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Hydraulischer Abgleich – Kosten sparen beim Heizen

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SHK-Handwerker schließt die Abdeckung einer Gasheizung im Zuge eines hydraulischen Abgleichs

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass alle Räume optimal mit Heizwasser und Wärme versorgt werden und spart langfristig Heizkosten ein. Doch für wen lohnt sich der hydraulische Heizungsabgleich und wie viel kostet er?

Ein hydraulischer Abgleich behebt ein Problem: fehlender Druck auf den Heizungsrohren. Wasser sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands. Mit anderen Druckverhältnissen verändert sich also auch der Strom des Heizwassers und das Wasser landet eventuell nicht dort, wo es gerade gebraucht wird. Beim hydraulischen Abgleich stimmt der Heizungs-Experte Leitungen, Pumpen und Ventile aufeinander ab, um die richtige Verteilung des Heizwassers wieder herzustellen.

Wie viel kostet ein hydraulischer Abgleich?

Die Kosten für den hydraulischen Abgleich liegen üblicherweise bei 600 bis 1200 Euro bei einem Einfamilienhaus. Die genaue Kosten für den hydraulischen Abgleich richten sich nach dem Zustand und dem Aufbau der Heizanlage und sind bei großen Gebäuden höher. Darüber hinaus hängen die Kosten für den hydraulischen Abgleich auch von Ihrem Wohnort und dem jeweiligen Handwerker-Stundenlohn ab. Um den genauen Preis für Ihre Anlage herauszufinden können Sie den Auftrag einfach bei Blauarbeit einstellen und Experten für Heizungsinstallation und Heizungswartung machen Ihnen kostenlos und unverbindlich Angebote.

In der Regel kombiniert man den hydraulischen Abgleich auch mit einer Heizungswartung. Im Zuge der Wartung können auch noch andere Probleme gefunden werden und weitere Kosten verursachen. Zum Beispiel haben sehr alten Heizkörper keine voreinstellbaren Thermostatventile, die der Handwerker für den hydraulischen Abgleich benötigt. Der Einbau der Ventile kostet ungefähr 30 Euro pro Heizkörper. Auch die Heizungspumpe muss in seltenen Fällen ausgetauscht werden, denn auch eine veraltete Heizungspumpe kann für eine falsche Verteilung des Heizwassers sorgen. Manche Heizpumpen haben sogar zu viel Leistung und verschwenden dadurch Energie.

Langfristig lohnt sich ein hydraulischer Abgleich aber auf jeden Fall und senkt die Heizkosten. Er rechnet sich schon nach drei bis sechs Jahren – für ein Gebäude keine lange Zeit. Auch wenn bei der Heizungswartung Thermostatventile oder eine neue Pumpe eingebaut werden, rechnet sich die Investition schon nach sechs Jahren. In Kombination mit einer BAFA- oder KfW-Förderung lohnt sich ein hydraulischer Abgleich sehr und steigert den Wert der Immobilie.

Förderungen für den hydraulischen Abgleich

Für den hydraulischen Abgleich gibt es zwei wichtige staatliche Förderungen: Eine Förderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die BAFA erstattet 30 Prozent der Netto-Kosten als Zuschuss, also die Kosten ausgenommen der Mehrwertsteuer. Die maximale Fördersumme sind 25.000 Euro pro Standort. Die Förderung kann man auch bei der Modernisierung von Heizungspumpen in Anspruch nehmen.

Voraussetzungen für BAFA-Förderung

  • Anlage muss mindestens zwei Jahre installiert sein
  • Antrag muss mit Einzel-Rechnung eingereicht werden
  • Fördersumme wird nach dem Einreichen der Rechnung bewilligt

Bei der KfW gibt es mehrere Förderungen für den Heizungsabgleich. Über das Programm 430 kann man Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent in Anspruch nehmen und über das Programm 152 auch zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent.

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Hydraulischer Abgleich bei der Fußbodenheizung

Bei der Fußbodenheizung ist der hydraulische Abgleich besonders wichtig. Hier muss das Heizungswasser einer größere Fläche heizen als bei anderen Heizkörpern. 

Wie am Anfang schon erwähnt, wählt das Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands. Da Fußbodenheizungen aus viel Rohrstrecke bestehen, sinkt hier die Heizleistung am schnellsten, wenn der Druck nicht stimmt. Das fällt besonders bei Räumen auf, die weit von der Pumpe entfernt liegen. Entsprechend stark wird die Heizleistung beeinflusst, wenn man etwas nicht stimmt.

Wann ist ein hydraulischer Heizungsabgleich nötig?

Der hydraulische Heizungsabgleich ist nötig, wenn eins oder sogar mehrere dieser Probleme auftreten:

  • Heizkörper werden nicht richtig warm
  • Räume kommen nicht auf die gewünschte Temperatur
  • Flächenheizung in anderen Räumen hat zu hohe Temperatur
  • Hoher Stromverbrauch der Heizungspumpe
  • Hohe Vorlauftemperatur nötig

Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?

Nein, es gibt keine gesetzliche Vorschrift zum hydraulischen Abgleich. Lediglich die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) schreibt ihn vor.

Auch wenn der Abgleich nicht gesetzlich verpflichtend ist, sollte man ihn nicht vernachlässigen. Erst recht nicht, wenn die Heizkörper beim Einschalten unterschiedlich warm sind und die Heizwärme sich sehr ungleichmäßig verteilt. Im schlimmsten Fall können einzelne Heizkörper sogar gar nicht warm werden oder andere werden viel zu heiß. Das Problem macht sich also vor allem durch weniger Wohnkomfort bemerkbar, die Anlage ist aber auch ineffizienter und erzeugt höhere Heizkosten. Ob ein hydraulischer Abgleich nötig ist, können Sie bei der nächsten Heizungswartung von Ihrem Heizungs-Fachmann erfahren.

Kann man den hydraulischen Abgleich selber machen?

Nein, das ist für Laien nicht zu empfehlen. Diese Frage ist aufgrund der Kosten verständlich, aber im Gegensatz zur Heizungsentlüftung ist der hydraulische Abgleich komplizierter. Außerdem fällt die Gewährleistung bei Schäden weg und die Förderung für den hydraulischen Heizungsabgleich oder einen Pumpenaustausch ist nur möglich, wenn die Arbeiten von einem ausgebildeten Handwerker durchgeführt werden.

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Bildquelle: Anton Gepolov / stock.adobe.com

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