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Haustür: Qualitätsmerkmale, Kosten & Förderung

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Haustür eines modernen Hauses

Letzte Aktualisierung am 19. Oktober 2020 von A. Mroos

Ob als erste Eingangstür bei einem Neubau, zur Renovierung und Umgestaltung der Wohnung oder zur Verbesserung der Wohnungssicherheit – es gibt zahlreiche Gründe, sich für eine neue Haustür zu entscheiden. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede in der Bauart. Von der einfachen Haustür aus dem Baumarkt über moderne Türen aus verschiedensten Stoffen, die über großartige Sicherheitsmerkmale und eine gute Wärmedämmung verfügen bis hin zur hochwertigen Designertür, ist für jeden Hausbesitzer die passende Türart dabei. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu verschiedenen Haustüren, ihren Preisen und der Montage. 

Qualitätsmerkmale einer Haustür

Eine Haustür erfüllt zahlreiche Funktionen, die teilweise im Widerspruch zueinanderstehen. Auf der einen Seite ist sie der „Haupteingang“ und soll sowohl die Hausbesitzer als auch willkommene Gäste begrüßen. Dementsprechend muss sie ein Gefühl der Behaglichkeit und Freundlichkeit ausstrahlen, denn niemand kehrt gerne dort ein, wo der Eingang an einen Bunker erinnert. Auf der anderen Seite muss die Haustür jedoch auch Unerwünschtes draußen halten.

Dazu zählen unter anderem unerwünschte Gäste und Einbrecher. Moderne Haustüren können dank zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen Einbrechern den Eintritt entscheidend erschweren. Obwohl keine Tür einen absoluten Schutz bietet, suchen sich die meisten Einbrecher bei merklichem Widerstand schnell ein leichteres Opfer. Natürlich sollen auch Umwelteinflüsse wie Kälte draußen gehalten werden.

Design der Haustür

Um ein heimeliges Gefühl zu verbreiten, gibt es zahlreiche Designmöglichkeiten für jedes Haus. Haustüren können aus Holz, pulverbeschichtetem Aluminium, Kunststoff oder Stahl bestehen. Viele Haustüren besitzen außerdem Glasfenster, die in unterschiedlichsten Ausführungen gestaltet werden können und besonders in dunklen Dielen für eine zusätzliche Lichtquelle sorgen. 

Sicherheit

Um Sicherheit herzustellen, können zahlreiche Verriegelungen und Verankerungen für die Tür eingebaut werden. Während eigentlich jede Tür eine gewisse Festigkeit besitzt, sind die Scharniere und das Türschloss angreifbare Schwachpunkte. Mit Bodenverankerungen, gesicherten Scharnieren und einem Riegel kann die Sicherheit hier entscheidend verbessert werdend. Auch die Anbindung ans Smart Home, die Installation eines Fingerabdrucksensors und andere Sicherheitsmaßnahmen sind gut machbar. Haustüren werden je nach Sicherheit mit einem RC-Wert (Resistance Class) von eins bis sechs gekennzeichnet. Die polizeilichen Beratungsstellen empfehlen mindestens Türen mit RC 2. Zu beachten ist, dass eine gut gesicherte Eingangstür nur ein Teil eines kompletten Sicherheitskonzepts sein kann. Ein Sicherheitsexperte unterstützt Sie gerne bei der Findung, Installation und Wartung eines für Sie sinnvollen Gesamtpaketes an Sicherheitsmaßnahmen.

Wärmedämmung

Besonders in Zeiten steigender Heizkosten sollte auch die Wärmedämmung beachtet werden. Eine gut gedämmte Tür sitzt sicher, enthält ausreichendes Isoliermaterial und erzeugt keine Wärmebrücken. So werden auch der Türgriff und die Scharniere durch Isolation getrennt, damit die kostbare Wärme nicht nach außen abgeleitet wird. Während Holz von Natur aus ein wärmedämmendes Material ist, enthalten Türen aus anderen Materialien Luftkammern, Schaumstoff oder weitere Materialien, die zur Dämmung beitragen. Die Güte der Wärmeisolierung wird mit dem sogenannten U-Wert angegeben. Er errechnet sich aus dem Verlust an Wärmeenergie je Quadratmeter und Grad Wärmeunterschied zwischen innen und außen. Ein U-Wert von 1,8 W/m²K ist Standard. Ab einem U-Wert von 1,3 W/m²K sind zahlreiche Förderungen möglich. Besonders gut isolierte Haustüren können einen U-Wert von 0,7 W/m²K erreichen. 

Material

Eine weitere wichtige Entscheidung bei der Wahl der richtigen Haustür ist die Wahl des korrekten Materials. Holztüren sind sicher der Klassiker und besitzen eine hervorragende Schallisolierung und ein heimeliges Design. Aluminiumtüren sind witterungsbeständig, können sich nicht verziehen und sind deswegen weniger wartungsintensiv. Kunststofftüren überzeugen durch ihr leichtes Gewicht, ihre vielfältige Optik und ihre häufig exzellente Wärmeisolierung. 

Materialkosten und Montage

Haustüren können je nach Bauart erhebliche Preisunterschiede aufweisen. Dabei gilt, dass besonders gute Wärmedämmungseigenschaften, Sicherheitseigenschaften und natürlich auch das Design, der Einbau von Glasfenstern und bei Holztüren die Nutzung edler Holzarten den Preis erhöhen. Hier einige Preisbeispiele aus der Praxis:

HaustürKosten (€)
Einfache Kunststoffhaustür200 – 300
Wärmeisolierte Kunststoffhaustür700 – 900
Wärmeisolierte Sicherheitshaustür RC 2 aus Kunststoff1100 – 1300
Sicherheitshaustür RC 3-42000 – 5000
Designerhaustür3000 – 6000

Neben den Einbaukosten der Haustür fallen für den Einbau der Tür auch Montagekosten an. Diese betragen je nach Aufwand 300 – 600 Euro, inklusive der Demontage und Entsorgung der alten Haustür. Diese Montagekosten haben nicht grundlos ihren Preis, denn der fachgerechte Einbau einer Haustür ist mindestens so wichtig wie die sorgfältige Auswahl der Haustür selbst. Eine nicht fachgerecht verbaute Tür kann sowohl in Sachen Wärmeisolation als auch betreffend der Sicherheit nicht ihre vollen Vorzüge ausspielen. So können bereits kleine Lücken oder Wärmebrücken zu einem erheblichen Wärmeverlust führen.

Auch in Sachen Sicherheit können bereits kleine Fehler beim Einbau dafür sorgen, dass für Einbrecher empfindliche Schwachpunkte freigelegt werden. Verlassen Sie sich deshalb lieber auf einen der Experten, die sie bei Blauarbeit.de finden. Für den Einbau einfacher Türen können Ihnen Schreinereien häufig helfen, während für komplexere Türsysteme spezialisierte Türmonteure die bessere Wahl sind.

Förderprogramme für Haustüren

Die Sanierung einer Haustür bringt zahlreiche Vorteile. Durch eine bessere Wärmeisolation können erhebliche Mengen an Heizenergie gespart werden, was im Sinne der Energiewende ist. Gleichzeitig ist auch der erhöhte Einbruchsschutz von Vorteil.

Um die Sanierung von Haustüren zu unterstützen, hat die KfW-Bank (Kreditinstitut für Wiederaufbau) diverse Förderprogramme beschlossen. Hausbesitzer können, wenn ihre Tür den Ansprüchen der Fördermaßnahmen entspricht, entweder Kredite zu äußerst günstigen Konditionen oder eine anteilige Förderung an den Kosten beantragen. Die Förderung muss zu Beginn der Sanierung beantragt sein. Hierfür ist bei den Programmen 152 und 430 ein in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelisteter Energieberater notwendig. Auch wenn mehrere Voraussetzungen erfüllt sind, müssen Sie sich für das für Sie lohnendste Förderprogramm entscheiden. Die verschiedenen, für Haustürsanierungen relevanten Förderprogramme sind:

FörderprogrammFörderungVoraussetzungen
152Kredit mit 0,75 % Zins und 20 % TilgungszuschussU-Wert 1,3 W/m²K oder besser
159Kredit mit 0,78 % ZinsU-Wert 1,3 W/m²K oder besser, RC-Wert 2 oder besser
43020 % ZuschussU-Wert 1,3 W/m²K oder besser
450-B10 % Zuschuss (12,5 % bei Komplettsanierung)

U-Wert 1,3 W/m²K oder besser, RC-Wert 2 oder besser, Barrierefreiheit

455-E20 % Zuschuss bei 500 – 1000 € + 10 % Zuschuss von 1000 bis 15000 €

U-Wert 1,3 W/m²K oder besser, RC-Wert 2 oder besser

Zusätzlich sind bis zu 20 % der Handwerkerrechnung steuerlich absetzbar, wenn die Arbeiten an der eigenen Wohnung durchgeführt wurden.

l_v_v /stock.adobe.com

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