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Dachformen: Welches Dach passt zu meinem Haus?

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Wohnsiedlung mit verschiedenen Dachformen

Wer sein eigenes Haus baut, will im besten Fall am Ende auch ein Dach über dem Kopf haben – und genau da stellt sich die Frage, welches Dach es denn sein soll und wie dieses auszusehen hat. Schließlich sind die Dacharten von Häusern ebenso vielfältig wie die Bauarten. Zu den geläufigsten Dachformen gehören Sattel-, Pult-, Walm-, Mansard- und Flachdach. Auch das Zeltdach ist eine Dachform, die sich wachsender Beliebtheit. Für die optische Gestaltung des Hauses ist natürlich entscheidend, für welche Art von Dach man sich entscheidet. Gleichzeitig sind jedoch auch Haustyp, Bebauungspläne, Architektur des Hauses und die gewünschte Nutzung des Dachbodens zu beachten. Ob Sie nun selbst bauen wollen oder einfach nach einer Dachform für Ihr Kreuzworträtsel suchen – Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile verschiedener Dachformen inklusive Bilder!

Satteldach: die klassische Dachform

Das Sattelform ist die verbreitetste Dachform
Das Satteldach sieht man häufig

Das Satteldach ist die wohl geläufigste Dachform auf deutschen Häusern. Der Klassiker zeichnet sich durch den simplen Aufbau des Dachstuhls aus. Beim Satteldach treffen zwei gleich große Dachflächen an der höchsten Stelle in der Mitte aufeinander.

Die Neigung ist dabei an die jeweiligen Bedürfnisse und die regionalen Gegebenheiten anpassbar. Beispielsweise ist die Neigung in windigen Regionen mit starken Regenfällen oft sehr steil, was dem Eindringen von Wasser vorbeugen soll. In bergigen Regionen mit häufigem Schneefall hingegen, findet man an einem Satteldach meist eher eine niedrigere Neigung vor, um den Schnee besser auffangen zu können. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass der Schnee vom Dach abrutscht und womöglich Schaden anrichtet. Die auch als Giebeldach bekannte Konstruktionsart hat verschiedene Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Einfache Konstruktion des Dachstuhls mit hoher Stabilität
  • Kostengünstig
  • Gut an Witterungsbedingungen anpassbar
  • Verschiedene Materialien können verwendet werden
  • Durch den Einbau von Gauben oder Erkern können Satteldächer vielseitig gestaltet werden

Nachteile:

  • Durch die Dachschrägen geht je nach Neigung Wohnraum verloren
  • Ohne Erker und Gauben sind nur Dach- und Giebelfenster möglich

Minimalistische Gestaltung mit dem Flachdach

Häuser mit Flachdach
Kein Wohnraumverlust mit dem Flachdach

Das aus gestalterischer Sicht eher minimalistische Flachdach ist eine der seltenen Dachformen. Die Neigung des Daches ist dabei äußerst gering und optisch kaum vorhanden. Häufig findet man Flachdächer bei Bungalows vor, doch auch bei mehrgeschossigen Häusern lassen sie sich nutzen, sofern sie richtig gefertigt werden. Entscheidend ist dabei die richtige Abdichtung und die Berücksichtigung von Möglichkeiten zur Dachentwässerung, um dafür zu sorgen, dass das Wasser auch richtig abfließt und nicht in die Bausubstanz gelangt. Wer erwägt sein Haus mit einem Flachdach zu bauen, sollte natürlich die Vor- und Nachteile abwägen:

Vorteile:

  • Moderne Gestaltungsmöglichkeiten
  • Platzeffizient, auf dem Flachdach kann auch eine Dachterrasse eingerichtet werden
  • Dachfenster können beim Flachdach lichtdurchflutete Räume ermöglichen
  • Kein Wohnraumverlust

Nachteile:

  • Müssen gut geplant und professionell konstruiert werden
  • Bei falscher Konstruktion können Alterungsschäden und Feuchtigkeitsprobleme im Haus auftreten
  • Verhältnismäßig teuer
  • Sanierungs- und wartungsintensiv
  • Nur bestimmte Baumaterialien können verwendet werden

Pultdach: ein halbes Satteldach

Haus mit Pultdach
Das Pultdach ist längst nicht mehr nur noch bei Industriegebäuden zu finden

Anders als das Satteldach besteht das Pultdach nur aus einer einzigen Dachfläche, die meist eine geringe Neigung aufweist. Als Hauptdach findet man das Pultdach seltener bei historischen Wohngebäuden vor, bei Neubauten ist es inzwischen aber durchaus beliebt. Auch das Pultdach zählt zu den Dachformen mit einer einfachen Dachkonstruktion. Mehrere aneinander gereihte Pultdächer bezeichnet man als Sheddach, was jedoch in der Regel eher bei Gebäuden aus dem industriellen Bereichen zu beobachten ist.

Da Pultdächer vor allem bei Neubauten eingesetzt werden sollte von vorneherein an die richtige Dämmung und möglicherweise an die Unterbringung von Solaranlagen gedacht werden. Wer sich gegen klassische Bauweisen entscheidet, kann mit dem Pultdach einen wahren Hingucker erzeugen. Vor- und Nachteile sind dabei:

Vorteile:

  • Einfache Konstruktion des Dachstuhls
  • Kostengünstig
  • Kaum Wohnraumverlust
  • Moderne Gestaltung mit industriellem Charme
  • Lichtdurchflutete Dachetagen
  • Gute Voraussetzung zur Installation einer Solaranlage

Nachteile:

  • Gute Dämmung nötig

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Walmdach: Besonders stabile Dachform

Haus mit Walmdach
Das Walmdach zählt zu den witterungsbeständigsten Dachformen

Wer bei der Dachform auf Stabilität setzt, ist bei dem Walmdach richtig aufgehoben. Es zeichnet sich durch schräge Dachflächen sowohl auf der Giebel- als auch auf der Traufseite aus. Da der Neigungsgrad sogar starkem Wind oder Regenfällen standhalten kann, gilt das Walmdach als besonders robust und witterungsbeständig. Mitunter ist es auch als “Holländisches Dach” oder “Haubendach” bekannt. Meist versprüht das Walmdach einen eher klassischen Flair, jedoch sind inzwischen auch moderne Varianten durchaus verfügbar. Zu den Abwandlungen zählen Krüppelwalm, das Schopfwalm oder das Fußwalm, je nach Ausrichtung des Walmdachs. Zu den Vor- und Nachteilen der Dachform:

Vorteile:

  • Besonders stabil
  • Hohe Witterungsbeständigkeit
  • Langlebig und wenig pflegebedürftig
  • Gute Voraussetzungen zur Installation einer Solaranlage

Nachteile:

  • Hohe Kosten aufgrund der aufwändigen Dachkonstruktion
  • Wohnraumverlust durch die Dachschrägen

Dachform mit Vollgeschoss unter dem Mansarddach

Mehrfamilienhaus mit Mansarddach
Kein Wohnraumverlust mit dem Mansarddach

Mansarddächer zeichnen sich durch zwei oder vier geknickte Dachflächen aus. Es geht dabei aus einem Sattel-, Pult- oder Walmdach hervor. Die Dachflächen verlaufen im oberen Bereich zunächst wenig geneigt, knicken im unteren Teil dann allerdings sehr steil ab. Das Mansarddach stammt aus der Barockzeit und entstand eher aus der Not heraus, da in dieser Zeit Steuern pro Vollgeschoss erhoben wurden, das Dachgeschoss jedoch nicht als Vollgeschoss angesehen wurde. Durch die Konstruktion hatte das jedoch den Vorteil, dass es beinahe so viel Wohnraum bot wie eine vollwertige Etage. Wer Wohnraum gewinnen und ein Haus mit Mansarddach bauen will, sollte folgende Vor- und Nachteile beachten:

Vorteile:

  • Vollwertige Etage im Dachgeschoss und viel Wohnraum
  • Besondere, individuelle Gestaltung im Barockstil

Nachteile:

  • Hohe Kosten aufgrund der aufwändigen Dachkonstruktion
  • Sanierungs- und wartungsintensiv
  • Keine gute Voraussetzung zur Installation von Solaranlagen

Zeltdach: individuelle Gestaltung, aber nicht ganz günstig

Haus mit Zeltdach
Das Zeltdach kann andere Dachformen optisch gut unterstützen

Kein Zelt, nein ein Zeltdach. Was wir von Kirchtürmen oder aus dem Mittelmeerraum gut kennen, wird in Deutschland seit ein paar Jahren auch im Hausbau eingesetzt. Beim Zeltdach sind die vier Dachflächen gegeneinander geneigt und laufen in der Mitte in einer Spitze zusammen. Dadurch zeichnet sich das Zeltdach durch seine symmetrische Gestaltung aus. Die Dachform eignet sich vor allem für Häuser mit einem quadratischen Grundriss, kann allerdings auch bei rechteckigen Bauten eingesetzt werden. Zu verwinkelt und kompliziert sollte der Grundriss allerdings nicht sein, wenn man sich ein Zeltdach wünscht. Allerdings lässt sich das Zeltdach auch gut mit den anderen Dachformen verbinden und diese kombinierend dazu einsetzen. Vor- und Nachteile des Zeltdachs sind dabei:

Vorteile:

  • Besondere, individuelle Gestaltung
  • mediterranes Flair
  • Je nach Neigung gute Voraussetzungen zur Installation einer Solaranlage

Nachteile:

  • Hohe Kosten aufgrund der aufwändigen Dachkonstruktion
  • Wohnraumverlust durch die Dachschrägen

Dachform letztendlich persönliche Entscheidung

Wie Sie sehen, weisen die unterschiedlichen Dachformen jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile auf. Letztendlich ist also entscheidend, was man von seinem Dach erwartet und wie man das eigene Haus gestalten möchte, egal ob klassisch oder individuell. Gleichzeitig muss natürlich auch der Kostenfaktor im Auge behalten werden und in die gesamte Kostenkalkulation für den Hausbau mit einbezogen werden. Natürlich stehen noch weitere individuelle Dachformen zur Verfügung. Sollten Sie dennoch unsicher sein, was sich für ihr Haus eignet, wird Ihnen der Dachdecker ihrer Wahl sicher noch einmal beratend zur Seite stehen.

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