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Bewerbung – Worauf sollten Sie im Lebenslauf als Arbeitgeber achten?

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Auf was Arbeitgeber im Lebenslauf achten sollten

Nicht nur ein schlechter oder fehlender Schulabschluss sowie große Lücken fallen negativ auf – beim Lebenslauf in der Bewerbung kann schon so einiges anfallen, das der Arbeitgeber im Bewerbungsverfahren nicht gerne sieht. Im Gegensatz dazu sind der Nachweis eines Führerscheins, praktische Erfahrungen oder Kenntnisse in Fremdsprachen gerne gesehen. 

Durch den Fachkräftemangel im Handwerk bleibt Arbeitgebern jedoch manchmal kaum noch eine Möglichkeit als ihre Standards zu überdenken, um auch weniger qualifizierten Bewerbern eine Chance zu geben. Worauf ist also bei der Wahl eines geeigneten Arbeitnehmers zu achten?

Wohnort des Bewerbers

Egal ob eine Bewerbung als Azubi oder zum Handwerksmeister – wenn Sie sich die unterschiedlichen Lebensläufe ansehen, schauen Sie sich auch den aktuellen Wohnort des Bewerbers an. Wie weit wohnt der Kandidat vom Arbeitsort entfernt? Wenn Ihnen der Ort nicht bekannt ist, lässt sich die Distanz zwischen Wohnort und Ihrem Betrieb ganz einfach bei Google Maps berechnen. 

Ist die Entfernung enorm groß, sollten Sie Ihren Bewerber gegebenenfalls fragen, wie er zum Arbeitsort gelangt oder ob sogar ein Wohnortwechsel stattfinden würde. Bedenken Sie bei längeren Arbeitswegen des Bewerbers, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nicht zu hundert Prozent zuverlässig sind und auch die Fahrt mit dem Auto Verspätungen wegen diversen Baustellen und Stau mit sich bringen kann. Die Distanz zur Arbeitsstätte sollte aber grundsätzlich nicht die Chance auf eine Stelle negativ beeinflussen, denn sowohl lange als auch kurze Arbeitswege haben ihren Vorteil:

  • eine kurze Entfernung zum Arbeitsort spricht generell für einen Bewerber, die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass der Mitarbeiter pünktlich vor Ort ist.
  • große Entfernung zum Arbeitsort: Ermöglicht für Ihr Unternehmen – sofern dies in Ihrem Betrieb relevant ist – eine größere Reichweite in einem neuen Gebiet, wenn der neue Mitarbeiter Kunden in seinem Umfeld besuchen kann. 

Stadtmensch oder Provinzler?

Kommt der Bewerber vom Land oder aus der Großstadt? Das kann Ihnen natürlich im Grunde genommen egal sein. Hilfreich ist dennoch zu hinterfragen, ob zum Beispiel ein Bewerber, der aus der Stadt kommt auch wirklich in einem Betrieb auf dem Land glücklich wird. Genauso ist es andersherum. Viele unterschätzen das Leben auf dem Land als Stadtmensch oder auch das Leben in der Stadt, wenn man in einem kleinen Dorf groß geworden ist. 

Fragen Sie Ihren Bewerber warum es ausgerechnet Ihr Betrieb sein soll und ob er sich im Klaren ist, welche Veränderung ein Ortswechsel mit sich bringen kann. Natürlich soll der Bewerber dauerhaft glücklich sein, auch außerhalb des Betriebes, denn sonst könnte sich das negativ auf den Arbeitsalltag auswirken. 

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Hobbies im Lebenslauf

Auch Interessen und Hobbies sind im Lebenslauf ein wichtiger Bestandteil. Hier können Sie als Arbeitgeber bestimmte Hinweise erkennen. So können beispielsweise Teamsportarten wie Handball oder Basketball ein Anzeichen dafür sein, dass der Bewerber gerne im Team arbeitet. Oder wer gerne kocht, könnte vielleicht kreativ und gesellig sein. 

Wenn Sie im Lebenslauf Interessen lesen, die eher risikoreich sind, wie Motorsport oder Surfen, kann es sein, dass durch Verletzungen eher Arbeitsausfälle drohen. Grundsätzlich können Bewerber, die viel Sport betreiben, häufiger wegen Verletzungen fehlen, als weniger Sportbegeisterte. Aber auch das muss generell kein Ausschlusskriterium sein, denn besonders im Handwerk ist Sportlichkeit nicht unbedingt etwas negatives.

Gute Rechtschreibung

Natürlich ist nicht jeder der deutschen Rechtschreibung mächtig, gerade weil diese sich auch ständig ändert. Bedenken Sie, dass eine Rechtschreibschwäche die nötige Qualifikation für Ihr Unternehmen nicht ausschließen muss. Es liest sich sicherlich nicht besonders gut, wenn sich kleine Fehler in der Bewerbung einschleichen. Trotzdem ist Rechtschreibung nicht alles – der Bewerber kann sich dennoch als echter Gewinn für Ihre Firma erweisen. 

Kleine Lügen im Lebenslauf

Um die eigenen Chancen zu erhöhen, mogelt der eine oder andere Kandidat im Lebenslauf ein bisschen. So tauchen beispielsweise manchmal weitere Fremdsprachenkenntnisse auf, die der Bewerber gar nicht nachweisen kann. Oder es sind fälschlicherweise Vorkenntnisse im EDV-Bereich angegeben. 

Um hier die Wahrheit herauszufinden, können Sie als Arbeitgeber Profile in den sozialen Medien checken, sofern der Bewerber dort präsent ist. Denn hier werden häufig praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen veröffentlicht. Grundsätzlich ist ein Blick in die sozialen Medien der Bewerber eine gute Möglichkeit, um weitere Informationen zu erhaschen. Auch sollten Sie prüfen, ob Nachweise in der Bewerbung vorhanden sind, die Angaben im Lebenslauf untermauern – Zeugnisse, Zertifikate oder ähnliches. Natürlich sollten Sie den Bewerbern auch die Möglichkeit geben, in einem persönlichen Gespräch etwaige Erklärungen abzugeben. 

Persönlichen Charakter erkennen

Wie ist der Bewerber? Passt er oder sie in mein Unternehmen? Wäre er oder sie eine Bereicherung für das Team? Neben den ganzen erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten, besitzt der Bewerber natürlich auch persönliche Talente und Eigenschaften. Schwierig ist es, diese schon zu Anfang herauszufinden. Denn natürlich sollte der Bewerber auch charakterlich ins Team passen. 

Ist der Bewerber eher ruhig und schüchtern? Geben Sie ihm eine Chance zunächst warm zu werden. Viele Bewerber sind erstmal etwas nervös, auch geht jeder mit seiner Aufregung anders um. Wenn Sie einen Azubi suchen und es schließlich zum Vorstellungsgespräch kommen sollte, kann es von Vorteil sein, nicht unbedingt Ihr Besprechungszimmer zu wählen. Gehen Sie vielleicht in die Küche oder in einen Raum, der sehr offen und lebendig ist. Das sorgt eher für eine entspanntere Atmosphäre für beide Seiten. 

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Bildquelle: GutesaMilos/stock.adobe.com

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