Daches aber überhaupt nicht. Eine falsche Reinigung kann dagegen das Dach sogar beschädigen, besonders wenn Hochdruckreiniger eingesetzt werden. Zum Beispiel kann Wasser in die unter dem Dach liegende Wärmedämmschicht gelangen und sie beschädigen oder Schmutz zwischen die Dachpfannen gelangen. Auch asbesthaltige Dacheindeckung wie zum Beispiel alte Eternitplatten darf auf gar keinen Fall mit einem Hochdruckreiniger behandelt werden und sollten nur von Betrieben mit einer Zertifikation nach TRGS 519 durchgeführt werden. Ohne entsprechende Vorsicht könnten sonst bei der Reinigung Asbestfasern freigesetzt werden. Wenn Sie sich mit dem Thema Eternitplatten Entsorgung auseinander setzen wollen, lesen Sie hier.

Das klingt jetzt alles erstmal sehr abschreckend, aber eine Dachreinigung ist natürlich nicht immer schädlich. Sie ist zum Beispiel dann nötig, wenn Moos- und Algenbewuchs das Regenwasser nicht mehr abfließen lassen. Das Wasser kann sich dann zwischen den Dachpfannen ablagern und zu Wasserschäden führen. Auch wenn Flechten und Moose in die Dachpfannen hineinwachsen sollte man sie reinigen. Das Wasser im Moos kann sonst bei Frost die Dachpfannen sprengen. Natürlich können Sie das Dach auch einfach aus ästhetischen Gründen reinigen lassen.

Dach selber reinigen oder den Profi holen?

Wenn Sie das Dach selber reinigen wollen, müssen Sie komplett schwindelfrei und trittsicher sein. Außerdem sollten Sie eine sehr gute Kenntnis der Sicherungssysteme für Dachdecker haben. Ohne die richtige Absturzsicherung sollten Sie das Dach auf keinen Fall selber reinigen! Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie sämtliche Dacharbeiten lieber von einem professionellen Dachdeckerbetrieb aus der Region erledigen lassen.

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Möglichkeiten für die Dachreinigung

Ein Gerät kommt trotz seines schlechten Rufes bei Dachdeckern bei der Dachreinigung besonders oft zum Einsatz: der Hochdruckreiniger. Er ist besonders für den Schmutz geeignet und Warmwassergeräte beseitigen auch hartnäckigen Schmutz schneller. Auch wenn ein Hochdruckreiniger den Schmutz am Boden zuverlässig entfernt, ist er für die Dachreinigung durch Laien nicht empfehlenswert. Wie oben schon erwähnt, kann man bei der Nutzung einiges falschmachen. Dazu kommt, dass die beheizten und damit besonders effektiven Geräte schwerer sind und auf vielen Dächern überhaupt nicht verwendet werden können. Moos und Flechten kann man auch mit einer Bürste entfernen. Für hartnäckigere Pflanzenreste an schwierig zugänglichen Stellen, zum Beispiel hinter Dachfenstern, benutzen professionelle Dachdecker Zungen- oder Firstkellen.

Ist eine Dachbeschichtung sinnvoll?

Jein. Der Dachpfannenhersteller Braas rät generell von einer nachträglichen Dachbeschichtung ab, da die Dachpfannen beim Herstellungsprozess schon beschichtet werden und das ausreiche. Die Firma Rathscheck Schiefer- und Dachsysteme gibt dagegen grünes Licht für die Beschichtung von Dachpfannen und Dachplatten aus Faserzement. Schieferdächer sollen jedoch nur gereinigt und nicht beschichtet werden. Um eine gute Entscheidung treffen zu können sollten Sie mit einem professionellen Dachdeckerbetrieb aus ihrer Nähe Rücksprache halten. Dort erfahren Sie auch, ob die Reinigung bei ihrem Dach überhaupt sinnvoll ist.

Bilderquellen: Skórzewiak/stock.adobe.com

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