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Holzarten: Verschiedene Hölzer & Merkmale im Überblick

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Verschiedene Holzarten im Überblick.

Letzte Aktualisierung am 23. September 2020 von Max Lehmann

Die Suche nach einem geeigneten Holz zeigt, wie vielfältig die Auswahl ist. Sehr gefragt sind heimische Holzarten wie Eiche, Birke, Buche und Kiefer. Diese Hölzer eignen sich beispielsweise für Parkett und Möbelbau. Mit ihren verschiedenen Farben und Strukturierungen schaffen die Oberflächen eine natürliche Stimmung. Teilweise eignen sich die gängigen Holzarten wie Teakholz und Fichtenholz nicht nur für den Indoor-Einsatz, sondern auch für die Gestaltung des Außenbereiches. Von der Terrassengestaltung über die Poolumrandung bis hin zur Balkonüberdachung überzeugen viele Hölzer auch als Baustoff für draußen.

Die Unterscheidung der Holzarten

Nicht immer fällt es leicht, eine Holzart zu erkennen. Ahornholz und Birkenholz ähneln einander in Farbton und Maserung. Erst bei einem genaueren Blick werden die feinen Unterschiede sichtbar.

Eine weitere Schwierigkeit zeigt sich in den verschiedenen Bezeichnungen für eine Holzart. Einige Händler finden spezielle Begriffe. Das ist häufig bei Hölzern von anderen Kontinenten der Fall. Die Yellow Cedar ist beispielsweise unter Namen wie Yellow Cypress, Alaska Zeder und White Cedar bekannt.

Die folgende kurze Übersicht hilft Ihnen dabei, die wichtigsten einheimischen Holzarten zu erkennen. Im Vordergrund stehen dabei zunächst die Grundfarben. Die Bestimmung der Hauptfarbe bezieht sich auf das Kernholz.

  • Ahornholz hat eine sehr helle Farbe, die als weiß bezeichnet wird
  • Ebenholz ist nahezu schwarz
  • Fichtenholz hat eine gelbe Färbung
  • Kiefernholz ist rötlich
  • Kirschbaumholz hat eine noch stärkere Rotfärbung
  • Nussbaumholz ist braun

Weitere Unterscheidungsmerkmale von Holz

Ob es um gestalterische Projekte im Garten geht oder um die Innenausstattung, neben der Grundfarbe des Holzes spielt das Muster bzw. die Maserung eine wichtige Rolle. Die Zeichnung des Holzes unterstreicht einen edlen oder rustikalen Charakter. Je nach Holzart können die Masern und Texturen deutlich, leicht oder kaum bis gar nicht erkennbar sein. Die Holzart lässt sich außerdem nach ihrem Aufbau bestimmen. Bei einigen Bäumen wie der Erle handelt es sich beispielsweise um Splintholz. Andere Hölzer sind als Reifholz, Kernholz oder Kern-Reifholz aufgebaut.

Als wichtige Holzmerkmale gelten unter anderem:

  • Rohdichte
  • Holzhärte
  • Holzgewicht
  • Dauerhaftigkeit & Stabilität
  • Holzfarbe
  • etc.

Für die Eignung und Verarbeitung der Holzarten zu Werkstücken, Möbeln oder Bauteilen ist die Holzhärte entscheidend. Zusätzlich zur groben Einteilung in Hartholz und Weichholz gibt es eine genaue Angabe der Härte. Hierfür stehen mehrere Bemessungssysteme zur Verfügung. Besonders häufig kommen die Systeme Brinell, Monnin und Janka zum Einsatz.

Beim Transport sowie bei der Verarbeitung spielt zudem das Holzgewicht eine Rolle. Dieses wird bei einer Holzfeuchte von 15 % in Gramm pro Kubikzentimeter gemessen.

Weitere Besonderheiten sind die Sichtbarkeit der Jahresringe und die Poren im Querschnitt. Letztere erscheinen ring-porig, zerstreut-porig oder sind nicht vorhanden.

Holzarten für das Handwerk

Wer sich noch nicht auf ein bestimmtes Holz festlegen konnte oder wollte, sollte sich noch einmal intensiver mit den verschiedenen Holzarten beschäftigen. Wir bieten daher eine Übersicht der verschiedenen, geläufigen Holzarten.

Eichenholz gilt als sehr beliebte und häufig verwendete Holzart.
Eichenholz

Eichenholz

Die Eiche gehört in Deutschland und Europa zu den heimischen Baumarten. So ist auch Eichenholz bereits seit Jahrhunderten ein beliebter Werkstoff für Bauteile, Möbelstücke oder Konstruktionen aus Holz. Seine Beliebtheit schöpft das Eichenholz aus seinen Eigenschaften: Es gilt als langlebig, schwer, hart und robust, gleichzeitig ist es resistent gegen Witterungsbedingungen sowie gegen Insekten- oder Pilzbefall. Die Kosten für Eichenholz können je nach Qualität stark variieren.

Olivenholz

Olivenholz

Olivenholz überzeugt vor allem mit seiner Langlebigkeit und seinem natürlichen Schädlingsschutz. So wird Olivenholz gerne für die Anfertigung von Küchenutensilien wie zum Beispiel Obstschalen, Kochlöffeln oder Schneidebrettchen verwendet. Auch im Dekobereich findet Olivenholz immer häufiger Anwendung. Darüber hinaus verfügt es über eine schicke Maserung, die beispielsweise auch für Bodenbeläge verwendet werden kann. Im Möbelbau wird es eher selten eingesetzt.

Bearbeitetes Lärchenholz als Bodenbelag.
Lärchenholz

Lärchenholz

Lärchenholz gilt ebenfalls als fest und beständig, generell zählt Lärche zu den schwersten Holzarten Europas. Es ist witterungsbeständig und resistent gegen Insektenbefall. So findet es sowohl im Innen- als auch Außenbereich Anwendung, sogar Unterwasser lässt sich Lärchenholz bedenkenlos einsetzen. Insgesamt zählt Lärchenholz zu den teureren Holzarten. Den höheren Preis gleicht das Lärchenholz aber durch seine hohe Beständigkeit aus.

Kiefernholz ist weit verbreitet und aufgrund seiner Eigenschaften sehr beliebt.
Kiefernholz

Kiefernholz

Von Außenkonstruktionen über Verkleidungen bis hin zu Bodenbelägen ist Kiefernholz für die verschiedensten Projekte im Außen- und Innenbereich geeignet. Es gilt als relativ günstig, weshalb es gerne und häufig verarbeitet wird. Gerade im Außenbereich sollte Kiefernholz aber mit Holzschutzmittel behandelt oder imprägniert werden, da es nur eingeschränkt witterungs- und feuchtigkeitsbeständig ist. Auch ein Befall mit dem Bläuepilz kann dem Kiefernholz zusetzen und zu Verfärbungen führen.

Buchenholz

Buchenholz

Die Buche zählt ebenfalls zu den heimischen Hölzern. Ihr Holz erweist sich als besonders zäh und ist für ihren Härtegrad bekannt. Die Anwendungsmöglichkeiten von Buchenholz sind dabei äußerst vielfältig. Von Küchenutensilien über Sitzmöbel bis hin zu Bodenbelägen, kann Eichenholz zu nahezu allen Holzprodukten verarbeitet werden. Vorsicht ist allerdings aufgrund der Anfälligkeit für Befall durch Pilze oder Insekten geboten.

Ahornholz gilt als hochwertig.
Ahornholz

Ahornholz

Das besonders helle Ahornholz gilt als weich und leicht, verfügt aber auch über eine hohe Festigkeit. Diese Eigenschaften ermöglichen eine gute Verarbeitung. So zählt Ahornholz zu den hochwertigen Holzarten und spielt vor allem im Möbelbau oder bei der Herstellung von Parkettböden eine wichtige Rolle. Auch im Geigenbau wird gerne Ahornholz verwendet. Vorsicht ist bei Ahornholz vor allem vor Pilzbefall geboten.

Mahagoni fällt durch seine dunkle, rötliche Färbung auf.
Mahagoniholz

Mahagoni

Das Tropenholz Mahagoni gehört zu den Holzarten mit der schönsten Optik. Dementsprechend teuer kann echtes Mahagoniholz auch ausfallen, rund 4000 Euro pro Kubikmeter können fällig werden. Aufgrund seiner Eigenschaften lässt sich Mahagoni gut verarbeiten. Es ist mittelhart, langlebig und wetterfest. So kommt das Tropenholz im Möbelbau sowie im Außenbereich aber auch als Dekoelement zum Einsatz.

Echt Akazienholz ist recht selten & teuer.
Akazienholz

Akazienholz

Durch seine edle Optik, seine Widerstandsfähigkeit und seiner Langlebigkeit ist auch Akazienholz sehr beliebt. Allerdings wird das Holz der Echten Akazie nur selten verarbeitet, da diese Bäume nur wenig verwertbares Holz liefern. Häufiger wird in der Holzverarbeitung hingegen das Holz der Robinie verwendet. Akazienholz kann in den verschiedensten Bereichen verarbeitet werden, so zum Beispiel für Möbel, Fußböden oder auch im Treppenbau. Es eignet sich sowohl für Innen als auch für die Anwendung im Außenbereich.

Erlenholz hat große Ähnlichkeit mit teuren Holzarten und ist deshalb sehr beliebt.
Erlenholz

Erlenholz

Das Holz der Erle wird gerne verwendet, um die Optik anderer, hochpreisigerer Edelhölzer zu imitieren. Das Erlenholz selbst fällt meist deutlich günstiger aus als andere Holzarten. Für die Herstellung von Holzmöbeln wird Erlenholz daher gerne genutzt. Auch im Instrumentenbau kommt es zum Einsatz. Allerdings zählt es nicht zu den widerstandsfähigsten Holzarten und muss vor allem für die Nutzung im Außenbereich mit Holzschutzmitteln behandelt werden, um Pilz- oder Insektenbefall zu verhindern und vor der Witterung zu schützen.

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1 Kommentar

  1. Eygi 3. Mai 2020

    Sehr Interessanter Artikel. Vielen Dank.

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