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Auf blauarbeit.de finden Sie qualifizierte und geprüfte Maler-Betriebe für Ihren Wandanstrich, Tapezierarbeiten, professionelle Fassaden-Sanierung, Lackierarbeiten und nachhaltigen Holzschutz im Außenbereich. Sie beschreiben Ihr geplantes Vorhaben im Innen- oder Außenbereich einmalig auf unserer Plattform, laden bei Bedarf aussagekräftige Fotos hoch und erhalten zeitnah maßgeschneiderte Angebote von Fachbetrieben direkt aus Ihrer Region. Die Vergütung erfolgt wahlweise über einen festen Pauschalpreis oder transparent nach Aufwand, wobei die marktüblichen Stundensätze bundesweit meist zwischen 45 und 70 € netto liegen. Da das Maler- und Lackiererhandwerk in Deutschland meisterpflichtig ist (HwO Anlage A), kooperieren wir vorrangig mit eingetragenen Betrieben. Ob kurzfristige Wohnungssanierung vor einer Übergabe oder exklusive Wandgestaltungen – die Vermittlung ist für Sie komplett kostenlos.

2. Preis-Ratgeber (Kosten & Preistreiber)

Der Stundensatz für Maler und Lackierer liegt bundesweit durchschnittlich bei 45 bis 70 € netto. Der untere Bereich dieser Kalkulationsspanne basiert auf dem gesetzlich verbindlichen Mindestentgelt des Malerhandwerks (Geselle 15,55 €/h bis Mitte 2026, danach 16,13 €/h) zuzüglich Lohnnebenkosten, Betriebshaftpflicht, Werkzeugvorhaltung und Verwaltung. Ein branchenüblicher Multiplikator von 2,3 bis 3,0 auf den Grundlohn ergibt die marktüblichen Preise.

Welche Faktoren beeinflussen die Gesamtkosten?

  • Materialauswahl und Beschichtungsqualität: Standard-Innendispersion ist mit 4 bis 8 €/m² Materialpreis sehr wirtschaftlich. Spezielle Silikatfarben für Allergiker oder hoch abriebfeste Latex- und Silikonharzfarben für Feuchträume und Außenfassaden kalkulieren Malerbetriebe aufgrund des höheren Einkaufspreises deutlich teurer.
  • Untergrundvorbereitung als Hauptarbeitszeit-Faktor: Das bloße Überstreichen intakter Raufaser ist schnell erledigt. Müssen alte Papiertapeten mühsam abgelöst, Risse verspachtelt, Wände geschliffen und neu grundiert werden, um ein perfektes Streichergebnis der Qualitätsstufe Q3 oder Q4 zu erzielen, verdoppelt sich der Arbeitsaufwand oft.
  • Gerüstbau und Gebäudehöhe bei Fassadenarbeiten: Für Arbeiten an Außenwänden ab dem ersten Obergeschoss ist ein Arbeitsgerüst zwingend erforderlich. Die Auf- und Abbauarbeiten sowie die wöchentliche Gerüstmiete werden in der Regel gesondert als Pauschale abgerechnet und erhöhen die Nebenkosten.

Verrechnung nach Stunden oder m²?

Malerarbeiten im Innenbereich wie Wände und Decken weißen werden vorzugsweise nach m² abgerechnet (ca. 6 bis 15 €/m² netto). Dies gewährt Ihnen maximale Kostensicherheit für Ihr Budget. Eine Abrechnung auf Stundenlohnbasis ist hingegen bei unvorhersehbarem Mehraufwand, Kleinstreparaturen oder im historischen Altbau üblich, da sich der genaue Arbeitsaufwand oft erst nach dem Entfernen alter Wandschichten zeigt. Achten Sie darauf, ob Anfahrtskosten und Rüstzeiten bereits im Stundensatz enthalten sind.

Plausibilität von Angeboten und Nebenkosten

Prüfen Sie Angebote genau auf Vollständigkeit. Ein seriöser Kostenvoranschlag listet die m²-Flächen der Wände und Decken, das Abkleben von Fenstern und Steckdosen, das Abdecken von Möbeln sowie die exakten Bezeichnungen der Farbhersteller und Qualitätsstufen separat auf. Für witterungsabhängige Fassadenarbeiten im Sommer und Herbst sollten Sie einen Vorlauf von mehreren Wochen einplanen, da Außenanstriche bei Regen oder Frost unter 5 Grad Celsius fachlich nicht ausgeführt werden können. Lassen Sie sich bei größeren Aufträgen schriftlich bestätigen, dass anfallende Entsorgungskosten für Farbreste und Tapetenmüll in der Gesamtsumme enthalten sind.

3. Typische Anlässe (Wann einen Maler beauftragen?)

  • Auszugsrenovierung und Schönheitsreparaturen: Laut den meisten Mietverträgen sind Mieter verpflichtet, abgenutzte Wände bei Übergabe in neutralen Tönen zu hinterlassen. Ein Malerbetrieb übernimmt diese Renovierung termingerecht, streicht Wände und Decken sauber weiß und schützt Sie so vor Nachforderungen des Vermieters oder dem Einbehalt der Kaution.
  • Feuchtigkeitsschäden und Wasserflecken: Wenn unschöne Feuchtigkeitsschäden, dunkle Wasserflecken nach einem Rohrbruch oder Rußspuren an den Wänden sichtbar sind, hilft einfaches Überstreichen mit normaler Wandfarbe nicht. Ein Maler muss den betroffenen Untergrund mit spezieller Absperrfarbe behandeln und auf Schimmelbefall prüfen, um ein erneutes Durchschlagen der Flecken dauerhaft zu verhindern.
  • Fassadensanierung: Wann ist die Hausfassade reif für eine Sanierung? Risse im Außenputz, abblätternde Farbschichten, feuchte Stellen am Sockel oder großflächiger Algen- und Pilzbefall sind dringende Warnsignale. Ein neuer Schutzanstrich mit moderner Silikonharzfarbe schützt das Gebäude vor eindringender Nässe und Frostschäden.
  • Holzschutz im Außenbereich: Holzkopfteile, Dachüberstände, Holzzäune, Pergolen oder Carports sind ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Ein regelmäßiger Anschliff und der fachgerechte Auftrag von atmungsaktiven Dünnschicht- oder Dickschichtlasuren verhindern Fäulnis, Bläuepilzbefall und das Quellen des Holzes.
  • Tapetenwechsel: Falls alte Raufasertapeten nach mehrfachem Überstreichen ihre Struktur verloren haben, reißen oder Blasen werfen, ist ein einfacher Anstrich nicht mehr zielführend. In diesen Fällen müssen die Wände komplett von alten Tapetenschichten befreit, Löcher beigespachtelt und die Flächen geschliffen werden, bevor neu tapeziert werden kann.
  • Modernisierung und Neueinzug: Der Kauf einer neuen Küche, die Montage eines Einbauschranks oder die Verlegung eines edlen Bodens ist der ideale Anlass für Malerarbeiten. Der Fachbetrieb führt alle staubintensiven Vorarbeiten und Malerarbeiten professionell aus, bevor die empfindlichen Möbel aufgebaut und neue Oberflächen beschädigt werden können.

4. Qualitätskriterien (Wie finde ich einen guten Maler?)

  • Eintragung in die Handwerksrolle: Maler und Lackierer ist in Deutschland ein zulassungspflichtiges Handwerk (HwO Anlage A). Selbstständige Betriebe müssen zwingend in der Handwerksrolle der regionalen Handwerkskammer eingetragen sein – lassen Sie sich zur Sicherheit immer den gültigen Betriebsleiter- oder Meisterbrief zeigen.
  • Transparente Angebotsstruktur: Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie auf detaillierte Positionslisten statt pauschaler Endsummen. Ein seriöser Maler schlüsselt die Quadratmeterflächen, die erforderliche Anzahl der Anstriche, die genaue Markenbezeichnung der Farbe (inklusive Angabe der Nassabriebklasse) sowie alle Vorbereitungsarbeiten transparent auf.
  • Innungsmitgliedschaft als Qualitätsgarantie: Betriebe, die in der Maler- und Lackiererinnung organisiert sind, verpflichten sich zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards und anerkannter Tarifverträge. Zudem steht Ihnen bei Konflikten die kostenfreie Schlichtungsstelle der Innung als neutrale Instanz zur Verfügung.
  • Betriebshaftpflichtversicherung: Wie steht es um die Betriebshaftpflichtversicherung? Da bei Malerarbeiten durch Farbspritzer, herabfallende Werkzeuge oder den Gerüstbau Schäden an Ihrem Eigentum entstehen können, sollte der Betrieb eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro vorweisen können.
  • Sorgfältige Abnahme: Vor der endgültigen Bezahlung der Schlussrechnung sollten Sie eine gemeinsame Abnahme durchführen. Untersuchen Sie die gestrichenen Flächen bei Gegenlicht auf Farbnasen, Streifenbildung oder ungenügende Deckkraft und prüfen Sie die Sauberkeit von Ecken, Steckdosenrändern und Fußleisten.
  • Fachberatung vorab: Fachgerechte Beratung vor Arbeitsbeginn zeichnet einen Profi aus. Ein guter Maler prüft die Saugfähigkeit des Untergrunds (z. B. bei Gipsputz), wählt die passende Grundierung aus und empfiehlt für Innenräume lösemittel- und weichmacherfreie Farben, die die Raumluft nicht belasten.

5. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was kostet ein Maler pro m²?

Für einen Standard-Wandanstrich mit hochwertiger Dispersionsfarbe inklusive Abkleben und Abdecken kalkulieren Malerbetriebe meist 6 bis 15 € pro m² netto. Wenn der Untergrund vorab intensiv vorbereitet werden muss – etwa durch das Ablösen alter Tapeten, das Verspachteln von Rissen oder das Abschleifen der Wände – liegen die Kosten inklusive Vorarbeiten bei 20 bis 40 € pro m².

Brauche ich für Malerarbeiten zwingend einen Meisterbetrieb?

Ja, das Maler- und Lackiererhandwerk gehört nach der deutschen Handwerksordnung zur Anlage A. Dies bedeutet eine gesetzliche Meisterpflicht. Selbstständige Betriebe dürfen nur von Personen geführt werden, die einen Meistertitel oder eine anerkannte Altgesellenregelung besitzen. Das schützt Kunden vor unsachgemäßer Ausführung und sichert die Einhaltung der VOB-Richtlinien.

Welche Wandfarbe eignet sich am besten für Innenräume?

Für normale Wohn- und Schlafräume sind matte Dispersionsfarben (Nassabriebklasse 2) der Standard. In beanspruchten Bereichen wie Fluren oder Kinderzimmern empfehlen sich reinigungsfähige Latex- oder seidenmatte Farben. Für Allergiker und feuchte Wände sind atmungsaktive Silikatfarben ideal, da sie aufgrund ihres hohen pH-Werts auf natürliche Weise Schimmelbildung vorbeugen.

Wie lange dauert das Streichen einer 3-Zimmer-Wohnung?

Für eine bewohnte Wohnung mit ca. 75 m² Wohnfläche benötigt ein zweiköpfiges Malerteam etwa zwei bis drei Arbeitstage. In dieser Zeit enthalten sind das sorgfältige Ausräumen und Abdecken der Möbel, das Abkleben aller Leisten und Lichtschalter, kleine Spachtelarbeiten an Dübellöchern, die Grundierung sowie der zweifache Deckanstrich an Wänden und Decken.

Kann ich die Kosten für den Maler steuerlich absetzen?

Ja. Als Privatperson können Sie Malerarbeiten in Ihrer selbstgenutzten Wohnung als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen. Nach § 35a EStG lassen sich 20 % der reinen Arbeits- und Fahrtkosten (bis maximal 1.200 € pro Jahr) direkt von der Einkommensteuer abziehen. Voraussetzung ist eine Zahlung per Überweisung und eine detaillierte Rechnung.

Was ist der Unterschied zwischen Dispersionsfarbe und Silikatfarbe?

Dispersionsfarbe ist universell einsetzbar, haftet physikalisch auf fast allen Untergründen und lässt sich leicht überstreichen. Silikatfarbe hingegen verbindet sich chemisch durch Verkieselung unlösbar mit mineralischen Untergründen wie Putz oder Ziegel. Sie ist extrem langlebig, hochgradig diffusionsoffen (atmungsaktiv) und wirkt schimmelhemmend, erfordert beim Auftragen jedoch Schutzkleidung wegen der Alkalität.

Wer haftet für Schäden, die während der Malerarbeiten entstehen?

Für alle Schäden an Ihrem Eigentum – etwa Farbflecken auf dem Parkett, Kratzer an Möbeln oder beschädigte Steckdosen – haftet der ausführende Malerbetrieb. Fachbetriebe verfügen über eine Betriebspflichtversicherung, die solche Risiken abdeckt. Dokumentieren Sie Schäden am besten sofort gemeinsam mit dem Handwerker und halten Sie diese schriftlich im Abnahmeprotokoll fest.

Warum ist eine Grundierung vor dem Streichen notwendig?

Die Grundierung mit Tiefengrund reguliert und vereinheitlicht die Saugfähigkeit des Untergrunds. Ohne Grundierung saugen Gipsputze oder Gipskartonplatten die Feuchtigkeit aus der frischen Farbe zu schnell auf. Dies führt zu fleckigen Oberflächen, Rissen im Farbbild oder sogar zum Abblättern der Farbe. Zudem reduziert die Grundierung den Verbrauch der teuren Deckfarbe erheblich.

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