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Photovoltaik: Auf die Energie der Sonne setzen

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Photovoltaik auf einem Satteldach.

Mit einer Solaranlage auf dem Dach nutzen Sie die regenerative Energie der Sonnenstrahlen und können Ihre Stromkosten deutlich reduzieren. Doch lohnt sich eine solche Photovoltaik-Anlage wirklich für Sie?

Hier erfahren Sie viele Details zu den Photovoltaik-Kosten und zum Einsparpotenzial dieser Anlagen. Um die Investitionen gering zu halten, können Sie beispielsweise eine gebrauchte Solaranlage kaufen, wenn Sie hingegen viel Solarenergie produzieren möchten, ist ein entsprechend großer Photovoltaik-Speicher empfehlenswert.

Tipps für moderne Solaranlagen auf dem Hausdach

Abhängig von der Größe und Befestigungsart können Sie Photovoltaik in verschiedenen Bereichen nutzen. Besonders stark nachgefragt sind Solarzellen auf dem Hausdach. Diese Module wandeln die Energie der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie um. Ein Wechselrichter macht die Energie als Wechselstrom im Haus nutzbar.

Damit sich die Investition lohnt, ist je nach Dachform die Ausrichtung der Solaranlage ein entscheidendes Merkmal. Darum sollten Sie die Photovoltaik genau planen und sich ausführlich beraten lassen. Die hier genannten Tipps für Solaranlagen können Ihnen ebenfalls helfen:

  • Mit einer durchdachten Ausrichtung und Montage auf dem Dach oder an der Fassade ist ein guter Lichteinfall ohne Schatten gewährleistet, sodass die Solaranlage den bestmöglichen Ertrag erzielt. Empfehlenswert ist die Ausrichtung der Solaranlagen nach Süden oder Südwesten: So erhalten Sie eine optimale Energieausbeute.
  • In Deutschland ist der Solarertrag rechnerisch am besten, wenn der Aufstellwinkel der Photovoltaik-Module etwa 30 Grad in Richtung Süden beträgt. Hier profitieren Sie von einem besonders geringen Einstrahlungs- und Reflexionsverlust.
  • Auch im Winkelbereich zwischen 10 und 50 Grad sind die Erträge mit einer Abweichung von 10 % zur optimalen Winkeleinstellung noch sehr gut.
  • Die Abweichung zur südwestlichen oder südöstlichen Ausrichtung um nicht mehr als 45 Grad führt zu geringen Energieeinbußen von maximal 10 %.
  • Solarmodule, die im Schatten liegen, erzeugen kaum Strom und führen bei einer Serienschaltung zu hohen Energie-Einbußen. Eine ungleiche Bestrahlung kann sogar die Solarzellen beschädigen, da es durch den Ausgleich der anderen Solarzellen womöglich zu einer Art Verstopfung durch Überhitzung kommt.
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Photovoltaik für die Stromeinspeisung – eine Kalkulation

Die Gesetze zur Stromeinspeisung und zum Eigenverbrauch werden gelegentlich aktualisiert. Daher ist es sinnvoll, den selbst erzeugten Solarstrom zum großen Teil selber zu nutzen. Mit einem höheren Eigenverbrauchsanteil wird auch die Rentabilität besser, da Sie weniger Strom vom örtlichen Energieversorger benötigen. Das ist gerade bei steigenden Strompreisen ein Vorteil. Die Reduzierung der Einspeisevergütung spielt in diesem Fall eine geringere Rolle.

Bei einem Netzparallelbetrieb können Sie gleichzeitig die Energie Ihrer eigenen Solaranlage nutzen und sie ins öffentliche Netz einspeisen. Für die Berechnung der Einspeisevergütung kommt zu Ihrem normalen Stromzähler der Einspeisezähler hinzu. Die Vergütung unterliegt einer gesetzlichen Regelung, die sich allerdings so verändert hat, dass der Eigenverbrauch rentabler ist als die Einspeisung.

Aus diesem Grund sind Solaranlagen mit Speicher sehr beliebt. Die Preise für Photovoltaik-Speicher haben sich seit einigen Jahren deutlich verringert, was sich ebenfalls auf die bessere Rentabilität bei Eigenverbrauch auswirkt.

Was darf die Photovoltaik kosten?

Photovoltaik während der Montage.
Die Montage einer Solaranlage sollte ein Fachbetrieb übernehmen.

Die Anschaffungskosten für eine klassische Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus liegen aktuell bei maximal 8.000 Euro netto. Dieser Betrag bezieht sich auf den durchschnittlichen Preis von rund 1.300 Euro pro kWp (Kilowatt Peak = Spitzenleistung der Photovoltaik-Module). Mit einer 5 kWp-Anlage lässt sich Strom für eine vierköpfige Familie erzeugen. Bei einer höheren kWp-Menge reduzieren sich die Kosten für die Solarmodule und das weitere Zubehör wie Wechselrichter und Montageteile.
Der Investitionsaufwand setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • kristalline Solarmodule: 1.100 bis 1.500 Euro/kWp
  • Dünnschichtmodule: 750 bis 1.250 Euro/kWp
  • Wechselrichter: 200 Euro/kWp
  • Montagesystem: ca. 130 Euro/kWp
  • Netzanschluss: 500 bis 1.000 Euro
  • Verkabelung: 1 bis 5 Euro/m

Entscheiden Sie sich lieber für eine gute Markenqualität und achten Sie auf die Herstellergarantie und weitere Sicherheiten. Es lohnt sich meistens, etwas mehr Geld für eine langlebige und sichere Solaranlage zu investieren.

Die laufenden Betriebskosten für eine Solaranlage sind mit rund 1 % der Investition recht preiswert. 

Für die Reinigung der Photovoltaik sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen, denn die Arbeiten auf dem Dach sind für Laien eine riskante Angelegenheit. Inzwischen gibt es viele Firmen, die sich auf die Reinigung von Photovoltaik-Anlagen spezialisiert haben.

Fördermöglichkeiten

Die Vorteile einer Solaranlage für Warmwasser und Strom überzeugen viele Hauseigentümer. Wenn Sie dennoch zögern, weil Ihnen die Kosten recht hoch erscheinen, helfen Ihnen die verfügbaren Fördermittel bei der Entscheidung. Für den Bau einer Photovoltaik-Anlage können Sie Förderprogramme beanspruchen und einen Zuschuss oder zinsgünstigen Kredit beantragen.

Ein wichtiger Kontaktpartner ist die KfW, die abhängig von der Art und vom Kaufpreis der Solaranlage einen Zuschuss von bis zu mehreren tausend Euro beisteuert.

Netzunabhängige Solaranlagen für Wohnmobile, Wochenendhäuser

Die netzunabhängigen Solaranlagen oder Photovoltaik Inselanlagen eignen sich für Standorte, wo der Anschluss ans Stromnetz nicht möglich oder nur schwer durchführbar ist. Eine solche Solaranlage für den Wohnwagen sorgt für genügend Strom, ohne dass Sie auf vorhandene Infrastruktur zugreifen müssen. Das Funktionsprinzip ist ähnlich wie bei Solar-Lampen im Garten: Auch hier wird die Energie direkt vom Solarmodul an den Verbraucher weitergeleitet.

Allerdings haben die Photovoltaik Inselanlagen anders als Solar-Lichterketten einen integrierten Energiespeicher, sodass der Verbrauch nicht sofort abgerufen werden muss. Das ist deshalb sinnvoll, weil der Solarstrom tagsüber erzeugt wird und Sie ihn anschließend aus dem Speicher entnehmen können. Typischerweise dienen Bleiakkumulatoren als Speicher, die mit ihrer Effizienz kleine sowie große Ladeströme verarbeiten können.

Bei der Planung einer solchen Inselanlage sollten Sie den täglichen Energieverbrauch und auch die durchschnittlich erzielbare Solarenergie möglichst genau abschätzen. Auch die Akkukapazität wirkt sich auf den Wirkungsgrad einer unabhängigen Solaranlage aus. Im Optimalfall decken die Akkus den Energiebedarf von zwei oder drei Tagen, im Winter sogar von fünf Tagen.

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