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Auftraggeber Maler und Lackierer Streichen

Wohnung streichen – Kosten für Maler und Material

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Beim Streichen der Wohnung wird eine Wand mit roter Farbe gestrichen

Wenn man nur in einem Raum die Wände und die Decke streichen will, ist das auch für Heimwerker kein Problem. Bei einer ganzen Wohnung kann das alles allerdings durchaus länger dauern. Besonders unangenehm, wenn man eigentlich gerne so schnell wie möglich einziehen würde oder vor dem Auszug streichen muss. Glücklicherweise gibt es professionelle Malerbetriebe, die schnell eine ganze Wohnung streichen und damit in manchen Fällen sogar die Kosten senken können.

Kosten für 90m² Wohnung streichen

PostenMaterialkosten in €Arbeitskosten in €Summe in €
Wände45 – 630675 – 900720 – 1530
Decke40 – 560540 – 720580 – 1280
Türen (6 Stück)120840 – 1200960 – 1320
Fenster (5 Stück)5 – 10200 – 250205 – 260
Gesamtsumme210 – 13202255 – 30702465 – 4390

Letzte Aktualisierung: September 2019

Bei allen Preisen im Artikel handelt es sich um Bruttopreise inklusive Mehrwertsteuer. Laut aktuellen Daten des Umweltbundesamts (2017) sind Wohnungen in Deutschland im Durchschnitt 91,8 m² groß. An diesen Daten orientieren wir uns auch hier und rechnen mit einer 90 m² großen Wohnung, drei Zimmern, Küche und Bad. Bei einer gewöhnlichen Raumhöhe von 2,50m und 45 Metern Wandlänge kommen wir auf 112,50m² Wandfläche

Wie berechnet man die Kosten für das Streichen der Wohnung?

Kosten-Checkliste für den Wohnungsanstrich

  • Raumhöhe ausmessen
  • Wandfläche berechnen → Höhe mal Gesamtlänge aller Wände
  • Soll der Malerbetrieb die Decke streichen? Wenn ja, wie viel m² Deckenfläche?
  • Sollen Türen, Fenster oder andere Rahmen gestrichen werden?
  • Gibt es besondere Gestaltungselemente, zum Beispiel Stuckleisten?

Raumhöhe ausmessen

Die Raumhöhe ist ein wichtiger Kostenfaktor. Bei modernen Häusern ab 1960 liegt die Raumhöhe zwischen 2,40 und 2,50 Metern. Bei Altbauten kann die Decke aber wesentlich höher sein, bei sehr alten Häusern sogar bis zu 4,50 Meter hoch. Maler berechnen in diesem Fall oft nicht nur die zusätzlichen Kosten für die größere Wandfläche, sondern können auch einen Aufschlag für den zusätzlichen Aufwand und die höhere Unfallgefahr verlangen.

Wandfläche berechnen

Simple Formel: Raumhöhe mit der Gesamtlänge aller Wände multiplizieren

Um die Kosten für das Streichen richtig zu berechnen ist die Größe aller zu streichenden Flächen wichtig. Aus diesem Grund können die Kosten auch bei gleicher Wohnungsgröße unterschiedlich ausfallen, je nach Anzahl der Zimmer und Wände. 

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Materialkosten beim Streichen

  • Wand- und Deckenfarbe: zwischen 0,40 und 5,60 Euro pro m²
  • Holzspachtelmasse:  zwischen 5 und 10 Euro pro 500 Gramm
  • Lackfarbe für Türen und Fensterrahmen: circa 2 Euro pro m²

Auch bei den Materialkosten können sie einige Entscheidungen schon vor dem Streichen fällen. Sie können die Farbe zum Beispiel selber kaufen oder sie in Absprache mit dem Malerbetrieb auswählen. Da Malerbetriebe Material und Werkzeug in großen Mengen kaufen können, kann das sogar günstiger für Sie sein. Diese Ersparnissen existieren, aber man bekommt als Kunde kaum etwas davon mit. Auch ihre Ausrüstung bringen die Maler einfach mit und führen sie nicht auf der Rechnung auf.

Wand- und Deckenfarbe kann im Preis stark variieren. Günstige Farben sind schon ab einem Euro pro Liter erhältlich, ausgefallene Farbtöne in hoher Qualität können aber auch bis zu 14 Euro pro Liter kosten. Bei 400ml Farbe pro m² kostet der Anstrich also 0,40 bis 5,60 Euro pro m². Um hier einen guten Ausgleich zwischen Preis und Qualität zu finden kann man sich vor dem Kauf Bewertungen der Farbe anschauen oder Rücksprache mit dem Malerbetrieb halten.

Für die Türen und Fensterrahmen braucht man manchmal etwas mehr als nur Farbe. Bevor man das Holz lackiert, kann man Schäden und Unebenheiten mit Holzspachtelmasse ausgleichen. Wie viel man hier braucht hängt von den Schäden ab, in der Regel dürften es aber nicht mehr als 500 Gramm werden und die bekommt man schon ab 5 Euro. Anschließend braucht man Lackfarbe zum Streichen, die schon ab zwei Euro pro m² erhältlich ist. Geht man von einer durchschnittlichen Tür mit vier Quadratmetern und einem Türrahmen von einem Quadratmeter Fläche aus, kostet ein gründlicher, zweifacher Anstrich ungefähr 20 Euro. Fensterrahmen haben oft nur 0,5 m2 Fläche brauchen nur Farbe im Wert von ein bis zwei Euro.

Kosten für die Malerarbeiten

Die Malerkosten können je nach Region und Auftragsart stark schwanken. Man kann von 30 bis 50 Euro pro Stunde ausgehen. Pro Quadratmeter kostet das Streichen in der Regel 6-8 Euro, bei besonderen Anforderungen bis zu 10 Euro.

Wenn man Türen und Fenster nicht mitstreichen lässt, werden sie bei der Berechnung der Arbeitskosten einfach in die Wandfläche mit eingerechnet. Das liegt aber nicht etwa an Faulheit, genau das Gegenteil ist der Fall: Türen und Fenster bedeuten für Maler immer zusätzlichen Aufwand, auch wenn sie nicht gestrichen werden sollen. Sie müssen immerhin abgeklebt werden und man muss sorgfältig um sie herum streichen.

Sollen die Türen und Fenster mit angestrichen werden, wird die Fläche nicht einfach mit eingerechnet. Dann wird der Preis pro Stück berechnet und richtet sich danach, wie schwierig die Lackierung der jeweiligen Türart ist. Ein Türblatt kann bis zu 150 Euro kosten, Türrahmen oder Fenster liegen eher im Bereich 40 bis 50 Euro. Einen genauen Kostenvoranschlag für das Streichen der Türen und Fenster kann der Malerbetrieb erst nach einer Besichtigung erstellen. 

Tipps zum Kostensparen beim Streichen der Wohnung

Renovieren Sie die Wohnung gerade aus eigenem Antrieb oder streichen Sie die Wohnung vor einem Auszug? Beim Auszug müssen Sie eigentlich nur soviel streichen, wie Schäden zu sehen sind. Decken brauchen also nur dann neue Farbe, wenn dort Farbveränderungen oder Flecken zu sehen sind, wie zum Beispiel in Küchen oder Bädern. Auch Fenster und Türen brauchen nur selten einen neuen Anstrich, nämlich dann wenn Schäden zu sehen sind, die von Ihnen verursacht wurden. Fenster müssen nur von innen gestrichen werden und andere Fensterarten wie Kunststoff- oder Metallfenster sollten gar nicht gestrichen werden. Man kann die Kosten für das Streichen der Wohnung übrigens als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen. Dafür müssen die Kosten für Material und Maler-Lohn getrennt aufgeführt werden, denn nur die Arbeitskosten können abgesetzt werden.

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Bild: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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