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Auftraggeber Estrichleger Kosten & Preise

Estrich verlegen Kosten
September 2019

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Estrichleger verlegt flüssigen Zementestrich in einem Neubau

Bevor man Laminat oder Fliesen verlegen kann braucht man ihn: den Estrich. Der fugenlose Unterboden gleicht Unebenheiten aus und bietet somit die besten Voraussetzungen für den darüber liegenden Boden. Manche Estricharten und Verlegeweisen kann man auch als eigenständigen Bodenbelag benutzen. Doch welche Estricharten gibt es? Welche Estrichart passt zu welchem Teil des Hauses und wie viel kostet es, Estrich zu verlegen?

Die Gesamtkosten für die Estrichverlegung setzen sich zusammen aus den Kosten für den Estrich und den Kosten für den Handwerker. Verschiedene Estricharten unterscheiden sich nicht nur bei den Materialkosten, sondern sind auch unterschiedlich schwierig zu verlegen. Auch die Aufbauhöhe ist bei der Kostenkalkulation wichtig. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Kosten verwenden wir beim Fließestrich eine Aufbauhöhe von 1 cm. In Wirklichkeit wird aber keine Estrichart nur 1 cm hoch verlegt, sondern im Bereich zwischen 2,5 und 8 cm.

Kosten pro m2 für verschiedene Estricharten

EstrichartEstrichkostenHandwerkerkostenGesamtkosten
Fließestriche*


Zementestrich1,50-2 €1,30-1,50 €2,80-3,50 €
Anhydritestrich2,25 bis 3,25 €1-2,25 €3,25-5,50 €
Gussasphaltestrich2 €8-10 €10-12 €
Trockenestrich15 bis 30 €5-10 €20-40 €

Stand: September 2019
* Kosten pro Zentimeter Dicke

Unser Spartipp: Viele Betriebe geben Rabatte für große Aufträge, denn sie haben nicht nur eine Art von Handwerkern im Betrieb. Estrichleger, Bodenleger oder SHK-Experten arbeiten dann gemeinsam an einem Projekt. Besonders beim Verlegen einer Fußbodenheizung kann das sinnvoll sein. Der Betrieb kümmert sich dann um Dämmung, Estrich, Fußbodenheizung und Bodenbelag und Sie sparen Kosten und Zeit.

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Was gibt es für Estriche?

Beim Estrich gibt es viele Arten und Möglichkeiten. Zuerst einmal kann man zwischen Fließestrich und Trockenestrich unterscheiden. Beide Estricharten haben wieder eigene Varianten mit unterschiedlichen Kosten für Material und Einbau.

Was bedeutet Trockenestrich?
Beim Trockenestrich handelt es sich nach DIN 18560-1 um Estriche aus vorgefertigten Platten, die trocken und meist schwimmend eingebaut werden. Trockenestrich ist damit eine der besten Estricharten für Heimwerker, denn er muss nicht auf der Baustelle angemischt und aufgetragen werden. Verglichen zum Fließestrich hat er aber auch Nachteile: Weil er schon vorher angefertigt wird, ist er teurer. Außerdem gibt es auch beim Trockenestrich viele Varianten und die Entscheidung für die passende fällt als Laie nicht unbedingt leicht.

Was ist Fließestrich?
Fließestriche werden auf der Baustelle angemischt und sind flüssig genug, dass sie zum Großteil von alleine einfließen. Je nach Art des Estrichs und dem Wasseranteil muss hier aber auch vom Estrichleger nachgeglättet werden. Leider sind viele Zusatzstoffe im Fließestrich gesundheitsgefährdend, vor allem bei Kontakt mit Haut oder Augen. Er sollte also nur von professionellen Handwerkern mit der richtigen Arbeitskleidung verlegt werden. Sorgen machen müssen Sie sich aber nicht – Nach dem Trocknen und Verlegen des Bodenbelags ist der Estrich ungefährlich.

Zementestrich

Zementestrich ist relativ simpel herzustellen und eignet sich gut als Heizestrich für eine Fußbodenheizung. Er besteht aus Kies in verschiedenen Körnungen, Wasser und Zement. Zusätzlich kann er aber auch Fließ- und Erstarrungsmittel oder Kunstharz enthalten. Diese Zusätze erleichtern die Verarbeitung. Zementestrich kann entweder als trockene Fertigmischung gekauft oder sogar selbst zubereitet werden. Dabei sollte man möglichst wenig Wasser verwenden, aber trotzdem muss man den Zementestrich noch glätten können. Welche Nachteile hat Zementestrich? Er hat mit 20 bis 30 Tagen eine ziemlich hohe Trocknungszeit. Außerdem müssen bei Flächen über 40 Quadratmeter Fugen eingebaut werden. Seine Resistenz gegen Feuchtigkeit sorgt leider auch dafür, dass er anfälliger für Risse ist.

Anhydritestrich / Calciumsulfatestrich

Auch Calciumsulfatestrich ist sehr beliebt und ist wesentlich leichter zu verarbeiten als Zementestrich. Er besteht zum größten Teil aus Calciumsulfat, also gebranntem Gips, und Wasser. Im Gegensatz zum Zementestrich ist die Trocknungszeit geringer. Auch Calciumsulfatestrich wird gerne als Heizestrich verwendet. Calciumsulfatestrich nimmt aber sehr gut Feuchtigkeit auf und ist daher für feuchte Räume oder den Außenbereich überhaupt nicht geeignet.

Gussasphaltestrich

Gussasphaltestrich besteht aus einer Mischung aus Bitumen und Gesteinskörnungen. Die Körnungsgröße ist abhängig von der erwarteten Belastung. Zum Verlegen muss das Gemisch auf 220 bis 250°C erhitzt werden. Das macht den Umgang deutlich schwerer für Heimwerker und sollte daher den fachkundigen Estrichlegern überlassen werden. Im Vergleich zu den anderen Estricharten sind die Kosten beim Gussasphalt höher. Aus diesem Grund wird er nur eingesetzt, wenn besondere Anforderungen an den Estrich bestehen.

Stundenlohn für einen Estrichleger

Bei der Estrichverlegung gibt es sehr viele Faktoren, die die Kosten beeinflussen können. Der Stundenlohn eines Estrichlegers kann also abhängig vom Projekt und der Region stark schwanken, deswegen kann man hier kaum einen festen Betrag angeben. Er hängt nicht nur vom verwendeten Estrich ab, sondern auch von der Aufbauhöhe und den zusätzlichen Arbeiten.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

  • Materialkosten
  • Aufbauhöhe
  • Fläche des Estrichs
  • Art des Estricheinbaus (Flüssig oder Trocken)
  • Weitere zu erledigende Arbeiten
    • Bodenbelag
    • Dämmung
    • Fußbodenheizung
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Bild: karepa / stock.adobe.com

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