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Dachbodenausbau – Neuer Wohnraum unter dem Dach

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Nach einem Dachbodenausbau kann das Dachgeschoss einiges hermachen

Oftmals dient der Dachboden lediglich als Stauraum für allen möglichen Krempel, den man eigentlich längst mal aussortieren wollte – dabei versteckt sich hier jede Menge ungenutzter Platz, aus dem man einiges rausholen könnte. Mit einem Dachbodenausbau kann man zusätzlichen Wohnraum schaffen und den vorhandenen Platz besser nutzen als ausschließlich als größere Abstellkammer. Wir zeigen, was man aus dem Dachgeschoss machen kann und was man beim Dachbodenausbau beachten muss.

Die Planung für den Dachbodenausbau

Den eigenen Dachboden auszubauen ist kein gerade kleines Projekt, hier muss einiges bedacht werden. Neben dem Innenausbau für die spätere Nutzung, müssen auch energetische Anforderungen von vornherein mit eingeplant werden. Oftmals ist eine Dachdämmung notwendig oder neue Strom- und Wasserleitungen müssen verlegt werden.

Dementsprechend sind an einem Dachbodenausbau auch die verschiedensten Handwerker beteiligt. Dazu zählen unter anderem:

Manche Betriebe bieten aber auch einen Allround-Service für den Dachbodenausbau an, sodass Sie sich nicht um jeden einzelnen Handwerker kümmern müssen.

Sollte der Dachbodenausbau eine Änderung der Nutzung des Dachgeschosses mit sich bringen, sodass aus der Nutzfläche Wohnraum wird, ist es zum Teil notwendig, eine Baugenehmigung zu beantragen. Hier ist es sinnvoll, dass bei der Kommune oder dem Bauamt in Erfahrung zu bringen.

Was kann man aus dem Dachboden machen?

Je nach Dachform bietet ein Dachboden jede Menge Platz, den man auf den verschiedensten Wegen nutzen kann. Den meisten Platz bietet dabei das Mansarddach, aber auch das Satteldach kann je nach Neigung genug Fläche für ein weiteres Wohngeschoss bieten. Es lohnt sich also im Zuge der Planung die spätere Fläche zu bestimmen. Durch den Einbau von Gauben lässt sich dieser beispielsweise noch erweitern.

Achtung: Bedenken Sie, dass je nach Art der Dämmung noch etwas an Fläche verloren gehen kann.

Je nach vorhandenem Platz kann das Dachgeschoss bei einem Einfamilienhaus für alles mögliche genutzt werden. Beispielsweise als:

  • Schlafzimmer
  • Wellnessbad
  • Kinder- oder Jugendzimmer
  • Büro
  • Hobbyraum

Sollte der Dachausbau bei einem Mehrfamilienhaus erfolgen, kann hier vielleicht sogar noch eine Dachgeschosswohnung Platz finden.

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Maßnahmen zum Ausbau des Dachbodens

Beim Dachbodenausbau fallen die verschiedensten Arbeiten an, um diesen optimal als Wohnraum nutzen zu können. Stellen Sie sich also auf folgende Maßnahmen im Zuge der Sanierung ein.

Ausreichende Dämmung für das Dach

Soll das Dach als Wohnraum genutzt werden, muss es auch den Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen, weshalb man um eine Dachdämmung nicht herumkommt, wenn man einen Ausbau plant. So unterscheidet man zwischen Aufsparren-, Untersparren-, Zwischensparren- und Einblasdämmung. Diese bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Je nach Art der Dämmung muss der Dachdecker auch die Dacheindeckung erneuern. Die Modernisierung des Dachs bringt meist auch den Einbau einer neuen Dampfsperre mit sich.

Achtung: Sollte man sich für eine Untersparrendämmung entscheiden, ist es zusätzlich möglich die Wand mit Gipskartonplatten zu verkleiden.

Mehr Licht auf dem Dachboden

Wer den Dachboden bewohnen oder aktiv nutzen möchte, will natürlich nicht im Dunkeln sitzen: Es ist also sinnvoll größere Dachflächenfenster einbauen zu lassen, um das Dachgeschoss mit Tageslicht zu durchfluten, schließlich handelt es sich nach der Neugestaltung nicht mehr nur noch um eine Abstellkammer, die man ein paar Mal im Jahr besucht. Da die Dachfenster allerdings direkt auf den Dachschrägen verbaut werden, sollte man hier auf jeden Fall Rollos, Vorhänge oder Rolläden anbringen, die einen gewissen Wärmeschutz bieten.

Neben Dachflächenfenstern können auch Gauben einen positiven Effekt auf das Raumgefühl haben, denn hier können nicht nur große Fenster eingebaut werden, auch der Platz unter dem Dach wird so vergrößert. Beim Einbau von Gauben muss der Zimmerer allerdings auch in den Dachstuhl und somit in die Dachkonstruktion eingreifen.

Trittschalldämmung

Ebenfalls berücksichtigen sollte man einen Lärmschutz, sobald der Dachboden auch als Wohnraum genutzt und damit oft begangen wird. Damit es in den darunterliegenden Zimmern trotzdem ruhig bleibt, sollte definitiv eine Trittschalldämmung eingeplant werden. Besonders, wenn man Parkett oder Laminat verlegen möchte, ist die Trittschalldämmung besonders wichtig.

Raumaufteilung

Je nach Größe des Dachbodens findet sich sogar Platz für mehrere Zimmer. Beispielsweise könnte man ein Schlafzimmer mit eigenem Badezimmer oder zwei Kinderzimmer hier unterbringen. Tragende, massive Wände sind hier aber nicht zwingend nötig, stattdessen kann man Trockenbauwände ziehen um die Zimmer aufzuteilen. Ein Trockenbauer sorgt hier für die richtige Montage. Trockenbauwände haben den Vorteil, dass sie deutlich schneller gezogen werden können als gemauerte Wände. Außerdem sind sie deutlich günstiger.

Licht und Elektronik

Oftmals ist der Dachboden nur dürftig mit Licht und Strom ausgestattet. Für Wohnräume ist eine umfangreiche Elektroinstallation allerdings unerlässlich. Lampen müssen aufgehangen werden, um für eine ausreichende Beleuchtung zu sorgen, Steckdosen verlegt, um elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer anzuschließen und damit das gelingt müssen Stromleitungen verlegt werden.

Die Elektroinstallation sollte in jedem Fall von einem professionell ausgebildeten Elektriker ausgeführt werden. Der Kontakt mit Strom kann für Laien schnell gefährlich werden.

Heizung und Wasser

Warme Luft steigt zwar nach oben und eine Dämmung kann dem Wärmeverlust schon deutlich entgegenwirken, eine Heizung ist aber trotzdem notwendig, um die optimale Raumtemperatur zu gewährleisten. Der Heizungsinstallateur sollte Sie hier umfassend zu Heizungsart und Wärmebedarf beraten. Egal, ob es sich um eine Fußbodenheizung oder einen Heizkörper handelt, zunächst einmal muss der Heizungsinstallateur für beides Leitungen verlegen.

Soll unter dem Dach außerdem ein weitere Badezimmer entstehen, müssen auch Wasserleitungen verlegt werden. Für die Wasserversorgung unterm Dach ist eine Steigleitung nötig, damit das Wasser bis nach oben gepumpt werden kann. Unter Umständen müssen Rohre ausgetauscht oder eine Druckerhöhungsanlage eingebaut werden.

Gestaltung des Innenraums

Schlussendlich kommt es natürlich noch auf die Innenausstattung des frisch ausgebauten Dachbodens an. Während Sie die meisten Maßnahmen bestenfalls professionellen Handwerkern überlassen sollten, können Sie hier als geübter Heimwerker auch selbst Hand anlegen: Sie müssen Wände streichen oder tapezieren, Bodenbeläge verlegen und natürlich die gewünschte Einrichtung aufbauen.

Kosten für den Dachbodenausbau

Bei einem Dachbodenausbau handelt es sich um eine umfangreiche Renovierung. Hier arbeiten nicht nur viele verschiedene Gewerke zusammen, es fallen auch jede Menge Materialkosten an. Insgesamt richten sich die Kosten für den Dachausbau also zunächst einmal nach der Größe des Dachbodens sowie der gewünschten Nutzung des Dachgeschosses und Ausstattung. Günstiger fällt es häufiger aus, wenn sich ein Betrieb um die komplette Modernisierung kümmert als viele einzelne Betriebe. In jedem Fall sollten Sie aber mit einigen Tausend Euro rechnen.

Um Kosten zu sparen, können Sie einige Ausbauarbeiten auch selbst übernehmen. Bei den Dacharbeiten oder der Elektroinstallation sollten Sie allerdings auf jeden Fall einen professionellen Handwerker engagieren, um ein optimales und fachmännisch ausgeführtes Ergebnis zu erhalten.

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4 Kommentare

  1. Manuel Hencke 21. Januar 2019

    Interessant, wir haben gerade auch ein Haus bezogen mit Dachboden, Anschlüsse sind schon da… aber der Rest ist noch komplett im Rohzustand – abgesehen von der Dämmung. Gibt es denn eine Hausnummer oder Formel für die Berechnung der Kosten, was den Dachbodenausbau angeht?

    Antworten
    1. Redaktion Blauarbeit 21. Januar 2019

      Hallo Herr Hencke! Schön, dass Sie Ihren Dachboden ausbauen wollen. Leider lassen sich die Kosten für den Dachbodenausbau nicht pauschalisieren. Es kommt natürlich ganz darauf an, was Sie umsetzen wollen und wie der Dachboden genutzt werden soll. Schreiben Sie doch einfach einen Auftrag bei uns auf blauarbeit.de aus und lassen sich unverbindliche Angebote von qualifizierten Handwerkern schicken. 🙂 Viele Grüße, das Team von Blauarbeit.

  2. Manuel Hencke 22. Januar 2019

    Vielen Dank für den Tipp. Habe soeben den Auftrag in Sachen Dachboden eingestellt. Die Einstellung des Auftrages ist auch nicht bindend, oder? Ich muss nicht zwingend ein Angebot annehmen, richtig? Vielen Dank!

    Antworten
    1. Redaktion Blauarbeit 23. Januar 2019

      Gerne 🙂 Richtig, das Einstellen eines Auftrags ist für Sie vollkommen kostenlos und unverbindlich. Wir hoffen Sie finden die richtigen Handwerker für Ihren Dachbodenausbau! 🙂 Beste Grüße, das Team von Blauarbeit!

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