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Mehr Gehalt als Meister
Für diese Berufe lohnt sich der Meistertitel

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Ein alter Tischlermeister fertigt einen Stuhl an

Als Auszubildender oder Handwerkergeselle kommt man früher oder später an den Punkt, an dem man sich entscheiden muss: Will ich Handwerksmeister werden oder nicht?

Meisterpflicht oder nicht?

Bevor man über mehr Gehalt nachdenkt, sollte man sich zwei andere Fragen stellen: Gibt es eine Meisterpflicht in meinem Beruf und will ich mich selbstständig machen? Die Meisterpflicht in bestimmten Gewerken sorgt dafür, dass nur Handwerksmeister und Gleichgestellte einen handwerklichen Betrieb führen dürfen. Im Moment braucht man in manchen Handwerksberufen jedoch keinen Meister, um sich selbstständig zu machen. Die Bundesregierung denkt aber gerade über eine Wiedereinführung der Meisterpflicht nach, also könnte sich das schon bald ändern.

Falls es eine Meisterpflicht in Ihrem Handwerksberuf gibt, können Sie sich die nächste Frage stellen: Spiel das überhaupt eine Rolle für Sie? Selbstständigkeit kann Ihnen mehr Freiheit geben, ist aber besonders in den ersten Jahren auch anstrengend. Wenn Sie sich ohnehin nicht selbstständig machen wollen, dann kann auch ein Gesellenbrief vollkommen ausreichen. Wichtig ist dann nur die eigene Zufriedenheit und ein angemessenes Gehalt.

Wie viel mehr Gehalt bringt der Meistertitel?

Abgesehen von den gesetzlichen Vorschriften hat ein Meistertitel auch andere Auswirkungen. Eine davon ist das Gehalt. In jedem handwerklichen Beruf gilt: Meister verdienen im Durchschnitt mehr als Gesellen. Wie viel mehr sie verdienen hängt jedoch sehr vom jeweiligen Beruf ab. Das Vergleichsportal „GEHALT.de“ hat 11.474 Datensätze untersucht um herauszufinden, in welchen Handwerksberufen das Gehalt mit dem Meistertitel am meisten ansteigt. Man kann nach dem Erwerb des Meistertitels natürlich nicht direkt den gleichen Anstieg erwarten oder verlangen, aber man kann sich durchaus bei Gehaltsverhandlungen daran orientieren.

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Berufe mit hohem Gehaltssprung

  • Elektroniker/-in
    • Mit Ausbildung: 36.043 €
    • Mit Meister: 44.799 €
  • Fleischer/-in
    • Mit Ausbildung: 26.839 €
    • Mit Meister: 33.651 €
  • Goldschmied/-in
    • Mit Ausbildung: 26.839 €
    • Mit Meister: 33.651 €
  • Dachdecker/-in
    • Mit Ausbildung: 33.695 €
    • Mit Meister: 40.324 €
  • Zimmerer/-in
    • Mit Ausbildung: 33.565 €
    • Mit Meister: 40.102 €
  • Lackierer/in
    • Mit Ausbildung: 30.169 €
    • Mit Meistertitel: 35.655 €

Berufe mit niedrigem Gehaltssprung

  • Maurer/-in
    • Mit Ausbildung: 34.844 €
    • Mit Meistertitel: 40.256 €
  • KFZ-Mechantroniker/-in
    • Mit Ausbildung: 29.836 €
    • Mit Meistertitel: 34.998 €
  • Bäcker/-in
    • Mit Ausbildung: 24.629 €
    • Mit Meistertitel: 28.929 €
  • Tischler/-in
    • Mit Ausbildung: 30.270 €
    • Mit Meistertitel: 34.285 €
  • Kosmetiker/-in
    • Mit Ausbildung: 22.045 €
    • Mit Meistertitel: 24.509 €
  • Friseur/-in
    • Mit Ausbildung: 21.813 €
    • Mit Meistertitel: 24.191 €

Bei den Elektronikern lohnt sich der Meistertitel am meisten

Elektroniker sind laut der Auswertung schon ohne Meistertitel mit einem guten Gehalt gesegnet. Ihr durchschnittliches Bruttogehalt im Jahr liegt bei ungefähr 36.000 Euro. Mit einem Meistertitel erhöht sich das Gehalt auf fast 45.000 Euro und steigt damit um 24 Prozent. Auch Dachdecker, Zimmerer und Maurer können mit ihrem Meister schnell die 40.000 Euro erreichen. Auch bei Fleischern und Goldschmieden lohnt sich der Meistertitel und bringt eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von circa 25 Prozent.

Kosmetiker und Friseure profitieren am wenigsten vom Meistertitel

Am kleinsten fällt der Gehaltssprung bei Bäckern, Tischlern, Kosmetikern und Friseuren aus. Die kleinsten Auswirkungen auf das Gehalt hat der Meistertitel bei Kosmetikern und Friseuren. Hier liegt er bei durchschnittlich ca 2.400 € und der Unterschied beträgt gerade einmal 10 % zum Gesellengehalt. Wenn Sie in einem dieser Berufe arbeiten und sich nicht selbstständig machen wollen, dann ist ein Meistertitel den Aufwand wahrscheinlich nicht wert.

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1 Kommentar

  1. Z 29. April 2019

    Ja typisch deutsch ! Stolz auf die Meisterliche Arbeit laaaach!! Haufenweise Bürokratie , und die lieben EU Nachbarn lachen und aus weil es auch ohne Meister geht !! Und außerdem ist ein Meister noch lange kein Meister !!!

    Antworten

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