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Dacheindeckung – Vorteile und Nachteile verschiedener Materialien

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Dachdecker beim Verlegen der Dacheindeckung

Wenn der Dachstuhl fertiggestellt ist braucht das neue Dach natürlich noch die richtige Dacheindeckung. Je nach Gestaltung des Hauses, Dachform, Dachneigung und Art der Dachkonstruktion brauchen Sie auch unterschiedliche Arten von Dacheindeckung. Wir zeigen Ihnen die verschieden Varianten von Dacheindeckung und Ihre Vor- und Nachteile.

Klassische Dacheindeckung mit Dachziegeln

Die guten alten Tondachziegel sind meistens das erste, woran man bei dem Wort Dacheindeckung denkt. Nicht ohne Grund, denn schon seit Jahrhunderten benutzt man gebrannte Tonziegel als Dacheindeckung. Sie greifen gut ineinander, sind relativ leicht und damit auch einfach zu verlegen. Auch wenn sie für gewöhnlich rötlich sind, kann man Dachziegel in verschiedenen Farben und Formen erhalten. Für umweltbewusste Menschen sind Dachziegel aufgrund ihrer energieintensiven Herstellung aber eher nicht geeignet.

Vorteile von Dachziegeln

  • Greifen ineinander und sind damit leicht zu verlegen
  • Robust und bruchfest
  • Verschiedene Farben möglich
  • Nehmen Feuchtigkeit gut auf
  • Trocknen auch schnell

Nachteile von Dachziegeln

  • Energieintensive Herstellung
  • Relativ teuer
  • Geringer Schallschutz

Dachsteine: Die moderne Dacheindeckung

Wenn man von Dachsteinen redet, meint man für gewöhnlich Betondachsteine. Obwohl sie für Laien den Tondachziegeln auf den ersten Blick sehr ähnlich sind, unterscheiden sie sich in der Herstellung: Im Gegensatz zu Dachziegeln werden Dachsteine bei niedrigeren Temperaturen gebrannt, was die Herstellung nicht nur einfacher, sondern auch umweltfreundlicher macht.

Vorteile von Dachsteinen

  • Günstiger als Dachziegel
  • Sehr robust und bruchfest
  • Schwerer als Dachziegel
  • Mehr Farbauswahl als bei Dachziegeln
  • Komplett frostbeständig
  • Gute Schalldämmung

Nachteile von Dachsteinen

  • Anfällig für Algen und Moos

Naturstein-Dacheindeckung mit Schieferplatten

Auch der Naturstein Schiefer eignet sich für die Dacheindeckung und ist im Vergleich zu Dachziegeln sehr umweltfreundlich und langlebig. Da er nicht gebrannt wird und nach dem Abbau kaum weiterverarbeitet werden muss, verbraucht die Herstellung weniger Energie als klassische Ziegel. Falls Sie das Schieferdach doch mal ersetzen wollen ist die Entsorgung ganz einfach als Bauschutt möglich oder Sie verwenden den Schiefer bei Bedarf als Splitt weiter.

Vorteile von Schieferplatten

  • Langlebig und stabil (kann über 100 Jahre lang halten)
  • Herstellung verbraucht weniger Energie als Dachziegel
  • Einfache Entsorgung

Nachteile von Schieferplatten

  • Kurzfristig teurer als Ziegel und Betondachsteine

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Günstiger Schiefer-Stil mit Kunstschieferplatten

Falls Sie die zahlreichen Vorteile von Schiefer nutzen und den Geldbeutel schonen wollen ist Kunstschiefer genau das richtige. Er ist leichter als Naturschiefer, aber genauso stabil und sehr viel günstiger.

Faserzementplatten

Faserzementplatten werden sowohl für die Fassadengestaltung als auch für die Dacheindeckung verwendet. Sie können ab einer Dachneigung von 25 Grad verlegt werden und machen sich besonders gut auf einem großen Satteldach oder Pultdach. Voraussetzung ist eine Pfettendachkonstruktion unter den Faserzementplatten. Sie sehen schlicht aus und bieten eine breite Farbauswahl, weswegen sie zu den verschiedensten Bauformen und Haustypen passen. Da es sich um einen Verbundwerkstoff aus Fasern und Zement handelt sind die Platten entsprechend leicht und gut zu verlegen.

Vorteile von Faserzementplatten

  • Sehr feuerfest
  • Äußerst langlebig
  • Leicht
  • Günstig
  • Viel farbliche Auswahl

Nachteile von Faserzementplatten

  • Schlichtes Aussehen im Vergleich zu Dachziegeln und Dachsteinen

Dacheindeckung mit Bitumen

Bitumen entsteht als Nebenprodukt der Erdölverarbeitung und ist aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften besonders als Abdichtungsmaterial geeignet. Es ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich:

Bitumenbahnen eignen sich besonders zum Abdichten von Flachdächern und werden für gewöhnlich verschweißt. Bitumenwellplatten sind aufgrund ihres Aussehens am meisten auf Carports oder Gartenhäusern zu sehen. Sie werden für gewöhnlich auf einer Lattenkonstruktion festgenagelt.

Bitumendachschindeln eignen sich schon eher für die Dacheindeckung bei Wohnhäusern, sind aber auch hier eher selten. Auch sie kommen häufiger bei kleinen Vordächern, Carports und Gartenhäusern zum Einsatz. Sie überlagern sich und verkleben zusätzlich untereinander, wenn sie von der Sonne beschienen werden. Dadurch isolieren sie gut und weisen auch Wasser optimal ab.

Blechdach

Auch mit Kupfer, Zink und Aluminium lässt sich ein Dach eindecken. Besonders Kupfer zeichnet sich durch seine Langlebigkeit und sein besonderes Aussehen aus. Wenn Sie Ihr Dach mit Metall eindecken wollen, sollten Sie jedoch unbedingt vor der Entscheidung einen erfahrenen Dachdecker suchen und sich von ihm beraten lassen. Denn auch wenn Blechdächer wartungsarm und langlebig sind, verträgt sich nicht jedes Metall mit anderen.

Vorteile von Blech-Dacheindeckung

  • Langlebig
  • Wartungsarm
  • Originelles Design

Nachteile von Blech-Dacheindeckung

  • Teurer als Dachziegel und Dachsteine
  • Passt nicht zu jedem Gebäudestil

Reetdächer

Reetdächer sind heutzutage eher bei Denkmälern und alten Häusern in Norddeutschland zu sehen. Sie sind besonders feuchtigkeitsregulierend und bieten durch ihre Elastizität einen sehr guten Schallschutz. Da es sich um einen pflanzlichen Baustoff handelt besteht jedoch eine hohe Feuergefahr und das Risiko für Pilzbefall. Aus diesem Grund ist eine jährliche, intensive Wartung bei Reetdächern Pflicht.

Vorteile von Reetdächern

  • Guter Schallschutz
  • Feuchtigkeitsregulierend
  • Traditionelles Aussehen

Nachteile von Reetdächern

  • Hohes Brandrisiko und strenge Brandschutzbestimmungen
  • Sollte von sehr erfahrenen Dachdeckern verlegt werden
  • Hoher Wartungsaufwand

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