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Dachbinder: Zentraler Bestandteil einfacher Dachkonstruktion

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Dachbinder aus Holz als Element im Binderdach

Letzte Aktualisierung am

Was sind Dachbinder?

Die Dachkonstruktion ist das Traggerüst eines Daches. Sie stützt die aufliegende Deckung und Isolierung. Zusammen bilden sie das komplette Dach. Das Binderdach ist genau genommen keine Dachform, sondern eine bestimmte Bauweise, die auf der Stabilisierung der Konstruktion durch Dachbinder beruht. Deren Einsatz hängt wiederum von der Dachform ab. Dachbinder bestehen für gewöhnlich aus Holz und kommen bei zahlreichen Dachkonstruktionen zum Einsatz.

Wir kennen Holzverbindungen mit Leim, Dübeln und Nägeln. Bei der Konstruktion eines Dachstuhls kommen bevorzugt Nagelplatten zum Einsatz, da sie sehr stabil sind und große Kräfte aushalten. Holzverbindungen benutzt man im modernen Dachbau kaum noch. An ihre Stelle sind Balkenschuhe, Winkel und Nagelbleche, also Nagelplattenbinder, getreten. Ebenso wie die Dachformen haben auch die Hölzer der Konstruktion verschiedene Bezeichnungen. Die parallel zur Traufe verlaufenden Längsbalken nennt man Pfetten. Sie tragen die Sparren, welche das Dach verschließen und die Dachhaut tragen. Im traditionellen Dachholzbau werden bei der Konstruktion eines Pfettendaches Felder in regelmäßiger Abfolge mittels Binderkonstruktion versteift. Auch beim Sparrendach und Kehlbalkendach sind Dachbinder essentieller Teil der Dachkontruktion. Bei einem stehenden Dachstuhl im Binderdach sollten die Binder jedoch nicht belastet und nur bei erhöhter Krafteinwirkung durch Wind oder Schnee versteift werden.

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Dachbinder: perfekt für einfache Dachformen

Binderdächer zählen zu den kostengünstigen Dachkonstruktionen. Da keine Zwischenstützen notwendig sind, findet man sie häufig bei Industriegebäuden und Lagerhallen. Auch Markthallen, Großgaragen, Sportstätten (Reitställe) und Hallen für die Landwirtschaft eignen sich gut für derartige Dächer. Diese Dachform kann auch für Wohnhäuser verwendet werden und kommt vor allem bei Bungalows und Stadtvillen zum Einsatz. Die Dachbinder übertragen die Last gleichmäßig auf die Außenwände, der Dachstuhl kommt ohne zusätzliche Stützbalken aus. Das Pultbinderdach ist typisch für Stallungen, Trapezbinder verwendet man gerne für Walmdächer.

Mit Nagelplattenbindern größere Flächen überspannen

Nagelplattenbinder sind seit den 1970er Jahren als Dachbinder populär. Die Dachbinder bestehen auch aus Holz, verbinden die Knotenpunkte der Dachkonstruktion aber durch Nagelplatten. Für die Verwendung in Deutschland müssen Nagelplattenbinder durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen sein. Sie eignen sich nur für die Nutzungsklassen 1 und 2. Die Nagelplattenkonstruktion ist eine elegante und preiswerte Lösung für Dach- und Objektbau aus Holz. Da sich Nagelplattenkonstruktionen millimetergenau anpassen lassen, kann ihre Berechnung sparsam erfolgen. Spezialfirmen fertigen die Nagelplattenbinder fachmännisch für Sie an und liefern auch. Die Zimmerei vor Ort baut die Dachkonstruktion inklusive Dachbindern auf, damit anschließend die Dachdämmung erledigt werden kann und sich der Dachdecker um die Dacheindeckung kümmern kann. Ein Binderdach wird in der Regel komplett oder teilweise vorgefertigt. Daher setzt man beim Aufsetzen und Befestigen auf dem Rohbau in der Regel einen Kran ein. Die Befestigung auf dem Mauerwerk erfolgt durch Ringanker.

Egal, welche Bauart, ob Massivhaus oder Fertighaus, für den Dachbau können Sie verschiedene Dachformen miteinander kombinieren. Wer günstig bauen möchte, wählt bei den Dacharbeiten eine Dachkonstruktion mit Dachbindern. Für die Montage des Dachgerüstes sind dann keine weiteren Maurerarbeiten notwendig.

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