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Anleitung für Trockenbau: Räume aufteilen

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Mit Trockenbau neue Wände ziehen

Die Decke abhängen oder den Raum mit leichten Trennwänden aufteilen – mit Trockenbau lassen sich verschiedene Projekte beim Innenausbau umsetzen. Sowohl aus gestalterischer als auch aus bautechnischer Sicht kann Trockenbau daher also interessant sein. Häufig stellt das auch eine günstigere und schnellere Alternative als in Nassbauweise gefertigtes Mauerwerk dar. Trockenbau kann sowohl direkt beim Neubau des Hauses, als auch im Zuge einer Renovierung durchgeführt werden. Umbauten die mit einer Trockenbauwand gefertigt wurden, haben auch den Vorteil, später wieder leicht rückgängig gemacht werden zu können.

Bei größeren Projekten schafft der Trockenbauer Abhilfe, kleinere Maßnahmen lassen sich oft selbst umsetzen. Trennwände können Heimwerker häufig sogar selbst ziehen. In der folgenden Trockenbau Anleitung erfahren Sie, wie Sie mit Trockenbau neue Wände bauen können.

Trockenbau: Planung und Vorbereitung

Im Vorfeld sollten Sie sich natürlich bewusst darüber sein, was Sie im Trockenbau umsetzen wollen. Bei sämtlichen der nachfolgend vorgestellten Maßnahmen müssen Sie natürlich im Vorfeld planen, wie viel Material Sie benötigen. Nehmen Sie daher mit Maßband oder Zollstock Maß im umzubauenden Raum und sammeln alle benötigten Maße. Mit der Wasserwaage können Sie zusätzlich ermitteln, ob ungerade oder unebene Stellen gibt, die gegebenenfalls ausgeglichen werden müssen. Auch das hat Auswirkungen auf den Materialbedarf.

Danach sollten Sie sich überlegen, welche Art von Platten Sie für den Trockenbau verwenden möchten. Als besonders vielseitig erweisen sich die Gipskartonplatten, besser bekannt als Rigipsplatten. Bei diesen bietet sich eine große Palette an verschiedenen Ausführungen dieser Platte. So gibt es die Gipskartonplatte für den Einsatz an Wand, Decke oder Boden. Ein weiteres Einsatzfeld können Feuchträume sein. Auch das gewünschte Ständerwerk ist von Bedeutung.Mit Rigipswänden lassen sich Räume ganz leicht aufteilen.

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Trockenbauwand ziehen

Vorbereitung

Wollen Sie beispielsweise Ihr Wohnzimmer vom Essbereich abtrennen, bietet sich eine leichte Trennwand gut an. Generell zur Aufteilung von Räumen sind Trockenbauwände gut geeignet. Auch hier ist die Vorbereitung entscheidend. Was Sie zuvor festlegen sollten:

  • Position der Trockenbauwand
  • Höhe und Länge der Wand
  • Lage der Tür in der Trockenbauwand

Machen Sie im Zuge Ihrer Planung Markierungen und achten Sie beispielsweise auch darauf, dass die neue Trockenbauwand parallel zur gegenüberliegenden Wand verläuft. Es kann auch nicht schaden, eine Skizze der geplanten leichten Trennwand zu erstellen. Darin sollten auch die Maße für das Ständerwerk enthalten sein.

Werkzeug und Utensilien besorgen

Neben den Platten und dem Material für das Ständerwerk, benötigen Sie folgende Utensilien und Werkzeuge zum Ziehen der Trockenbauwand:

  • Teppich- oder Cuttermesser
  • Akkuschrauber und Bohrmaschine
  • Maßband und Wasserwaage
  • Schrauben und Dübel
  • Silikon
  • Hobel
  • Schleifpapier

Ständerwerk aufbauen

Nachdem Sie alle Materialien für Ihre Trockenbau zusammen haben, sollten Sie damit beginnen das Ständerwerk für Ihre Trockenbauwand aufzustellen, gehen Sie dabei wie folgt vor:

Bei freistehenden Wänden:

  • Trockenbauprofile einrichten
  • Profile mit Blechschere auf die richtige Größe zuschneiden
  • Mit dem UW-Profil starten: festschrauben bei Holzböden, dübeln bei Betonböden
  • Decken- und Wandanschlussprofile festschrauben bzw. ggf. mit Silikon verkleben
  • CW-Profile senkrecht einsetzen
  • UA-Profile für die Tür im 90-Grad-Winkel anbringen

Bei abgehängten Decken:

  • Längsträger als erstes anbringen.
  • Traglattenprofile darauf anbringen

Trockenbauplatten anbringen

Vor der Montage sollten Sie die Platten noch auf die benötigte Platte zuschneiden. Mit dem Hobel können hier auch die Kanten, die beim Zuschnitt entstanden sind geglättet werden. Gehen Sie danach wie folgt vor:

  • Platten ansetzen und mit Wasserwaage ausrichten
  • Fuge sowohl zwischen Boden und Wand, als auch zwischen Decke und Boden frei lassen, dazu Platte unterlegen
  • Platten am Ständerwerk festschrauben
  • Danach verspachteln: Fugen und Schraubenlöcher mit Silikon ausfüllen
  • Abschleifen nach dem Verspachteln der Wand

Verspachteln

Wollen Sie die Trockenbauwand nach dem Ziehen noch Streichen oder Tapezieren, lohnt es sich meist die Gipskartonplatten noch zu verspachteln. Dazu benötigen Sie einen Spachtel und Spachtelmasse. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Spachtelmasse auftragen
  • Spachtelmasse mit Glättkelle über die Fugen ziehen
  • Nach dem Trocknen, Spachtelmasse schleifen
  • Fugenfüllprofil an den Anschlussfugen der Wände anbringen
  • Fugen mit Dichtstoff verfugen

Nach dem Verspachteln lässt die Wand sich streichen oder tapezieren. Achten Sie je nach gewünschter Oberfläche auf die notwendige Oberflächengüte.

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2 Kommentare

  1. Lucy 11. Juni 2019

    Wir haben endlich eine Wohnung in unserer Traumviertel gefunden. Allerdings eine 2- statt einer 3-Zimmer-Wohnung. Ein befreundeter Architekt meinte, dass es aber kein Problem sei, einen großen Raum durch eine Trockenbau-Wand zu teilen. Danke für den Ratschlag, Rigipsplatten zu nehmen.

    Antworten
  2. Nina 26. August 2019

    Wir möchten in unserer neuen Wohnung zwei Wände einziehen. Danke für die genaue Anleitung, wie man dies macht und welche Werkzeuge man benötigt. Falls wir uns das dann doch nicht zutrauen, können wir mit den Profis für den Trockenbau wenigstens (fast) auf Augenhöhe reden.

    Antworten

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