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Kiefernholz: Kosten, Holzmerkmale & Einsatzbereiche

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Kiefernholz ist weit verbreitet und aufgrund seiner Eigenschaften sehr beliebt.

Letzte Aktualisierung am 23. September 2020 von Max Lehmann

Die heimischen Nadelhölzer sind durch ihren geraden Wuchs und die relativ geringe Dichte gut als Bauholz geeignet. Zu den bekanntesten Nadelbäumen gehören Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie. Kiefer und Fichte sind in Deutschland und Europa besonders weit verbreitet.

Kiefernholz bietet sich als idealer Werkstoff für die verschiedensten Projekte an. Es erweist sich als sehr haltbar und hat eine hohe Tragfähigkeit. Außerdem ist es wegen seiner warmen Farbe im Innen- und Außenbereich sehr beliebt. Eine Imprägnierung durch Kesseldruck macht es möglich, diese Holzart auch für Außenpfosten und Pfähle zu verwenden. Innen kommt Kiefernholz beispielsweise für Verschalungen und Fußbodenbeläge zum Einsatz.

Wichtige Merkmale der Kiefer

Bei Kiefernholz ist der Splintanteil sehr hell. Mit wachsendem Alter der Bäume verringert sich der Splintanteil. Das Kernholz der Kiefer zeigt große Unterschiede zum Splintanteil. Es hat eine gelbliche bis rötlich-braune Färbung und dunkelt relativ stark nach.

Das Wachstum der Kiefer wird durch die Umgebungsbedingungen stark beeinflusst. Dies lässt sich an den Jahresringen erkennen. Teilweise sind sie weniger als einen Millimeter voneinander entfernt, andere haben einen Abstand von einem Zentimeter.

Frisch geschnittenes Kiefernholz riecht deutlich nach Harz, was auf den hohen Harzgehalt hinweist. Weitere typische Kennzeichen sind der aufrechte, geradfaserige Wuchs und die stark strukturierte Oberfläche, die sich aus hellgelbem Frühholz und dunklerem Spätholz zusammensetzt. Die Unregelmäßigkeiten, Astlöcher und natürlichen Harzkanäle sind nicht zu übersehen und bei vielen Verwendungsarten gewünscht.

Die technischen Eigenschaften von Kiefernholz

Die Kiefer ist einerseits elastisch und bietet andererseits eine gute Festigkeit. Die betreffenden Werte liegen im Vergleich zur Fichte 10 bis 25 Prozent höher. Allerdings ist der Streubereich dieser Werte größer. Trotzdem ermöglichen die elastomechanischen Eigenschaften die Verwendung als Konstruktionsholz.

Das weiche bis mittelharte Kiefernholz ist nur eingeschränkt wetter- und feuchtigkeitsfest. Daher sind Holzschutzmittel nötig, wenn das Holz den Erdboden berührt. Ansonsten verringert sich die Lebensdauer deutlich.

Ein mögliches Problem ist Pilzbefall. Kiefernholz kann unter Bläuepilz leiden, der zu Verfärbungen führt. Daher ist eine gute Druckimprägnierung wichtig, wenn Sie das Kiefernholz für Pfosten oder Pfähle verwenden möchten.

Kosten für Kiefernholz

Die Preise für Kiefernholz sind im Vergleich zu anderen Holzarten recht niedrig. Eine günstige Schnittholz-Qualität der Klasse I oder II erhalten Sie für 300 bis 350 Euro pro Kubikmeter. Höherwertiges Kiefernholz liegt im Preisbereich zwischen 450 und 550 Euro. Diese bessere Qualität entspricht dem Durchschnittpreis von Fichtenholz.

Hochklassige Laubhölzer wie Buchen- und Eichenholz sind in einer deutlich höheren Preisklasse angesiedelt. Eichenholz kostet etwa das Doppelte und bei Buche müssen Sie mit rund 300 Euro mehr pro Quadratmeter rechnen.

Verarbeitungsmöglichkeiten

Abhängig von der Verwendung sind verschiedene Verarbeitungsmethoden möglich. Zunächst geht es um die Trocknung, die bei Kiefernholz nur kurz dauert und keine Probleme bereitet. Lediglich beim schnellen Feuchtigkeitsentzug können sich feine Risse bilden. Die mittleren Schwindwerte sorgen dafür, dass das Kiefernholz nach der Trocknungsphase ein gutes Stehvermögen hat.

Bei der Holzbearbeitung von Kiefer ist kein großer Kraftaufwand erforderlich. Das vereinfacht die Bearbeitung mit Maschinen oder mit reiner Muskelkraft. Kiefernholz eignet sich für die verschiedensten Einsatzbereiche sowohl im Möbelbau als auch für Bodenbeläge, Verkleidungen oder Bauteile.

Pflegehinweise zum Kiefernholz

Die Behandlung der Holzoberfläche beginnt zumeist mit der Entfernung der Harzstellen. Auf diesem Untergrund haben Anstriche und Öle nicht die nötige Haftung. Vor allem vor dem Beizen ist deshalb eine gründliche Beseitigung von Harz erforderlich. Anschließend stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl, beispielsweise:

Je nach Behandlungsart eignet sich das Holz für die verschiedensten Objekte. Kiefernholz ist unter anderem im Möbelbau und im Innenausbau sehr beliebt. Für den Außenbereich ist eine gute Imprägnierung sinnvoll, damit die Gartenmöbel und Zaunarten aus Kiefernholz langfristig ihr frisches Aussehen behalten.

Bildquellen:
wstockstudio / stock.adobe.com

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