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Schimmel überstreichen: Reicht das zur Schimmelbeseitigung?

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Schimmel überstreichen allein reicht nicht aus.

Schimmel an den Wänden sieht nicht nur unschön aus, die Sporen können auch der Gesundheit schaden. Unbehandelt kann Schimmel zu einem echten Problem werden und sich weiter ausbreiten. Doch reicht es aus, wenn man Schimmel einfach überstreichen würde? Wir erklären Ihnen im Folgenden, ob das wirklich funktioniert.

Ausmaß des Schimmelbefalls

Will man Schimmel entfernen, stehen verschiedene Maßnahmen zur Schimmelbekämpfung zur Verfügung. Welche Maßnahme man wählen sollte, hängt vor allem vom Ausmaß des Schimmelbefalls ab. Tritt der Schimmel nur oberflächlich auf, kann man den Schimmel an den Wänden leicht selbst entfernen. Hat der Schimmelbefall sich jedoch bereits weit ausgedehnt und ist aufgrund feuchter Wände sogar ins Mauerwerk vorgedrungen, sind oft aufwändige Sanierungsmaßnahmen nötig, um den Schimmel zu entfernen. Hier sollte man besser auch einen professionellen Fachbetrieb beauftragen, um zu gewährleisten, dass der Schimmel vollständig entfernt wird.

Schimmel überstreichen reicht nicht

Ohne die richtige Vorbehandlung reicht es nicht aus, Schimmel zu überstreichen. Grundsätzlich ist es wichtig, die Ursachen des Schimmels zu bekämpfen, statt ihn nur optisch zu verbergen.

Den Schimmel an den Wänden einfach nur zu überstreichen, würde das Problem dementsprechend nicht lösen. Trotz der frischen Farbe kann der Schimmel mit der Zeit wieder zum Vorschein kommen. Die Verwendung synthetischer Farbe kann den Befall mitunter sogar noch verschlimmern.

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Schimmel vor dem Streichen entfernen

Bevor man die Wände streichen kann, sollte der Schimmelbefall vollständig entfernt sein. Bei einem starken Befall beispielsweise aufgrund eines Wasserschadens oder feuchter Bausubstanz, sind umfangreiche Maßnahmen notwendig und man sollte sich an einen Fachbetrieb wenden.

Um einen leichten, oberflächlichen Befall kann man sich vor dem Streichen aber auch selbst kümmern. Dazu benötigt man folgendes:

Materialien

  • Anti-Schimmel-Mittel
  • Anti-Schimmel-Farbe

Werkzeuge

  • Lappen
  • Große und kleine Farbrolle
  • Farbeimer oder Farbwanne

Zur Schimmelentfernung sollte man nach diesen drei Schritten vorgehen:

1. Sicherheitsmaßnahmen treffen

Bei der Entfernung von Schimmel werden die Schimmelsporen aufgewirbelt. Um sich selbst zu schützen, sind dabei gewisse Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Man sollte also auf jeden Fall Haushaltshandschuhe und einen Mundschutz tragen. Außerdem Fenster öffnen und gut durchlüften. Wichtig ist auch, den Lappen, den Sie verwenden, um den Schimmel zu entfernen, anschließend zu entsorgen.

2. Tapete und Schimmel entfernen

Entfernen Sie die befallene Tapete. Mitunter zeigt sich dabei, dass der Schimmelbefall größer ist, als gedacht. Dann sollten Sie sich besser doch an einen Profi wenden.

Entfernen Sie ansonsten den Pilzbefall, indem Sie die betroffenen Stellen mit einem Lappen und einem Anti-Schimmel-Mittel behandeln. Dieses sollte man nach Hersteller-Anleitung verwenden, um eine fachgerechte Ausführung zu gewährleisten. Den Vorgang sollten Sie solange wiederholen bis kein Schimmel mehr zu sehen ist. Lassen Sie die betroffene Stelle anschließend vollständig durchtrocknen, bevor Sie fortfahren.

3. Wände neu streichen

Sobald die Wand wieder trocken ist, können Sie die Wände streichen. Verwenden Sie dabei bestenfalls Anti-Schimmel-Farbe, um das Risiko eines erneuten Befalls zu minimieren. Anti-Schimmel-Farben senken meist den pH-Wert, was den Pilz abtötet und ihm eine erneute Rückkehr erschwert. Hier bietet sich beispielsweise Kalkfarbe an. Die Wandfarbe sollte gründlich und in mehreren Schichten aufgetragen werden.

Erneuten Schimmelbefall vermeiden

Liegt kein besonderer Grund wie ein Wasserschaden für den Schimmelbefall vor, wird Schimmelbildung häufig durch erhöhte Raumfeuchtigkeit begünstigt. Daher sollte man stets ordentlich und regelmäßig lüften sowie gut heizen um die optimale Raumtemperatur zu erreichen und Schimmelbefall zu vermeiden.

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