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Holzmaße – Die wichtigsten Maßeinheiten im Überblick

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Holz auf Paletten gemessen als Schichtraummeter.

Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter? Wer Holz kaufen möchte, wird um diese Begriffe nicht herumkommen, denn dabei handelt es sich unter anderem um die gängigen Maßeinheiten für Holz. Was es mit den verschiedenen Holzmaßen auf sich hat und wie diese sich unterscheiden, hier einfach erklärt. 

Warum gibt es bei Holz verschiedene Maßeinheiten?

Die verschiedenen Holzmaße können mitunter für Verwirrung sorgen. Sowohl Raummeter und Schüttraummeter als auch Festmeter stehen alle für einen Kubikmeter Holz, dabei unterscheidet sich jedoch die Masse. So stellt sich zunächst die Frage, warum es bei Holz überhaupt verschiedene Maße gibt? Grund dafür sind die verschiedenen Anwendungsbereiche von Holz. Welche Maßeinheit verwendet wird, hängt auch von der Art der Stapelung ab.

Hier erklären wir, wann man welche Maßeinheit verwendet und welche Eigenschaften diese jeweils hat. 

Was ist ein Festmeter (fm)?

Als Festmeter gemessenes Rundholz zur Abholung im Wald.
Bereits in Festmetern gemessenes und markiertes Rundholz im Wald

Der Festmeter zählt mitunter zu den geläufigsten Holzmaßeinheiten und findet gerade in der Forst- und Holzwirtschaft häufig Verwendung. Unter einem Festmeter versteht man hier einen Kubikmeter fester Holzmasse. Das heißt es handelt sich dabei um reines und massives Holz ganz ohne Luft- und Zwischenräume, die bei der Schichtung von Holzscheiten entstehen. Ein Festmeter bezieht sich in der Regel immer auf sogenannte Rundhölzer, also bisher unbearbeitete Stämme oder Stücke davon. Abgekürzt wird ein Festmeter mit fm. 

Um einen Festmeter zu berechnen verwendet man die Hubersche Formel: Man multipliziert die Stammlänge mit dem mittleren Stammdurchmesser. Der Festmeter kann jeweils nur für einen einzelnen Stamm bestimmt werden. Sieht man im Wald einzelne Baumstämme, die mit einem Zeichen durch eine Spraydose markiert wurden, hat der Förster hier die Festmeter bereits bestimmt. 

Der Festmeter lässt sich noch in weitere Holzmaßeinheiten einteilen: 

Vorratsfestmeter (Vfm)

Mit dem Vorratsfestmeter lässt sich noch im Wald stehendes Holz – also noch lebende Bäume – bewerten. Bei der Ermittlung des Vorratsfestmeters wird auch die Rinde des Baumes mit berechnet. Der Vorratsfestmeter wird beispielsweise dazu verwendet, um den Holzvorrat stehender Bäume oder des gesamten Waldes anzugeben. 

Erntefestmeter (Efm)

Um einen Erntefestmeter zu berechnen, werden etwa 20 Prozent vom Vorratsfestmeter abgezogen. So rechnet man mit 10 Prozent weniger durch das Entfernen der Rinde sowie weiteren 10 Prozent durch den Verlust, der bei der Baumfällung und der Holzernte entsteht. 

Schichtfestmeter (Sfm)

Von einem Schichtfestmeter ist dann die Rede, wenn es sich um bereits gespaltene Holzscheite handelt, die als Brennholz verwendet werden können. Ein Schichtfestmeter entspricht dabei einem Kubikmeter ordentlich, gestapeltem Holz ohne Zwischenräume. 

Was ist ein Raummeter (rm)?

Das Holzmaß Raummeter wird verwendet, um Brennholz zu messen.
Beim Raummeter werden Zwischenräume
mit berechnet

Will man Brennholz kaufen, trifft man vor allem im Holzhandel auf die Maßeinheit Raummeter. Diese kann sowohl für gespaltenes Holz als auch für bisher unverarbeitete Rundhölzer stehen. Unter einem Raummeter Holz versteht man einen Kubikmeter geschichtetes Holz inklusive der Zwischenräume, die beim stapeln entstehen. Gemessen werden also nicht einzelne Stämme, sondern der gesamte Holzstapel. Da die Zwischenräume in die Messung mit einbezogen werden, geht man von etwa 30 Prozent Luft zwischen den Stämmen aus. So gilt diese Maßeinheit als ungenauer als der Festmeter: Ein Raummeter entspricht etwa 0,7 Festmetern Holz. 

Als Abkürzung für den Raummeter steht rm. In Süddeutschland kennt man diese Maßeinheit unter der Bezeichnung Ster. Allerdings gilt dann in der Regel, dass das Holz so zugeschnitten ist, dass es eine Länge von einem Meter hat. 

Auch beim Raummeter gibt es weitere Unterarten, die sich aus der Art der Stapelung der Holzscheite ergeben. 

Lose geschüttetes Brennholz.
Holz als Schüttraummeter

Schüttraummeter (srm)

Eine weiteres beliebtes Holzmaß im Holzhandel ist der Schüttraummeter. Dieser entspricht einem Kubikmeter Holz, jedoch nicht gestapelt, sondern lediglich lose geschüttet. Das spart im Gegensatz zu einer ordentlichen Stapelung viel Zeit, sorgt jedoch dafür, dass die Zwischenräume deutlich größer sind und ein Schüttraummeter etwa bis zu 50 Prozent Luft enthalten kann. Der Schüttraummeter wird häufig bei der Lieferung von Brennholz oder sogenannten Hackschnitzeln verwendet und sollte daher vor allem Besitzern von Holzheizungen ein Begriff sein. 

Schichtraummeter (Schicht-rm)

Von einem Schichtraummeter kann man dann sprechen, wenn das Holz auf eine Länge von etwa 25 bis 30 Zentimetern zugeschnitten und danach ordentlich gestapelt wurde. Der Unterschied zum Raummeter besteht also darin, dass das Brennholz als Stückholz bereits für die Verbrennung in einem Kaminofen zugeschnitten ist und anders als beim Schüttraummeter ordentlich geschichtet wurde. Auch der Schichtraummeter wird bei der Lieferung von Kaminholz häufig als Maßeinheit verwendet – Vor allem dann, wenn das Holz auf Paletten geliefert wird. 

Umrechnung von Holzmaßen

Zwar stehen alle Raummaße für einen Kubikmeter Holz, wie viel Holz dieser Kubikmeter jedoch enthält ist von Einheit zu Einheit unterschiedlich. Dementsprechend sinnvoll ist es, zu wissen, wie man die Holzmaße umrechnet. Das ermöglicht auch einen besseren Vergleich von Preisen und Anbietern. 

Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft stellt für die Berechnung eine Tabelle mit Richtwerten bereit. Die hier in der Umrechnungstabelle als Beispiel angegebenen Werte beziehen sich auf gespaltenes und geschichtetes Fichtenholz

MaßeinheitFestmeterRaummeterSchüttraummeter
Festmeter1 fm1,4 rm2,2 srm
Raummeter0,7 fm1 rm1,4 srm
Schüttraummeter0,4 fm0,7 rm1 srm

Bildquellen:
maho / stock.adobe.com
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AK-DigiArt / stock.adobe.com

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