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Latexfarbe erkennen und überstreichen

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Sie findet in zahlreichen öffentlichen Gebäuden, in Waschküchen und in anderen Nassräumen Verwendung. Latexfarbe bestand früher aus natürlichem Kautschuk, der als Dispersion in Farbe für eine hohe Resistenz der Farbe gegenüber Schmutz und Wasser sorgt. Bei Verschmutzungen kann diese Farbe einfach abgewaschen werden, und auch Spritzwasser macht ihr wenig aus. In modernen Farben wurde das natürliche Latex durch Kunstharz ersetzt. Er erfüllt eine ähnliche Funktion, ist allerdings günstiger und leichter zu bearbeiten.

Auch wenn Latexfarbe viele Vorteile hat, wird sie irgendwann zu verschmutzt oder gefällt einfach nicht mehr. Ist dies der Fall, so kann die Farbe oft nicht einfach mit einer anderen Farbe überstrichen werden. Hier ist die schlechte Oberflächenhaftung von anderen Stoffen auf der Latexfarbe ein Nachteil. Wenn Sie bei sich Latexfarbe haben oder vermuten und diese überstreichen wollen, so erfahren Sie hier einige Tipps zum erfolgreichen Streichen. Für ein perfektes Ergebnis sollte Latexfarbe von Experten überstrichen werden. Durch unterschiedliches Trocknungsverhalten können Spannungsrisse entstehen, und auch die langfristige Haltbarkeit ist nur bei einer akkuraten Bearbeitung gesichert. Auf blauarbeit.de finden Sie Maler in Ihrer Nähe, die Sie gerne zu diesem Thema beraten und alle notwendigen Arbeiten übernehmen.

Latexfarben erkennen und unterscheiden

Latexfarbe wird besonders oft in öffentlichen Bereichen wie Treppenhäusern, Kellerräumen oder in Behörden eingesetzt. Auch in Bädern, Waschküchen und anderen Nassräumen finden Sie sie. Diese Farbe zeichnet sich durch einen besonders starken Glanz aus und lässt sich so leicht von matter Dispersionsfarbe unterscheiden. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die zu bearbeitende Farbe eine Latexfarbe ist, so können Sie an einer unauffälligen Stelle etwas Wasser auf diese reiben. Latexfarbe löst sich nicht ab, sondern lässt das Wasser abperlen.

In den letzten Jahrzehnten wurde vor allem auf Kunstharz basierende Latexfarbe verwendet. Diese Farbe hat eine ähnlich hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit, verbindet sich aber besser mit anderen Farben. In älteren Häusern findet sich noch „echte“ Latexfarbe auf Basis von Naturkautschuk.

Latexfarbe auf Kunstharzbasis überstreichen

Ist der Anstrich Ihrer Latexfarbe weniger als ein paar Jahrzehnte her, so stehen die Chancen nicht schlecht, dass diese auf Kunstharz basiert. In diesem Fall kann diese Farbe eventuell ohne Vorbehandlung überstrichen werden. Dies gelingt am besten mit einer ähnlichen, auf Kunstharz basierenden Farbe. Zum Anstrich sollten Sie eine kleine Fläche reinigen und mit der neuen Farbe dünn bestreichen. Nach der Trocknung können Sie sie auf Abriebfestigkeit prüfen. Sollte die Farbe halten, so kann die gesamte Fläche einfach überstrichen werden. Blättert die Farbe ab, so kommen Sie nicht an einigen Vorbereitungen vorbei. Auch, wenn Sie keine neue Schicht Latexfarbe, sondern einen matteren Farbton bevorzugen, müssen Sie die Latexfarbe vermutlich für den Anstrich vorbereiten.

Vorbereitungen für den Anstrich

Wie bei jedem Streichprojekt ist der erste Schritt für einen erfolgreichen Anstrich, dass der Untergrund sauber, entfettet und trocken ist. Die Wand wird deshalb mit einer Bürste oder einem Putztuch entstaubt. Dann wird sie entfettet. Hier kommt kein Spülmittel oder Allzweckreiniger zum Einsatz, denn diese Reiniger enthalten häufig rückfettende Wirkstoffe. Stattdessen gibt es in jedem Baumarkt Laugenlösung, die mit einer Bürste oder einer Sprühflasche aufgebracht werden kann. Nach dem Abspülen muss die Oberfläche der Latexfarbe angeraut werden. Hier kommt je nach Größe Schleifpapier, ein rauer Schwamm oder auch ein Schwingschleifer zum Einsatz. Beim trockenen Abschleifen sollte unbedingt auf ausreichende Lüftung und Atemschutz geachtet werden, da die feinen Stäube gesundheitsschädlich wirken können.

Sollten Sie einen Anstrich mit Kunstharzfarbe planen, so genügt es, die Oberfläche nach dem Abschleifen nochmals zu entstauben und zu trocknen. Dispersionsfarbe hält allerdings auf der angerauten Oberfläche nicht mit ausreichender Sicherheit. Aus diesem Grund muss für einen Anstrich mit Dispersionsfarbe diese vorher mit einer Haftgrundierung bestrichen werden. Diese haftet sowohl an der Latexfarbe als auch an der Dispersionsfarbe und sorgt so für eine sichere Verbindung und einen guten Halt. Auch hier sollte vor dem Auftragen der Farbe oder der Grundierung ein Test an einer unauffälligen Stelle erfolgen. Genügt auch die Haftgrundierung nicht, so führt kein Weg daran vorbei, die Latexfarbe von der Wand zu entfernen.

Latexfarbe entfernen

Wenn es darum geht, Latexfarbe von der Wand zu entfernen, so hängt das Vorgehen von der Art des Anstrichs ab. Ist die Farbe direkt auf den Putz aufgetragen worden, so muss sie mit einer Putzfräse entfernt werden. Dieses Gerät reibt mit zahlreichen schnell rotierenden Zahnrädern die Farbe vom darunterliegenden Putz. Auch hier muss auf das Tragen von Atemschutz geachtet werden. Diese Arbeit ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Nach erfolgreicher Entfernung der Farbe muss der Untergrund geglättet werden, bevor die neue Farbe aufgetragen wird.

Ist die Latexfarbe auf Tapeten aufgetragen, so gestaltet sich die Entfernung etwas einfacher. Die Tapete wird mit einem Stachelroller aufgestochen. Dieses auch als Igel bezeichnete Werkzeug sorgt dafür, dass im nächsten Schritt Wasser durch die Latexfarbe und die Tapete dringen kann und den Tapetenkleister anlöst. Die Tapeten können nach einer ausreichend langen Einwirkzeit von der Wand abgezogen werden. Eventuell verbleibende Tapetenreste werden mit einem Spachtel entfernt.

Bild: S.Kobold / stock.adobe.com

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