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Badsanierung: Neues Badezimmer mit Wohlfühlfaktor

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Arbeiten für die Badsanierung.

Letzte Aktualisierung am 2. Oktober 2020 von A. Mroos

Das Badezimmer ist längst kein reiner Nutzraum mehr, schließlich wollen wir uns in unserem Bad auch wohlfühlen. Doch die Fliesen aus dem letzten Jahrhundert oder abgenutzte Armaturen und Oberflächen machen in vielen Badezimmern eine Badsanierung notwendig. Gleichzeitig sind die meisten Bäder auch nicht behinderten- oder altersgerecht, weshalb ein barrierefreier Badumbau nötig wird. Eine Badsanierung kann aber mitunter auch sehr umfangreich ausfallen, weshalb wir im Folgenden zeigen wollen, was dabei auf Sie zukommen kann. 

Badsanierung frühzeitig planen

Bei einer kompletten Badsanierung handelt es sich um ein aufwendiges Projekt, das nicht nur einiges an Zeit sondern mitunter auch viel Geld kostet. Darüber hinaus muss man sich auch darauf einstellen, dass man das Badezimmer während der Sanierungsarbeiten nicht nutzen kann. Es ist also sinnvoll die Badsanierung frühzeitig zu planen

Berücksichtigen Sie bei der Planung zunächst, was Sie überhaupt umsetzen möchten. Nicht immer muss das gesamte Badezimmer zurückgebaut und in den Rohzustand versetzt werden, mitunter reichen auch kleinere Veränderungen. Folgende Punkte können aber bei einer Badsanierung anfallen: 

  • Wandfliesen verlegen
  • Bodenfliesen verlegen
  • Wände streichen
  • Neue Toilette
  • Heizkörper austauschen
  • Neues Waschbecken
  • Ggf. Verlegung neuer Wasserleitungen
  • Dusche bzw. Badewanne austauschen
  • Neue Badezimmermöbel (z.B. Schränke, Wandregal)
  • Beleuchtung und Lichtsysteme anpassen

Für die Planung sollten Sie sich von vornherein überlegen, wie ihr neues Bad aussehen soll und welche der oben genannten Punkte Sie umsetzen möchten. Entscheidend ist auch, wie viele Bewohner das Badezimmer nutzen und welche Bedürfnisse es erfüllen muss. Für einen Single-Haushalt gestaltet sich der Badumbau natürlich anders als bei einer Familie, bei der sich das Badezimmer von vielen Menschen geteilt wird, oder bei einem älteren Ehepaar, das einen barrierefreien Badumbau wünscht. Generell ist es sinnvoll, die Badsanierung so zu planen, dass Sie für viele Jahre zufrieden mit dem neuen Badezimmer sein können. 

Planungsfehler können später zu Problemen führen und die Kosten für die Badsanierung erhöhen. Machen Sie sich bei der Ausarbeitung des Plans also auch bewusst, was Sie selbst umsetzen können und wofür Sie doch besser einen Handwerksbetrieb engagieren sollten. Viele Fachbetriebe bieten auch eine Badsanierung aus einer Hand an, sodass Sie sich selbst um nichts mehr kümmern müssen. Diese stehen Ihnen dann auch beratend bei der Planung zur Seite und setzen die Badsanierung für Sie so um, wie Sie es sich wünschen. 

Rohbauarbeiten im Badezimmer

Bei einer Vollsanierung muss das Badezimmer in den meisten Fällen zunächst in den Rohzustand zurückgebaut werden, um dieses zu erneuern. Bei der Entkernung des Badezimmers müssen sämtliche Bauteile, Sanitärobjekte sowie Wand- und Bodenbeläge entfernt werden. 

Info: Zwar lassen sich auch Fliesen auf Fliesen verlegen, bei einer grundlegenden, umfangreichen Vollsanierung ist es aber am sinnvollsten diese zu entfernen, bevor neue Fliesen gelegt werden. 

Geübte Heimwerker können das Badezimmer selbst entkernen und in den Rohzustand versetzen. Ein wenig Erfahrung mit Renovierungsarbeiten sollte man dabei allerdings mitbringen. Sobald der gesamte Bauschutt und die Überreste des alten Badezimmers dann ordnungsgemäß entsorgt wurden, sollten Decken und Wände verputzt werden. So lassen sich die Flächen optimal auf neue Wand- und Fußbodenbeläge vorbereiten. Mitunter kann es auch sinnvoll sein, neuen Estrich zu verlegen

Elektro- und Wasserinstallation im Bad

Wenn es im Badezimmer zu Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten kommt, müssen mitunter auch neue Strom- oder Wasserleitungen verlegt werden, um den neuen Ansprüchen gerecht zu werden. Und selbst, wenn keine neuen Leitungen gelegt werden müssen, sind Sanierungsarbeiten eine gute Gelegenheit, um alte Wasser- und Stromleitungen zu checken oder gegebenenfalls zu modernisieren. Gesundheitsschädliche Materialien, wie beispielsweise Bleirohre, können entfernt werden, größere Mängel, die zum Beispiel zu einem Wasserschaden führen könnten, lassen sich so beheben. Generell kann so Schäden und Gefahren vorgebeugt werden. Sofern alles mit den Rohren und Leitungen in Ordnung ist, haben Sie Glück und diese können problemlos weiterverwendet werden. 

Beim Überprüfen oder Verlegen von Wasser- und Stromleitungen sollten Sie auf jeden Fall einen professionellen Handwerker engagieren, um Risiken und Schäden vorzubeugen. Diese haben ein geschultes Auge und können Mängel sofort ausmachen. Gerade, was die Stromleitungen betrifft, kann eigenmächtiges Handeln von Laien sogar lebensbedrohlich sein. Ein professioneller Elektroniker kann auch direkt neue Steckdosen verlegen oder Sie bei der Installation des Beleuchtungssystems unterstützen. 

Heizsystem für das Badezimmer

Niemand möchte aus der warmen Dusche kommen und direkt frieren. Dementsprechend wichtig ist ein funktionales Heizsystem im Badezimmer. Hier stehen verschiedene Systeme zur Verfügung, die Sie entweder Ihren Wünschen entsprechend auswählen oder aber der baulichen Situation anpassen können. Neben klassischen Heizkörpern sind im Badezimmer sogenannte Handtuchwärmer besonders beliebt. Auch die Fußbodenheizung bietet sich im Bad besonders gut an, ist aber auch mit etwas mehr Aufwand verbunden. Bei Auswahl und Installation des Heizsystems kann ein Anlagenmechaniker Sie besonders gut beraten und unterstützen. 

Neue Wand- und Fußbodenbeläge

Natürlich geht mit der Badsanierung auch eine optische Neugestaltung einher. Hier kommt es voll und ganz auf Ihren persönlichen Geschmack an. Was Wand- und Bodenbeläge anbelangt, stehen viele verschiedene Materialien, Farben und Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. 

Nach wie vor zählen Fliesen zu den beliebtesten Wand- und Bodenbelägen, da diese aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht nur pflegeleicht, sondern auch wasserabweisend sind. Es müssen aber nicht immer die klassisch weißen Fliesen sein. Auch hier steht eine Bandbreite verschiedener Fliesenarten und -gestaltungen zur Verfügung. Von Glas- über Naturstein- bis hin zu Mosaikfliesen sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch Holz kommt in modernen Badezimmern immer häufiger zum Einsatz. So stehen beispielsweise auch Fliesen in Holzoptik zur Verfügung. 

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Wand- und Bodenbeläge vor allem die Haptik, die Widerstandsfähigkeit und die Eigenschaften bezüglich der Wasseraufnahme.

Tipp: Achten Sie gerade im Badezimmer – und da besonders im Nassbereich – vor allem auf gute Abdichtungen und sorgen Sie dafür, dass Fugen mit Silikon abgedichtet werden. 

Installation von Sanitäranlagen

Die Toilette, das Waschbecken und die Dusche sowie gegebenenfalls die Badewanne machen das Badezimmer zu dem, was es ist. Auch hier sollten Sie sich vorab Gedanken machen, welche Bedürfnisse Ihre Sanitäranlagen erfüllen müssen. Hier kommt es auf die Nutzungsansprüche und den vorhandenen Platz an. So gibt es viele verschiedene Varianten, die auch in kleinen Badezimmern den vorhandenen Raum effektiv ausnutzen, beispielsweise in Form von platzsparenden Duschbadewannen. 

Nicht zu unterschätzen ist auch der Kostenaspekt, auch bei einfachen Standard-Sanitäreinrichtungen stehen inzwischen hochwertige Lösungen zur Verfügung. Aber auch ausgefallenere Varianten, wie beispielsweise bei Regenwaldduschen, lassen sich im Zuge der Badsanierung umsetzen. 

Wer vor allem auf Barrierefreiheit im Badezimmer setzen möchte, sollte eine ebenerdige, begehbare Dusche installieren, gegebenenfalls für eine Sitzmöglichkeit darin sorgen und Haltegriffe im Badezimmer installieren. 

Tipp: Funktionsfähige Sanitäranlagen müssen nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Mitunter reicht es aus, diese zu streichen, um Ihnen einen frischen, zeitgemäßen Look zu verpassen. 

Möbel, Deko und Accessoires

Sobald die Sanierungsarbeiten im Badezimmer abgeschlossen sind, können Sie sich voll und ganz auf die Gestaltung konzentrieren. Bei Spiegeln, Hänge- und Waschbeckenunterschränken kommt es ebenfalls voll und ganz auf zwei Aspekte an: Funktionalität und Optik. Von Farbgebung über Material bis hin zur Größe haben Sie die Qual der Wahl und können das Badezimmer ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen gestalten. 

Dekogegenstände und Accessoires setzen Akzente und sorgen für den Wohlfühlfaktor im Badezimmer. Während manch einer eher auf einen minimalistischen, modernen Stil setzt, bevorzugt ein anderer vor allem einen natürlichen Look mit Holzelementen und Pflanzen im Bad. 

Badsanierung aus einer Hand

Bei einer Badsanierung fallen viele mitunter sehr unterschiedliche Sanierungsarbeiten an. Selbst geübte Heimwerker sollten also gut abwägen, was sie selbst umsetzen können, wenn sie ihr Badezimmer sanieren wollen. 

Selbst, wenn Sie Profis mit der Sanierung beauftragen wollen, müssen Sie sich zunächst erkunden, wer für welche Sanierungsarbeiten zuständig ist. Hier kommen verschiedene Gewerke vom Fliesenleger über den Anlagenmechaniker bis hin zum Elektroniker zusammen. Alternativ bieten einige Handwerksbetriebe aber auch Komplettlösungen für die Badsanierung aus einer Hand an, was Sie gerade hinsichtlich der mitunter langwierigen Handwerkersuche entlasten kann. 

Wenn Sie Ihr Badezimmer sanieren möchten, sollten Sie sich früh genug darum kümmern, die passenden Handwerker zu engagieren. Eine genaue Planung ist wichtig, da viele Arbeitsschritte aufeinander aufbauen und Ihr Badezimmer schließlich auch nicht ewig zur Baustelle werden soll. Kümmern Sie sich also frühzeitig um die Handwerkersuche für Ihr neues Badezimmer und verwandeln Sie Ihr Bad in Ihre ganz persönliche Wohlfühloase.

Bildquelle:
Thomas Otto
/ stock.adobe.com

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