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Triales Studium im Handwerk: Anforderungen & Ablauf

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Ein triales Studium im Handwerk bietet viele Chancen.

Ein triales Studium ist für Azubis eine gute Alternative, sich im handwerklichen Bereich weiterzubilden. So können Auszubildende nach ihrer Ausbildung den trialen Studiengang mit der Spezifikation “Handwerksmanagement” (B.A.) angehen. Darauffolgend erhält der Studierende die Qualifizierung zum Handwerksmeister. Welche Voraussetzung man mitbringen muss, welche Vorteile es einem bietet und wie ein triales Studium abläuft , zeigen wir im Folgenden.

Verzweigung von Berufsausbildung, Weiterbildung und Studium

In dem Studiengang Handwerksmanagement verbinden Fachhochschulen und die Handwerkskammern die Vorteile der dualen Berufsausbildung. So haben Azubis im handwerklichen Bereich die Möglichkeit, sich weiter fortzubilden und dadurch Handwerksmeister zu werden. Durch den betriebswirtschaftlichen Anteil in dem Studiengang wird es auch zukünftigen Handwerkern ermöglicht, dass nach dem Studium die Qualifikation einer Führungskraft geboten wird. Der Meisterbrief soll darauf abzielen, dass durch die zusätzliche Qualifikation Handwerker im Anfangsstadium die Möglichkeit haben innerhalb des Betriebes aufzusteigen und auch verantwortungsvolle Aufgaben, die einer Führungskraft gleichen, zu übernehmen.

In Kooperation mit regionalen Partnern werden von den Fachhochschulen mehrere Möglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen des Handwerks angeboten. Es handelt sich noch um ein recht neues Studienmodell, wodurch neue Kooperationen und Kombinationen zwischen Wissenschaft und Praxis entstehen und so Handwerk und Akademie miteinander vernetzt werden können. Daher soll auch das Angebot von Hochschulen im handwerklichen Bereich weiter ansteigen. 

Wie ist der Verlauf eines trialen Studiums und was sind die Voraussetzungen?

Dauer: ca. 13 Trimester (ca. 4.5 Jahre)

Ort: Fachhochschule in Verbindung mit der Handwerkskammer

Voraussetzung: Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife und ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb in einem der folgenden Bereiche:

  • Augenoptiker
  • Bäcker
  • Dachdecker
  • Elektrotechniker
  • Feinmechaniker
  • Fliesenleger
  • Friseur
  • Informationstechniker
  • Anlagenmechaniker (SHK)
  • Karosseriebauer
  • Kraftfahrzeugtechniker
  • Konditor
  • Maler und Lackierer
  • Maurer und Betonbauer
  • Metallbauer
  • Straßenbauer
  • Tischler
  • Zahntechniker
  • Zweiradmechaniker

Vor der Aufnahme wird zusätzlich ein zu bestehender  Eignungstest  durchgeführt.

Abschluss: B.A. und Meister-, Gesellenbrief; anerkannter Ausbildungsberuf

Unterschied zum dualen Studium: Zusätzlicher Meisterabschluss

Wer sollte das Triale Studium absolvieren?

Der zunehmende Fachkräftemangel, eine gesellschaftliche Neuorientierung, die Globalisierung, der technologischer Wandel, vernetzte Strukturen und ein verändertes Kundenverhalten werden das Handwerk in der Zukunft entscheidend prägen. 

Neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und sich den globalisierten Marktbedingungen anzupassen, wird zur Überlebensfrage für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Sicherung des Nachwuchses im Handwerk hat eine wichtige, gesamtwirtschaftliche Funktion. Unternehmen brauchen innovative Führungskräfte, die sowohl fachlich als auch persönlich kompetent sind. Dringend benötigte Fach- und Führungskräfte, die passgenaue Lösungen entwickeln, die aktiv Marktchancen suchen diese erkennen und Produktideen kreieren sind aktuell sehr gefragt. 

Außerdem gehört hierzu der Aufbau zu einem intensiven Kundenkontakt, wodurch eine persönliche Bindung zum Kunden aufgebaut werden soll. In Zukunft soll von dem Studierenden das Unternehmens ergebnisorientiert gesteuert werden sollen, wodurch Mitarbeiter zielorientiert aber auch vertrauenswürdig geführt werden. 

 Das Studium qualifiziert die Absolventen zur Führung kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie zur Aufnahme einer Tätigkeit als Fach- oder Führungskraft im Handwerk. Das innovative Konzept des trialen Studiums bietet Auszubildenden so einen akademischen Abschluss und zukunftsorientierte Aufstiegschancen innerhalb eines Betriebes.

Bildquelle: Aleksandr / stock.adobe.com

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