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Markise reparieren: Typische Schäden & deren Reparatur

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Ein Handwerker will eine Markise reparieren.

Markisen schmücken zahlreiche Balkone, Verandas und Fenster mit ihren bunten Farben, ihrem Schatten spendenden Stoffdach und ihrer soliden Verarbeitung. Doch auch an diesen Elementen geht der Zahn der Zeit nicht spurlos vorbei und UV-Licht, Wetter, herunterfallende Gegenstände oder Sonstiges können sie in Mitleidenschaft ziehen. Wenn sich an der Markise erste Schäden auftun, dann ist sie nicht nur weniger ansehnlich, sondern kann ihre Schutzfunktion vor Regen und Sonnenlicht nicht mehr voll erfüllen. Häufig weiten sich die Schäden aus und führen dazu, dass größere Reparaturen notwendig sind. Hier erfahren Sie, welche Schäden an Markisen auftreten und wie diese repariert werden können. Zudem erfahren Sie, was bei Markisen mit Elektromotor zu beachten ist.

Mögliche Schäden an Markisen

Grob unterteilt lassen sich die Schäden an Markisen in drei größere Teilgebiete sortieren. Dies sind zum einen Schäden an der Bespannung, also an dem Markisenstoff. Andererseits können auch Probleme mit der Mechanik oder Elektronik auftreten.

Schäden an der Bespannung

Wie anfällig die Bespannung einer Markise gegenüber Schäden ist, hängt zu einem großen Teil von ihrer Qualität ab. Besonders günstige Markisen bleichen bereits nach wenigen Jahren aus, da die UV-Strahlen der Sonne die günstigen Farbpigmente in den Stoffbahnen angreifen und zersetzen. Während dies nicht unbedingt schön aussieht, sind andere Effekte des Sonnenlichtes schädlicher. Durch die Strahlung wird der Stoff brüchig, weniger biegsam und kann Risse und Löcher bekommen. Auch die Luftfeuchtigkeit und Regen sorgen dafür, dass der Stoff altert und beschädigt wird. Meistens zeigen sich diese Schäden in Form von dünnen, lichtdurchlässigen Stellen und Rissen.

Kommt noch eine mechanische Beschädigung hinzu, so weiten sich diese Risse zu großen Löchern aus. Besonders bei Wetterextremen können solche Schäden auftreten. So können etwa herabfallender Hagel, umherfliegende Objekte bei Sturm oder die pure Kraft des Windes den Markisenstoff in Mitleidenschaft ziehen. Jeder Riss ist hier eine Schwachstelle, die sich zum kompletten Abreißen des Stoffes ausweiten kann. Zuletzt können auch an den Nähten des Markisenstoffes Schäden auftreten. Auch dies geschieht langsam und sorgt dafür, dass die Ränder unschön ausfransen und der Stoff nicht mehr zusammenhält.

Schäden an der Mechanik

Markisen verfügen üblicherweise über Gelenkarme, welche die Markise ausfahren und wieder in ihr Gehäuse zurückziehen. Wenn dies nicht mehr einwandfrei gelingt, so kann die Justierung der Arme durch jahrelange Betätigung verstellt sein. Ebenso kann die Mechanik schwergängig sein, weil das Getriebe nicht mehr über ausreichend Schmiermittel verfügt. Dies äußert sich ebenso durch ein unangenehmes Quietschen bei jeder Bewegung.

Während Schäden dieser Art relativ simpel zu beheben sind, kann es auch zu schweren Schäden an der Mechanik kommen. So können durch Wetterextreme, Materialermüdung, Rost oder stark verstellte Gelenkarme diese brechen oder verbogen werden. Auch innerhalb des Getriebes kann es zu Brüchen kommen. Während gebrochene Gelenkarme unübersehbar sind, ist ein beschädigtes Getriebe schwergängig oder sperrt komplett. Eine schief hängende oder wackelnde Markise weist auf ein Problem mit der Befestigung am Gebäude hin. Auf keinen Fall sollte man hier Gewalt anwenden oder lange zögern, sondern lieber eine Fachkraft rufen, die die Ursache der Probleme untersucht.

Schäden an der Elektronik

Bei elektronisch gesteuerten Markisen kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Meistens fallen diese dadurch auf, dass sich die Markise nach Betätigung des Schalters nicht bewegt. Dabei kann der Fehler in der Elektronik des Schalters, dem Elektromotor in der Markise oder in der Verbindung liegen. Wird ein Wetterwächter eingesetzt, der drahtlos mit der Markise kommuniziert, so kann auch hier ein Defekt auftreten. In diesem Fall wird die Markise nicht mehr korrekt gesteuert. Dies kann besonders bei Wetterextremen weitere mechanische Schäden nach sich ziehen, da die Markise diesen ungeschützt ausgesetzt bleibt. Schalten Sie im Fall einer Beschädigung der Elektronik die Markise aus und beauftragen Sie Fachpersonal mit der Reparatur. Reparaturen an Strom führenden Geräten gehören in Expertenhände.

Stoffschäden

Die beste Methode, um eine Markise vor Schäden zu bewahren, ist ihre Pflege. Entfernen Sie Schmutz von Markisentuch, setzen Sie dieses nicht unnötig den Elementen aus und wenden Sie jedes Jahr ein wenig Zeit dafür auf, es zu imprägnieren und damit neu zu schützen. Gerne wird Sie dabei auch eine Markisenfachkraft bei einem Wartungstermin unterstützen. Dabei sucht diese gleichzeitig auch nach anderen Problemen, die Ihnen nicht auffallen würden.

Sind im Stoff sichtbare Risse vorhanden, so können diese häufig verschlossen werden. Hierzu gibt es speziellen Reparaturkleber – und auch nähen lassen sich viele Risse und kaputte Nähte. Beachten Sie, dass der Kleber zum Untergrund passen muss, um optimale Haltbarkeit zu erreichen. Markisenarten aus Polyethylen, Polypropylen und mit Teflonbeschichtung können nicht geklebt werden. Achten Sie auch darauf, dass der Kleber UV-beständig und wetterbeständig ist. Er muss vollständig aushärten, was bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen kann. Daneben sind Flicken erhältlich, die auch größere Löcher verschließen.

Sind die Schäden bereits zu groß oder die Markise zu ausgeblichen, sollte der Stoff von einer Fachkraft gegen eine neue Markisenstoffbahn ausgetauscht werden. Hierbei können Sie auch direkt ein neues Muster wählen und, wenn notwendig, zu einer hochwertigeren Markisenbespannung mit größerem Schutz vor den Elementen upgraden. Ihr Markisenexperte berät Sie gerne.

Schäden an der Mechanik

Die meisten Schäden an der Mechanik sollten durch eine Fachkraft überprüft und behoben werden. Alleine die Schmierung einer quietschenden Markise hingegen können Sie selbst gut durchführen. Reinigen Sie dazu die Mechanik mit einem Spezialreiniger, um verharztes Schmiermittel zu entfernen. Danach können Sie mit einem Schmiermittel nachfetten. Achten Sie dabei auf die Bedienungsanleitung, denn je nach Material der Mechanik sind nur bestimmte Schmiermittel geeignet. Bei Unsicherheiten überlassen Sie dies lieber auch einer Fachkraft. Dieser Service gehört automatisch zu jeder Markisenwartung dazu.

Verstellte Arme können durch einen Experten neu justiert werden. So öffnen sie sich wieder gerade und reibungsarm. Auch der Neigungswinkel kann nach Bedarf neu eingestellt werden. Bei anderen Problemen in der Mechanik müssen häufig Ersatzteile eingebaut werden, da der jahrelange Betrieb zu Materialermüdung führt. Meistens genügt bereits ein kurzer Austausch durch die Fachkraft und die Markise funktioniert wieder wie neu.

Bei schweren Schäden sollte auf jeden Fall ein Experte zurate gezogen werden. Jedes Markisenmodell und jede Beschädigung ist einzigartig und muss individuell behandelt werden. Auch Probleme mit der Befestigung sollten rasch und fachkundig behoben werden, damit nicht Schäden am Gebäude aus diesen entstehen. Bei besonders schweren Schäden kann es auch wirtschaftlicher sein, die Markise gegen ein neues Modell auszutauschen.

Schäden an der Elektronik

Sollte die elektrisch betriebene Markise nicht mehr funktionieren oder der Wetterwächter nicht mehr verlässlich sein, so kann ein Experte die genaue Fehlerquelle herausfinden und beheben. Dies können beispielsweise lose Kabel, defekte Getriebeteile im Elektromotor, Wasserschäden oder ein defekter Sensor am Wetterwächter sein. Meistens ist es hier notwendig, die defekten elektronischen Bauteile auszutauschen. Dabei achtet die Fachkraft darauf, dass die Sicherheit im Vordergrund steht und keine Sachschäden oder Personenschäden durch Elektrizität entstehen können.

Manche elektrischen Markisen verfügen über eine Notkurbel. Sollte die Elektronik im ausgefahrenen Zustand versagen, so können Sie die Markise über die Notkurbel wieder einziehen, um sie vor Schäden durch Umwelteinflüsse zu bewahren. Die genaue Anleitung hierzu findet sich in der Gebrauchsanweisung Ihrer Markise.

Bild: ronstik / stock.adobe.com

 

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