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Auftraggeber Garten und Balkongestaltung Zaunbau

Zaunbau: Verschiedene Zaunarten für Ihren Garten

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Der Familienhund vor einer der vielen Zaunarten.

Letzte Aktualisierung am 23. September 2020 von Max Lehmann

Mit einem Zaun grenzen Sie vordergründig Ihr Grundstück ein, beispielsweise den Garten oder den Vorgarten. So wird es für Unbefugte schwerer auf das Grundstück zu gelangen, während es für Hunde oder Kinder schwieriger wird das Grundstück einfach zu verlassen. Der Zaun gibt also vor allem Sicherheit. Darüber hinaus fungieren Zäune aber auch als Sichtschutz sowie um Lärm und Wind abzuschirmen. Wer auf seinem Grundstück einen Zaun bauen will, muss sich aber bewusst sein, wie dieser aussehen soll. Entscheidend ist dabei vor allem die Art des Zauns. 

Zaunarten im Überblick

Bevor Sie sich für eine Zaunart entscheiden, sollten Sie sich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zaunsysteme informieren. Darüber hinaus spielt natürlich auch die Optik und die Gesamtgestaltung Ihres Grundstücks eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Zaunart. Auch die Kosten für den Zaunbau sind nicht unwichtig. Zu den geläufigsten Zaunarten gehören: 

  • Lattenzaun
  • Maschendrahtzaun
  • Lamellenzaun/Bohlenzaun
  • Jägerzaun
  • Stabmattenzaun
  • Gabionen

Lattenzaun

Der Lattenzaun gehört zu den beliebtesten Zaunarten.
Der Lattenzaun ist klassisch und schlicht.

Der Lattenzaun zählt zu den klassischsten Zaunarten. Die senkrecht stehenden Latten, die dem Zaun seinen Namen verleihen, werden durch zwei bis drei Querbalken verbunden. Die senkrecht stehenden Latten werden dabei in regelmäßigen Abständen an den Querbalken angeordnet, indem sie angeschraubt oder angenagelt werden. In der Regel besteht der Lattenzaun entweder aus Holz, Kunststoff oder Aluminium. Der Lattenzaun ist stabil, einfach aufzubauen und bewegt sich im unteren Preissektor. Um einen guten Sichtschutz zu bieten müssen die Latten jedoch sehr nah aneinander stehen. 

Eine spezielle Form und in gewisser Weise der Vorgänger des Lattenzauns ist der Staketenzaun. Dieser ist auch heute noch geläufig und besteht aus Ästen, die mit Drähten verbunden und an Pfosten befestigt werden. 

Maschendrahtzaun

Der Maschendrahtzaun ist schlicht, aber effektiv.
Der Maschendrahtzaun überzeugt vor allem mit Funktionalität

Der Maschendrahtzaun überzeugt vor allem durch seine Funktionalität. Der häufig mit grünem Kunststoff ummantelte Draht wird zwischen Pfosten mit regelmäßigem Abstand zu Maschen verflochten, was ihm auch seinen Namen verleiht. Die Größe der Maschen lässt sich so anpassen, dass selbst kleinere Tiere nicht durch den Zaun kommen. Er lässt sich flexibel in beinahe jedem Garten und auf jedem Untergrund aufbauen. Insgesamt ist er eher schlicht gehalten und besticht auch mit seinem günstigen Preis. Allerdings bietet der Maschendrahtzaun keinen effektiven Sichtschutz. Um diesen zu erreichen, sollten Sie ihn bepflanzen. Auch menschliche Eindringlinge kann er nur oberflächlich abhalten. 

Lamellenzaun und Bohlenzaun

Der Lamellenzaun ist blickdicht.
Der Lamellenzaun wie auch der Bohlenzaun bieten einen effektiven Sichtschutz

Wer bei seinem Zaun besonderen Wert auf Wind- und Sichtschutz legt sollte sich eingehend über die Zaunarten Lamellenzaun und Bohlenzaun informieren. Beide sind hier besonders effektiv, einigen von Ihnen könnte das aber schon zu verschlossen wirken.

Der Unterschied zwischen den beiden Zaunarten besteht in der Ausrichtung: Die Lamellen verlaufen horizontal, die Bohlen vertikal. In der Regel bestehen Lamellen- oder Bohlenzäune aus Holz. Hier ist allerdings zu beachten, dass dieses zum Teil sehr pflegebedürftig ist und man Holz lackieren sollte, um es besser vor Witterungseinflüssen zu schützen. Ebenfalls verwendete Werkstoffe für diese Zaunarten sind Kunststoff oder Aluminium. 

Jägerzaun

Ein Jägerzaun aus Holz.
Der Jägerzaun wirkt zwar altmodisch, ist aber noch beliebt

Der Jägerzaun zählt wohl eher zu den altmodischen Zaunarten, ist aber vielerorts immer noch vorzufinden und weiterhin beliebt. Beim Jägerzaun vernagelt man die Zaunlatten zu Kreuzen und stabilisiert diese durch meist zwei Querbalken. Seine Beliebtheit verdankt der Jägerzaun neben seinen günstigen Anschaffungskosten auch seiner Robustheit. In der Regel besteht er aus Fichten– oder Kiefernholz, was ihn mitunter pflegebedürftig macht. Da seine Höhe meist einen Meter nicht weit übersteigt bietet er nur einen dürftigen Schutz. 

Stabmattenzaun

Ein Doppelstabmattenzaun.
Der Stabmattenzaun benötigt meist zusätzlichen Sichtschutz

Stabmattenzäune werden zwar seltener für Einfamilienhäuser, sondern häufiger für öffentliche, industrielle oder gewerbliche Gebäude verwendet, gelten aber als besonders robust, sicher und günstig zugleich. Sie bestehen regulär aus senkrecht und waagerecht verlaufenden Metallstäben, mitunter auch aus Stahldraht. Diese Stäbe werden miteinander verschweißt, was für die hohe Widerstandsfähigkeit sorgt. Zusätzlich unterscheidet man noch zwischen Einstabmatten- und Doppelstabmattenzäunen. Diese beiden Arten des Metallzauns unterscheidens sich im Grunde nur dadurch, dass beim Einstabmattenzaun jeweils ein vertikaler und ein horizontaler Metallstab verschweißt werden, während beim Doppelstabmattenzaun jeweils zwei von ihnen verschweißt werden. Letzterer bietet dadurch eine noch höhere Stabilität. 

In seiner simpelsten Form bietet der Stabmattenzaun kaum Sichtschutz. Bepflanzt oder mit eingearbeiteten Sichtschutzstreifen kann dieser Nachteil aber ausgeglichen werden. 

Gabionen

Gabionen bestehen aus losen Steinen in einem Gittergerüst.
Gabionen erfreuen sich in der Gartengestaltung großer Beliebtheit

Eine Sonderform des Stabmattenzauns sind Gabionen. Dabei werden die Gitterzäune so zusammengeschweißt, dass ein Zwischenraum entsteht. In diesem Zwischenraum befinden sich dann Natursteine. Die Steine sind unterschiedlich groß und lose, ohne bestimmtes Muster angeordnet. Gabionen haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen und zählen zu den modernen Gartentrends. Im Vergleich zum normalen Stabmattenzaun überzeugen Gabionen vor allem mit einem perfekten Sichtschutz. 

Welche Materialien für den Gartenzaun?

Bei der Materialauswahl für den Zaunbau, ist es wichtig zu bedenken, dass der Gartenzaun ständiger Witterung ausgesetzt ist. Gleichzeitig spielen für Sie auch Stabilität und Preis eine Rolle sowie natürlich auch die Optik. Zu den häufigsten Materialien der verschiedenen Zaunarten zählen: 

Aber auch Glas und Beton können sich mitunter optimal in die Gartengestaltung einfügen. Welches Material letztlich das richtige ist, hängt auch von der Gesamtgestaltung des Gartens ab. Holz gilt vielerorts als beliebter Werkstoff für den Gartenzaun. Der nachwachsende Rohstoff überzeugt mit seinem natürlichen Erscheinungsbild und ökologischen Vorzügen. Zu beachten ist allerdings, dass Holzzäune sehr pflegebedürftig sind und regelmäßig bearbeitet werden müssen, um der Witterung standzuhalten. Kunststoff ist zwar in der Regel teurer als Holz, punktet dafür aber mit hoher Langlebigkeit und einem geringen Pflegeaufwand. Besonders stabil wird es mit Metallzäunen. Diese sind zwar meist die teuerste Variante, jedoch ist der Pflegeaufwand äußerst gering und der Metallzaun hält für viele Jahre. Wichtig ist jedoch ein Material zu wählen, dass gegen Korrosion immun ist.

Rechtliche Hinweise beim Zaunbau

Bei der Auswahl eines bestimmten Zauns für Ihren Garten, sollten Sie unter anderem auch auf die Bebauungspläne und Baubestimmungen in Ihrer Gegend achten. Mitunter wird hier geregelt, welche Zaunarten und welches Material zulässig sind.

In einigen Kommunen und Bundesländern, müssen Sie auch eine Baugenehmigung einholen, wenn Sie einen neuen Zaun bauen wollen. Grundsätzlich gilt das aber erst ab einer bestimmten Höhe. Informieren Sie sich also frühzeitig über die Bestimmungen zum Zaunbau in Ihrer Gegend.

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1 Kommentar

  1. Sven Bucher 21. November 2019

    Ich werde in unserem Garten einen Zaun bauen lassen. Ich denke, dass ich mich für einen Jägerzaun entscheiden werde. Ihren Ausführungen nach ist dies zwar eher altmodisch, aber ich empfinde es vor der Hecke sehr passend. Vielen Dank für die Informationen!

    Antworten

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