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Auftraggeber Bauen Renovierung Treppenbau

Treppenbau: Kosten, Planung und Vorschriften

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Handwerker beim Treppenbau.

Letzte Aktualisierung am 23. September 2020 von Max Lehmann

Eine neue Treppe im alten oder neuen Haus erfordert eine gute Planung, denn die Kosten können stark variieren. Erfahrene Treppenbauer kennen sich mit den zahlreichen Treppenformen und Details aus. Dabei geht es um die grundsätzliche Geometrie im Treppenbau, also ob sie geradläufig, geschwungen oder gewendelt sind, und um den Treppenlauf. Offene und geschlossene Formen, Design-Varianten und klassische Modelle. Abgerundet wird die Treppe durch die geeigneten Materialien. So entstehen einzigartige Treppen, die sich auf den Gesamtstil anpassen lassen.

Was kostet der Bau einer Treppe?

Posten / TreppenartRaumspartreppeWangentreppeMittelholmtreppeFaltwerktreppe
Material80 – 260 €600 – 1000 €1000 bis 3000 €2000 – 3000 €
Einbau0 € bei Selbsteinbau1500 – 2000 €1500 – 2000 €3000 – 5000 €
Gesamtkosten80 – 260 €2100 – 3000 €2500 – 5000 €5000 – 8000
Verschiedene Treppenvarianten im Vergleich

Treppen können sich in ihrer Form, Höhe und den verwendeten Materialien sehr stark unterscheiden. Beim Treppenbau können wir also keine feste Auskunft über die zu erwartenden Preise geben und verwenden hier nur Beispiele aus verschiedenen Preisklassen, die sich aber vor allem auf Wohnräume beziehen. Für ein passgenaues Angebot sollten Sie den Auftrag ausschreiben und qualifizierte Handwerker aus der Region können Ihnen kostenlos und unverbindlich Angebote machen.

Wovon hängen die Kosten einer Treppe ab?

  • Geschosshöhe
  • Treppenmaterial
  • Bauart und Konstruktion der Treppe
  • Selbsteinbau oder Einbau durch einen Treppenbauer

Materialkosten für Holztreppen

Beim Treppenbau hat man viele Materialien zur Auswahl. In Innenräumen von Wohnhäusern sind besonders die Holztreppen beliebt. Bei den Holztreppen sind vor allem folgende Holzarten relevant, mit entsprechendem Budget können aber auch exotischere Holzarten wie Kirsch- oder Olivenholz genutzt werden.

Nadelhölzer wachsen schnell nach und sind die günstigsten Materialien für Holztreppen. Besonders beliebt sind Kiefern- und Fichtenholz. Günstige Baukastentreppen sind schon ab 300 Euro erhältlich und auch beim Tischler ist der Einbau von Nadelholztreppen günstiger.

Buchenholz eignet sich besonders gut für Treppen, denn es ist optisch ansprechend, sehr hart und hat gute Dämmeigenschaften. Günstige Baukastentreppen aus Buchenholz fangen bei etwa 500 Euro an, beim Einbau vom Tischler muss man aber mit über 3000 Euro rechnen. In einer ähnlichen Preisklasse befindet sich auch das flexible Eschenholz.

Eichenholz gehört zu den teuersten Holzarten unter den heimischen Hölzern und kann die Kosten für die Treppe schon mal auf 5000 Euro steigen lassen. Es ist relativ hart und optisch sehr ansprechend.

Materialkosten für Beton- und Steintreppen

Betontreppen werden vor allem in Treppenhäusern von größeren Gebäuden gebaut. Günstige Beton-Fertigteiltreppen kosten um die 1500 bis 2000 Euro ohne Treppenbelag, Geländer und Verputzer. Sichtbetontreppen kommen im Gegensatz dazu auch ohne Treppenbelag aus, müssen aber auch beschichtet werden.

Steintreppen kosten in der Regel wesentlich mehr. Das hängt aber auch stark davon ab, welche Arten von Steinen verwendet werden. Während es auch günstigere Varianten ab 1500 Euro gibt, können die Kosten auch gerne mal auf 10.000 Euro oder mehr steigen.

Kosten für den Einbau der Treppe

Bei den meisten Treppen aus Holz ist der Einbau teurer als die Materialien. Der genaue Preis hängt jedoch von der gewählten Bauart der Treppe ab. Wangen- und Mittelholmtreppen sind nicht sehr kompliziert im Aufbau und gehören zu den günstigsten Treppenformen, da es ein zentral tragendes Teil gibt.

Freitragende Treppen – wie die Faltwerktreppen oder Tragbolzentreppen aus unserem Beispiel – sind hingegen aufwendiger und der Einbau kann auch bei einer überschaubaren Länge 3000 bis 5000 Euro kosten.

Treppenbau – Variationen

Wo genau die Entscheidung für eine Treppe beginnt, ist nicht eindeutig zu sagen. Einige Bauherren bzw. Eigentümer beschäftigen sich zuerst mit den Materialien, andere starten mit der Geometrie. Wie sieht es bei Ihnen aus?
Im Haus sind Holztreppen die Favoriten. Durch die Holzstufen wirkt die Treppe warm und natürlich. Wenn Sie das Auftreten als zu laut empfinden, können Sie Teppichelemente darauf verlegen. Auch das Geländer kann aus Holz gefertigt sein, doch hier entscheiden sich viele für Stahlelemente.
Als Variante zur Holztreppe bietet sich eine Stahltreppe an. Hier erklingen Ihre Schritte allerdings noch lauter, außerdem kann es zu einem Nachhall der Stahlkonstruktion kommen.

Betontreppen sind eine Entscheidung, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Sie sind unzerstörbar und fügen sich in eine minimalistische Umgebung ein. Allerdings gibt es wenig Spielraum beim Design.

Einige Treppenformen

Im Treppenbau sind zahlreiche Treppenformen bekannt, von geraden, einläufigen Treppen über 1/4 und 1/2 gewendelte bis zu Sonderformen. Bei der Auswahl einer geeigneten Innen- oder Außentreppe geht es auch um die offene oder geschlossene Bauform. Ergänzend gibt es Kinderschutzelemente, die sicherstellen, dass Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt die Treppe betreten. Hierfür stehen stilistisch passende Pforten und Leisten zur Verfügung.

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Treppenarten

Wenn ein Treppenbau gesucht ist, geht es vor allem um die Entscheidung für eine bestimmte Treppenart. Im Folgenden sollen die wichtigsten Treppen etwas genauer vorgestellt werden. Dieser Überblick dient dazu, Ihnen die Auswahl zu erleichtern. Oder haben Sie bereits eine Vorauswahl getroffen und wünschen eine individuelle Beratung? Auch dann können die hier aufgeführten Beschreibungen nützlich sein.

Unter den Treppenarten bietet die geschlossene Wangentreppe Platz für Stauraum
Die geschlossene Wangentreppe bietet Platz für Stauraum unter der Treppe
  • Die offene Wangentreppe ist zwischen den Stufen durchlässig. So fällt mehr Licht hindurch, was gerade in kleinen, dunklen Räumen vorteilhaft ist.
  • Die geschlossene Wangentreppe ist mit vertikalen Elementen – den Setzstufen – versehen. Diese schließen die Zwischenräume der Trittstufen. Durch diese Bauweise lässt sich der Raum unterhalb der Treppe als Extra-Stauraum nutzen.
  • Bei der Bolzen- oder Tragbolzentreppe ist eine Kombination mit Wandwangen möglich, aber nicht nötig.
  • Eine Faltwerktreppe setzt sich üblicherweise aus massiven Tritt- und Setzstufen zusammen. Wangen und Bolzen sind hierbei nicht erforderlich. Diese Variante bietet sich für ein modernes, schlichtes Ambiente an. Hier steht das Design im Vordergrund: Vor allem in Neubauten ist die Faltwerk- oder Faltwerkriegeltreppe deshalb sehr beliebt.
  • Auch die Kragarmtreppe setzt auf eine starke Reduktion. Durch die massiven Stufen und deutliche Farbkontraste hat sie einen funktionalen Charakter. Mit eleganten Holzstufen wirkt sie besonders elegant.
  • Die Systemtreppe ist zumeist eine elegante, geländertragende Konstruktion. Für die wandseitige Montage kommen Trittschalllager zum Einsatz. An der Innenseite sind die Treppenstufen mit Distanzspindeln und Zugstäben an dem mittragenden Handlauf fixiert.
  • Wenn genügend Platz vorhanden ist, wirkt eine Podesttreppe sehr repräsentativ. Hier befindet sich zwischen den gerade ausgerichteten Treppenläufen ein Podest. Der Winkel der Treppenläufe vom Podest aus liegt abhängig von den Räumlichkeiten bei 90 oder 180 Grad.

Wendel- oder Spindeltreppe?

Eine moderne Wendeltreppe.
Diese moderne Wendeltreppe ist besonders platzsparend

Als Laie kennen Sie den Unterschied zwischen Wendeltreppe und Spindeltreppe vielleicht noch nicht. Die folgende Erklärung hilft weiter:
Die Wendeltreppe schwingt sich um ihre Achse und lässt dabei diesen Raum frei. Der Treppenbauer spricht hier vom Treppenauge. Bei einem recht großen Treppenauge braucht die Wendeltreppe mehr Platz und die Steigung wird flacher. Wenn Sie wenig Raum für eine Treppe haben, ist also eine platzsparende Wendeltreppe mit kleinem Treppenauge sinnvoll.
Die Spindeltreppe ist ebenfalls schlank und macht optisch viel her. Hier ist an der Stelle des Treppenauges das zentrale Standrohr verbaut. Dieses Standrohr, die Spindel, bildet die Mittelachse und hält die Treppenstufen. Darum hat die Spindeltreppe lediglich eine Wange, während die Wendeltreppe mit zwei Wangen ausgestattet ist.

Weitere Treppenarten

Für ein Reihenhaus oder eine Wohnung mit wenig Platz ist eine Raumspartreppe gut geeignet. Ihr Name sagt bereits aus, was ihre Aufgabe ist. Durch eine geschickte Stufenanordnung braucht diese Spezialtreppe besonders wenig Raum. Dennoch ist eine sichere Begehung möglich. Außerdem punkten die modernen Raumspartreppen durch ein starkes Design. Ob sie geradlinig sind oder um die Kurve gehen, ein genauer Blick zeigt, dass die Stufen im Vergleich zur Standardtreppe meistens deutlich steiler verlaufen.

Die Dachbodentreppe benötigen Sie möglicherweise nur ein paar Mal im Jahr: um die Koffer herunterzuholen oder um etwas für längere Zeit zu lagern. In diesem Fall ist eine klappbare Bodentreppe sinnvoll. Wenn Sie nicht auf den Dachboden hinauf müssen, bleibt die Treppe zusammengefaltet auf der Oberseite der Bodenklappe verborgen.

Oder nutzen Sie den Dachboden mindestens zweimal pro Woche für ein bestimmtes Hobby? Oder Sie haben einen Dachbodenausbau vorgenommen und Ihren Wohnraum erweitert? Dann lohnt sich eine Treppe, die dauerhaft nach oben führt. Die typische Dachbodentreppe ähnelt eher einer Leiter, sollte aber trotzdem sicheren Halt bieten.

Weitere Informationen für den Treppenbau

Soll es eine einläufige oder zweiläufige Treppe sein? Das richtet sich nach dem Platz, den Sie in Ihrer Wohnung haben. Auch das Design wirkt sich auf Ihre Entscheidung aus. Holztreppen eignen sich für fast jeden Stil, allerdings richtet sich die Anpassungsfähigkeit auch nach der Formgebung von Treppengeländer und nach der Grundfarbe.

Vor dem Einbau sollten Sie außerdem die räumlichen Gegebenheiten und die Treppenmaße genau prüfen. In Wohngebäuden gelten die Vorschriften der DIN 18065, die Hauptmaße mit Toleranzen beinhaltet. Diese Grundlagen sind unabhängig vom verwendeten Material und der Treppenart. Ergänzende Bauverordnungen in Ihrem Bundesland sollten Sie ebenfalls berücksichtigen.

Welche Maße benötigen Sie?

  • Lauflänge,
  • Stufenzahl,
  • Steigungshöhe
  • Antritt und Austritt.

Auch das Treppengeländer ist einen genauen Check wert: Hier geht es um Absturzsicherheit und Design. Kein Wunder, dass für die Kontrolle der einzelnen Punkte ein Treppenbauer gesucht wird. Die Profis wissen, welche Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen für Ihr Objekt infrage kommen.
So können Sie sich auf die Optik konzentrieren. Welcher Stil ist Ihrer – der klassische oder moderne Landhausstil, ein kühler Look mit mattem Edelstahl und hellem Holz, elegante Linien mit dunklen Holztönen und glänzenden Chrom-Elementen? Beim Treppenbau können Sie sich von den zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten inspirieren lassen.

Bildquellen:
Agence DER/stock.adobe.com
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