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Meister-BAföG: Mit weniger Kosten zum Meistertitel

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Tischlermeister bei der Arbeit

Wenn man sich als Geselle weiterbilden, selbstständig machen oder einfach das Gehalt erhöhen möchte, dann lohnt es sich eine Aufstiegsfortbildung. Einziges Problem: Handwerksmeister werden kostet Geld und nicht jeder Geselle kann diese Kosten ohne Probleme stemmen. Glücklicherweise gibt es für diesen Fall das Meister-BAföG, das seit 2016 Aufstiegs-BafÖG (AFBG) heißt. Das Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsförderung gibt es schon seit 1996 und es wurde im Laufe der Jahre immer wieder verbessert.

Wer kann das Meister-BAföG nutzen?

Nicht nur Meistervorbereitung und Meisterprüfung werden gefördert, sondern alle Fortbildungen, die „auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten.“ Wichtig ist, dass der angestrebte Abschluss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen-/Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegt.

Beispiele für förderungsfähige Weiterbildungen

  • Meister/in
  • Fachwirt/in
  • Techniker/in
  • Betriebswirt/in
  • Erzieher/in

Gefördert wird nicht nur die erste Aufstiegsfortbildung, sondern eine Aufstiegsfortbildung pro Person. Man verliert also nicht den Anspruch auf Aufstiegs-BAföG, wenn man schon eine selbst finanzierte Aufstiegsfortbildung abgeschlossen hat. Auch die anschließende Weiterbildung zum Betriebswirt nach der Handwerksordnung wird gefördert, selbst wenn man vorher schon für den Meister eine Förderung erhalten hat. Das liegt daran, dass der Meister eine Voraussetzung für die Weiterbildung zum Betriebswirt ist.

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Welche Anforderungen gibt es?

Für alle Weiterbildungen gilt, dass sie mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen müssen und nur Lehrgänge von zertifizierten Anbietern gefördert werden, die über ein ausreichendes Qualitätssicherungssystem verfügen.

Vollzeit- oder Teilzeit-Fortbildung?

Vollzeitfortbildungen müssen mindestens 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen pro Woche stattfinden. Sie dürfen nicht länger als drei Jahre dauern. Teilzeitfortbildungen müssen im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden pro Monat umfassen und nicht länger als vier Jahre dauern.

Fernlehrgänge und mediengestützte Lehrgänge

Auch Fernlehrgänge können als Teilzeitfortbildung gefördert werden. Dafür müssen sie die allgemeinen Förderungsvoraussetzungen des AFBG erfüllen und zusätzlich die Anforderungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes entsprechen. Ähnliches gilt für mediengestützte Lehrgänge, wenn sie durch Präsenzunterricht oder gleichwertige mediengestützte Kommunikation ergänzt werden. Wichtig ist, dass es regelmäßige Erfolgskontrollen gibt und der Umfang mindestens 400 Stunden beträgt.

Welche Kosten übernimmt das Meister-BAföG?

Die Förderung nach AFBG ist einkommens- und vermögensunabhängig. Sie besteht aus Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen und einem zinsgünstigen Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren werden komplett übernommen, wenn sie 15.000 Euro nicht übersteigen. 40 Prozent davon übernimmt der Staat, den Rest macht das Darlehen der KfW aus. Bei erfolgreicher Prüfung können 40 Prozent davon erlassen werden. Wenn Sie nach erfolgreicher Prüfung ein Unternehmen gründen sogar bis zu 66 Prozent. Auch die Materialkosten des Meisterprüfungsobjekts (Meisterstück) können bis zur Hälfte übernommen werden, wenn sie 2.000 Euro nicht übersteigen. Auch hier übernimmt der Staat 40 Prozent.

Je nach Lebenssituation des Gesellen treffen andere Förderbedingungen zu, z.B. gibt es Aufschläge für Verheiratete und Kinder. Für genaue Infos hat das BMBF einen Förderrechner auf der Website. Dort finden Sie auch eine Info-Hotline und Links zur nächsten Beratungsstelle. Auch den Antrag auf Meister-BAföG können Sie mittlerweile ganz einfach online stellen.

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